Zu den Personengruppen, bei denen es während Hitzeperioden zu besonders schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen kommen kann, zählen:

  • Babys und Kleinkinder
  • Ältere Menschen
  • Menschen, die an Erkrankungen leiden wie, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die mit Demenz oder Einschränkung der körperlichen Bewegungsfähigkeit einhergehen
  • Menschen, die Medikamente mit Auswirkungen auf den Wasserhaushalt oder den Kreislauf einnehmen. Dazu gehören unter anderen so genannte Entwässerungstabletten, Beruhigungsmittel und Psychopharmaka und Beta-Blocker
  • Menschen, die Drogen zu sich nehmen, dazu gehören auch übermäßiger Alkohol- und Koffeingenuss
  • Hilfebedürftige Menschen
  • Sozial vereinsamte Menschen

Schauen Sie mindestens zwei Mal täglich nach Erwachsenen aus diesen Gruppen und achten Sie auf Zeichen der Erschöpfung durch Hitze. Kinder und Kleinkinder müssen selbstverständlich noch häufiger beobachtet und betreut werden.

Wieso sind gerade ältere Menschen besonders gefährdet?

Im Alter verändert sich der Körper so, dass die Gefahr der Austrocknung steigt:

  • Der Fettanteil steigt und das Gesamtkörperwasser verringert sich um etwa zehn Prozent.
  • Ältere Menschen haben eine verminderte Durstwahrnehmung.
  • Beispielsweise bei Demenz und Schlaganfall, sogenannten zentrale Erkrankungen, wird die Durstwahrnehmung gestört.

Diese Veränderungen führen jedoch nur dann zur Austrocknung des Körpers, wenn zu wenig getrunken wird oder wenn Wasser verbrauchende Erkrankungen und Stoffwechselzustände wie beispielsweise Infekte und Fieber auftreten.

Während junge Erwachsene selbst schwerste Flüssigkeitsmangelzustände allein durch Trinken in kurzer Zeit ausgleichen können, benötigen Ältere Menschen dafür mehrere Tage und sind bei zu schnellem Flüssigkeitsersatz durch Überwässerung (hypotone Hyperhydratation) gefährdet. Dies kann zu einer lebensbedrohlichen Zellschwellung im Hirn oder zu Wasseransammlungen in der Lunge führen.