Wann muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Änderung der Maßnahmen ab 10. Oktober 2020

Bitte beachten Sie die geänderten Regelungen zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Raum:

Eine gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum, dort, wo sich viele Menschen begegnen und der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Alle, die zu Fuß in der Stadt, also in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen unterwegs sind, müssen eine Maske tragen.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist an folgenden Orten verpflichtend:

  • in Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen (außer im Freien),
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Tierparks, Zoologischen und Botanischen Gärten sowie von Garten- und Landschaftsparks,
  • beim praktischen Fahrunterricht und der Fahrprüfung,
  • in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften,
  • auf Wochenmärkten,
  • auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, "Shopping Malls", "Factory Outlets" und vergleichbaren Einrichtungen sowie in Wettvermittlungsstellen,
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden
  • bei der Abholung von Speisen in gastronomischen Einrichtungen,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs und seiner Einrichtungen und
  • in Warteschlangen vor den vorgenannten Einrichtungen
  • und viele andere Orte


Verstöße gegen diese Verpflichtung werden mit einem Bußgeld geahndet.

 

Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Amtsblatt Sondernummer 76 vom 9. Oktober 2020 und der Änderung der Allgemeinverfügung im Amtsblatt Sondernummer 78 vom 13. Oktober 2020.

Amtsblatt 76 (Sondernummer), 9. Oktober 2020
PDF, 12951 kb
Amtsblatt 78 (Sondernummer), 13 Oktober 2020
PDF, 668 kb

Wann ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend?

In Ausnahmefälle ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend:

  • bei Kindern bis zum Schuleintritt,
  • bei Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und
  • bei Beschäftigten, die durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) geschützt werden.
  • Die Mund-Nase-Bedeckung kann vorübergehend abgelegt werden, wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen) zwingend erforderlich ist.  

 

Das Gesundheitsamt stellt keine Bescheinigungen für Personen aus, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Weitere Informationen zu den Ausnahmen aus medizinischen Gründen finden Sie hier:

FAQ´s der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Welche Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen kann ich nutzen?

Die Bedeckung muss groß genug sein, um Mund, Nase und Wange zu bedecken. Ausreichend ist also eine textile Barriere, die fast alle zu Hause haben. Als Mund-Nasen-Bedeckung dienen:

  • Tücher, Schals
  • selbstgenähte Masken (Community Masks)
  • gekaufte Einweg-Masken
  • gekaufte Stoffmasken (waschbar)

Verschiedene Anleitungen zum Nähen einer Mund-Nasen-Maske aus Stoff gibt es im Internet. Es muss also keine Maske käuflich erworben werden. Um die neue Regelung zu erfüllen, muss kein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (sogenannte OP-Masken) oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP) verwendet werden.

Medizinischen Mund-Nasen-Schutz brauchen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte. Er sollte deshalb den Krankenhäusern, Arztpraxen, Gesundheitsämtern, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten vorbehalten bleiben.
Masken mit einem Ventil sind nicht für den Fremdschutz ausgelegt und sollten deshalb nicht genutzt werden.

Kann ich anstatt einer textilen Mund-Nasen-Bedeckung auch ein Visier tragen?

Visiere sind kein Ersatz für die in § 12a CoronaSchVO geforderte Mund-Nase-Bedeckung.

Ein Visier ist eine für bestimmte Fälle notwendige Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung im medizinischen Bereich. Es wird zusammen mit einem qualifizierten Mund-Nasen-Schutz getragen. Ein Visier ohne Mund-Nasen-Schutz schützt seinen Träger in Bezug auf COVID-19 nur vor direkt anfliegenden Partikeln, nicht jedoch vor der gesamten Partikelwolke (z.B. Husten), weil es an drei Seiten offen ist. Das Visier bedeckt weder Mund noch Nase. Umgekehrt setzt der Träger des Visiers z.B. beim Husten eine Partikelwolke frei, die vom Visier nicht aufgefangen werden kann wie eine direkt am Gesicht anliegende Mund-Nasen-Bedeckung.

Was muss ich beim Tragen beachten?

  • Waschen Sie sich vor dem Anlegen einer Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Beim Anziehen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht berührt wird.
  • Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt.
  • Eine durchfeuchtete Mund-Nasen-Bedeckung sollte umgehend abgenommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Denn dann können sich zusätzliche Krankheitserreger ansiedeln.
  • Vermeiden Sie während des Tragens, die Mund-Nasen-Bedeckung anzufassen und zu verschieben.
  • Auf der Außenseite der gebrauchten Mund-Nasen-Bedeckung sind möglicherweise Krankheitserreger. Die Außenseite deshalb möglichst nicht berühren. Greifen Sie die seitlichen Laschen oder Schnüre und legen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung vorsichtig ab.
  • Nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung waschen Sie sich gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Wiederverwendbare Mund-Nasen-Bedeckungen sollten nach der Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben, wie häufig die Mund-Nasen-Bedeckung genutzt werden kann.

Wie sollen Gehörlose mit der Maskenpflicht umgehen?

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle gleich, soweit dies nicht aus zum Beispiel medizinischen Gründen unmöglich ist.

Gilt die gesetzliche Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz?

Ja, für das Personal in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften, auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb von gastronomischen Einrichtungen, in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern, im öffentlichen Nahverkehr und in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Es ist auch zu beachten, welche Standards der Arbeitgeber vorgibt.

Wenn alle Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und man damit vor allem sein Gegenüber schützt, dann darf man sich doch jetzt wieder mit Freunden in der Gruppe treffen?

Nein! Mit dieser Pflicht sollen insbesondere die ersten, schrittweisen Lockerungen schützend begleitet werden, da nun wieder mehr Menschen zum Beispiel in Geschäften oder in Bussen zusammenkommen und der notwendige Abstand eventuell nicht immer eingehalten werden kann. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hilft, die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen sinnvoll zu unterstützen, sie kann aber diese Maßnahmen nicht ersetzen.

Wo finde ich die gesetzlichen Vorschriften zur Mund-Nasen-Bedeckung?

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