Unter dem Begriff der Onlinesucht oder Internetsucht wird eine exzessive Computernutzung - und vor allem - Internetnutzung verstanden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Online-Computerspielsucht zu. Das Onlinespiel erzeugt bei vielen Nutzerinnen und Nutzern den Wunsch, einer bestimmten Spielergruppe anzugehören. Im virtuellen Kontakt erleben die Spielerinnen und Spieler eine Form der Anerkennung und Belohnung, die sie häufig dazu verleitet, über viele Stunden im Netz zu verbleiben. Alle anderen Lebensbereiche wie Schule, Ausbildung, Freunde und Familie verlieren für die Spielerinnen und Spieler immer mehr an Bedeutung. Doch auch virtuelle soziale Netzwerke lassen ein vergleichbar hohes Suchtpotenzial entstehen.

Laut einer Studie, die im Auftrag der Drogenbeauftragten der Bundesregierung in 2011 erstellt wurde, gelten 560.000 Deutsche als Internetsüchtig. Das sind rund ein Prozent der Bevölkerung. Am häufigsten wurde die Sucht bei Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren, (4,9 Prozent) festgestellt. Sie verbringen sehr viel Zeit in virtuellen sozialen Netzwerken. Bei den gleichaltrigen Jungen gelten 3,1 Prozent als abhängig. Internetsucht spielt jedoch auch im Erwachsenenalter - insbesondere bei Männern - eine zunehmend große Rolle.

Beratungsangebot für Köln und Rhein-Erft-Kreis

Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Köln gGmbH
Die Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Köln gGmbH berät Betroffene und Angehörige rund um das Thema Online- beziehungsweise Internetsucht.

Hans-Böckler-Straße 5
50354 Hürth

E-Mail an die Fachstelle Fachstelle für Suchtprävention

Median Gesundheitszentrum Köln
Suchtberatung
Neumarkt 8-10
50667 Köln

Telefon: 0221 / 27277060

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Online-Beratung

Online Beratung der Caritas im Erzbistum Köln

Weitere Informationen

Das Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
möchte junge Men­schen im Alter von 12 bis 18 Jahren für einen maßvollen Um­gang mit Computer und Internet sensibilisieren. Ein Selbsttest zeigt, ob der eigene Computergebrauch sich noch im Rahmen bewegt oder schon mit Risiken verbunden ist. Zahlreiche Videoclips verdeutli­chen anschaulich die Suchtrisiken und zeigen Handlungsalter­nativen auf.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Auf der Seite der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie zusätzliche Fakten und Informationen zum Thema Onlinesucht.

Drogenbeauftragte der Bundesregierung Bundesministerium für Gesundheit