Der Kölner Jurist, Talkmaster, Autor und Fernsehproduzent Alfred Biolek (geboren 1934) hat damit begonnen, dem Historischen Archiv der Stadt Köln Unterlagen zu seinem Leben und Werk zu übergeben. Archiviert werden zunächst die Vorbereitungen und Recherchen für Sendungen der erfolgreichen Talksendung "Boulevard Bio" aus den Jahren 1991 bis 2003 (Folgen 1 bis 485).

Am 6. Dezember 2018 überreichte Alfred Biolek zusammen mit seinem Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie Dr. Bettina Schmidt-Czaia, Leitende Archivdirektorin, und ihrem Vertreter, Dr. Max Plassmann, persönlich einige Unterlagen. Darunter befinden sich Vorbereitungen und Recherchen für Sendungen mit Johannes Rau, Wolfgang Schäuble und Willy Brandt.

Dr. Bettina Schmidt-Czaia bedankte sich herzlich im Namen der Stadt Köln für die gute Zusammenarbeit mit Alfred Biolek. Der Kontakt mit Alfred Biolek ist im Februar 2018 zustande gekommen. Ab August 2018 wurden die ersten Werke übernommen und elektronisch erfasst. Die Dokumente wurden zuvor von Bioleks 1979 gegründetem Unternehmen Pro GmbH archiviert.

Auf Anfrage gewährt das Historische Archiv allen, die Interesse an Bioleks Unterlagen haben, einen Einblick in diese, sofern Datenschutzbestimmungen nicht dagegen sprechen.

Alfred Biolek betonte, dass es ihm nicht schwer fiel, die Unterlagen an das Historische Archiv zu übergeben. Sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie führte aus, dass es seinem Vater immer gelang, durch seine einfühlsame und jede Bloßstellung vermeidende Art, eine offene Gesprächsatmosphäre herzustellen. Er erhofft sich durch die Übergabe der Dokumente an das Historische Archiv, junge Menschen dazu zu bewegen, sich an der respektvollen Art seines Adoptivvaters zu orientieren und so mehr Respekt und Liebe in die Welt zu bringen. Zudem seien die Dokumente ein Zeugnis der Gesellschaft von den 1990er Jahren bis zum Millennium. Sie gewährten einen Blick auf die damalige Zeit, den man sonst nirgendwo so kompakt bekommen würde. Alfred Biolek erzählte, dass er seine oftmals prominenten Gäste stets als Menschen behandelt habe und sich für sie auch als solche interessierte. Diese Neugierde sei bis heute geblieben.