Eine Substitutionstherapie wird umgangssprachlich auch Drogensubstitution oder Drogenersatztherapie genannt. Bei einer Substitution handelt es sich um eine medizinische Behandlung von Personen mit einer Opioidabhängigkeit – meist einer Abhängigkeit von Heroin. Die Behandlung erfolgt mit gesetzes- und richtlinienkonform zu verordnenden Medikamenten (Substituten) wie zum Beispiel Methadon, Buprenorphin, Polamidon oder Subutex. Diese Präparate werden von Ärztinnen und Ärzten, die dafür zugelassen sind, verabreicht.

Die Vergabe von Ersatzstoffen ist durch das Betäubungsmittelgesetz (BtMG), die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), das Arzneimittelgesetz (AMG) und durch Richtlinien geregelt.

Ziel einer Substitutionsbehandlung ist, in einer mehr oder weniger absehbaren Zeit eine dauerhafte Substanzfreiheit (Abstinenz) herbeizuführen oder im Sinne einer Dauersubstitution eine Schadensminimierung anzustreben. Damit kann der Gesundheitszustand und die soziale Situation der Patientinnen und Patienten deutlich verbessert und gleichzeitig Schaden von der Gesellschaft abgewendet werden.

Die Kosten einer Substitutionsbehandlung werden von den Krankenkassen übernommen. 

In Köln wird eine Substitutionsbehandlung von einigen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, den Substitutionsambulanzen und den Institutsambulanzen der LVR-Klinik Köln sowie der Psychosomatischen Klinik Bergisch Gladbach durchgeführt.

Substitutionsbehandlung bei einer niedergelassenen Ärztin beziehungsweise einem niedergelassenen Arzt

Auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein können unter "suchtmedizinische Grundversorgung" die substituierenden Ärztinnen und Ärzte in der Stadt Köln gefunden werden.

Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein

Weitergehende Auskünfte erteilt der Patienteninfodienst der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 / 6224488 oder per Mail:

Patienteninfodienst der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Substitutionsambulanzen

Substitutionsambulanz Neumarkt
Lungengasse 13-17, 50676 Köln
Telefon: 0221 / 221-24239
Telefax: 0221 / 25439

Rechtsrheinisches Drogenhilfezentrum – Methadon-Ambulanz
Drogenhilfe Köln gGmbH
Bergisch Gladbacher Straße 71, 51065 Köln
Telefon: 0221 / 9641794
Telefax: 0221 / 9641793

Methadon-Ambulanz Hunnenrücken
Drogenhilfe Köln gGmbH
Auf dem Hunnenrücken 7, 50668 Köln
Telefon: 0221 / 9130191
Telefax: 0221 / 9130193

Substitutionsambulanz "MEREAM"
Große Telegraphenstraße 31, Eingang Huhnsgasse,50676 Köln
Telefon: 0221 / 2074-120
Telefax: 0221 / 2074-122

Institutsambulanzen

LVR-Klinik Köln c/o Chefärztin Prof. Dr. B. Schneider, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Wilhelm-Griesinger-Straße 23, 51109 Köln
Telefon: 0221 / 8993-439
Telefax: 0221 / 8993-681 

Psychosomatische Klinik Bergisch Gladbach c/o Chefarzt Dr. Kuhlmann, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Schlodderdicherweg 23 a, 51469 Bergisch Gladbach
Telefon: 02202 / 206100
Telefax: 02202 / 206126

Substitution mit Diamorphin (Heroin)

Die Substitution mit Diamorphin wird neben der Substitution mit den herkömmlichen Substituten in der Substitutionsambulanz des Gesundheitsamtes am Neumarkt durchgeführt. Welche Behandlungsform geeignet ist, wird im Rahmen einer fachärztlichen Untersuchung festgelegt. Der Betrieb der Substitutionsambulanz in der Lungengasse erfolgt in Kooperation mit der Drogenhilfe Köln gGmbH.

Substitutionsambulanz Neumarkt