Worauf Sie bei sich oder bei den von Ihnen betreuten Menschen in Hitzeperioden besonders achten können.

Wie können Sie vorbeugen?

Trinken Sie regelmäßig und ausreichend. Wichtig ist auch, dass Sie den Salzverlust im Körper ausgleichen, der durch starkes Schwitzen entsteht.

Dafür gibt die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) folgende Hinweise:

  • Entwickeln Sie Trinkpläne und achten Sie auf deren Umsetzung. Führen Sie - für sich oder für die von Ihnen betreuten Personen - "Trinkprotokolle", um Flüssigkeitsdefizite zu vermeiden.
  • Klären Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, ob und wie Sie bei der Einnahme von Medikamenten die Flüssigkeitszufuhr darauf abstimmen müssen. Zu den Medikamenten, die den Wasserhaushalt des Körpers stören, gehören unter anderem Entwässerungstabletten, Beruhigungstabletten, Psychopharmaka und Beta-Blocker.
  • Die Zusammensetzung der Nahrung und der Getränke sollte bekannt sein - bedeutsam ist vor allem die Kochsalzzufuhr. In Hitzeperioden müssen Sie eventuell Nahrung oder Getränke verändern, um eine ausreichende Kochsalzzufuhr zu gewährleisten.
  • Statten Sie Betten mit leichten Decken und Laken aus, um einen Hitzestau zu vermeiden.
  • Lüften und kühlen Sie Aufenthalts- und andere Räume. Hängen Sie wenn nötig feuchte Laken über die Fenster!
  • Achten Sie auf eine der Hitze angepasste Kleidung.
  • Vermeiden Sie größere körperliche Anstrengungen und Aktivitäten während einer Hitzeperiode.

    Wenn Sie Fragen zur Umsetzung der Hinweise haben oder sich unsicher fühlen, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Hausarzt beziehungswese Ihre Betreuungsperson.

Was sollten Sie tun, wenn Sie bereits gesundheitliche Einschränkungen beobachten?

Rufen Sie auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt.

Gerade bei Älteren und vorerkrankten Personen sind oft intensive medizinische Maßnahmen notwendig. Während junge Erwachsene selbst schwerste Flüssigkeitsmangelzustände allein durch Trinken in kurzer Zeit ausgleichen können, benötigen Ältere Menschen dafür mehrere Tage und sind bei zu schnellem Flüssigkeitsersatz durch Überwässerung (hypotone Hyperhydratation) gefährdet. Dies kann zu einer lebensbedrohlichen Zellschwellung im Hirn oder zu Wasseransammlungen in der Lunge führen. Die therapeutische Maßnahmen sollten deshalb unter sorgfältiger Kontrolle der Vital- und Laborwerte erfolgen.

In der Regel sind drei bis fünf Tage erforderlich, um durch eine vorsichtige Infusionstherapie die Flüssigkeitsbalance wieder herzustellen. Gleichzeitig sollten Sie immer wieder selbstständig Trinken.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie über Nahrungssonden, wie PEG-Sonden, versorgt werden. Hier ist die Gefahr der Überwässerung groß, wenn die Flüssigkeitszufuhr nicht besonders angepasst wird.

Haben Sie Fragen?

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Prof. Dr. Wiesmüller
Telefon: 0221 / 221-25443

Flüssigkeitsmangel - Wie kann das passieren?