Wann muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Bitte beachten Sie die aktuellen Regelungen zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Raum:

Es gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum, dort, wo sich viele Menschen begegnen und der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Alle, die zu Fuß in der Stadt, also in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen unterwegs sind, müssen eine Maske tragen.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist unter anderem an folgenden Orten verpflichtend:

  • in Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie in allen öffentlichen Bildungseinrichtungen,
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Tierparks, Zoologischen und Botanischen Gärten sowie von Garten- und Landschaftsparks,
  • innerhalb von öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Bahn) und seiner Einrichtung (Bushaltestellen, Bahnstationen, Bahnhöfe),
  • in Hochschulen, bei außerschulischen Bildungsveranstaltungen, in Bibliotheken, bei außerschulischen Bildungsangeboten, bei Kulturveranstaltungen
  • auf Wochenmärkten,
  • in der Fußgängerzone und in Einkaufsstraßen,
  • in Warteschlangen, 
  • beim praktischen Fahrunterricht und der Fahrprüfung,
  • in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften,
  • auf Spielplätzen, 
  • auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, "Shopping Malls", "Factory Outlets" und vergleichbaren Einrichtungen sowie in Wettvermittlungsstellen,
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zum Kunden erbracht werden, 
  • bei der Abholung von Speisen in gastronomischen Einrichtungen,
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens und
  • in viele andere Orte.

Besucherinnen und Besucher in medizinischen Einrichtungen (Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen), die Personen aus der vulnerablen Gruppe Zielgruppe besuchen möchten, müssen eine FFP2-Maske tragen (gültig ab 16. Dezember 2020).

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben im Umkreis von 150 m ihrer Schule eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen.


Verstöße gegen diese Verpflichtung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Straßen und Plätze mit Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung
Weitere Informationen zur Maskenpflicht

Wann ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend?

In Ausnahmefälle ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend:

  • bei Kindern bis zum Schuleintritt
  • bei Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und
  • bei Beschäftigten, die durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) geschützt werden.
  • Kräfte von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz in Einsatzsituationen
  • bei Personen, die sich in Parks- und Grünanlagen befinden
  • bei Personen in oder auf Kraftfahrzeugen (Fahrrad, Roller etc.)
  • bei Personen, die (an üblichen Orten) Joggen
  • Die Mund-Nase-Bedeckung kann vorübergehend abgelegt werden, wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen) zwingend erforderlich ist.  

 

Das Gesundheitsamt stellt keine Bescheinigungen für Personen aus, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Weitere Informationen zu den Ausnahmen aus medizinischen Gründen finden Sie hier:

FAQ´s der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Befreiung von der Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung

Das Attest für die Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung muss von einer Ärztin oder einem Arzt ausgestellt werden (keine Diplom-Psychologinnen/Diplom-Psychologen, keine Heilpraktikerinnen/Heilpraktiker). Auf diesem Attest muss eine Begründung beziehungsweise ein gesundheitlicher Grund stehen, warum die betroffene Person die Mund-Nase-Bedeckung nicht tragen kann. Die Formeln "aus medizinischen Gründen" oder "aus gesundheitlichen Gründen" reicht nicht aus, sondern es muss ein konkreter Grund beziehungsweise eine Diagnose dort stehen, zum Beispiel Atemnot, Asthma, etc. Eine bloße ICD-Verschlüsselung genügt nicht.

Bitte beachten Sie: Das Attest muss von der Ärztin oder dem Arzt unterschrieben sein, einen Stempel der Praxis haben, und natürlich sollte sie auf dem Briefpapier der Arztpraxis stehen beziehungsweise Name und Adresse der ausstellenden Ärztin oder des ausstellenden Arztes müssen dort enthalten und lesbar sein.

Der Ordnungsdienst schaut sich bei Kontrollen die Atteste genau an. Wer ein korrektes Attest vorweisen kann, ist von der Tragepflicht ausgenommen und wird von unseren Einsatzkräften nicht behelligt.

Welche Arten von Mund-Nasen-Bedeckungen kann ich nutzen?

Die Bedeckung muss groß genug sein, um Mund, Nase und Wange zu bedecken. Ausreichend ist also eine textile Barriere, die fast alle zu Hause haben. Als Mund-Nasen-Bedeckung dienen:

  • Tücher, Schals
  • selbstgenähte Masken (Community Masks)
  • gekaufte Einweg-Masken
  • gekaufte Stoffmasken (waschbar)

Verschiedene Anleitungen zum Nähen einer Mund-Nasen-Maske aus Stoff gibt es im Internet. Es muss also keine Maske käuflich erworben werden. Um die neue Regelung zu erfüllen, muss kein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (sogenannte OP-Masken) oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP) verwendet werden.

Medizinischen Mund-Nasen-Schutz brauchen Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte. Er sollte deshalb den Krankenhäusern, Arztpraxen, Gesundheitsämtern, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten vorbehalten bleiben.
Masken mit einem Ventil sind nicht für den Fremdschutz ausgelegt und sollten deshalb nicht genutzt werden.

Kann ich anstatt einer textilen Mund-Nasen-Bedeckung auch ein Visier tragen?

Visiere sind kein Ersatz für die in der CoronaSchutzverordnung geforderte Mund-Nase-Bedeckung.

Ein Visier ist eine für bestimmte Fälle notwendige Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung. Es wird zusammen mit einem qualifizierten Mund-Nasen-Schutz getragen. Ein Visier ohne Mund-Nasen-Schutz schützt seinen Träger in Bezug auf COVID-19 nur vor direkt anfliegenden Partikeln, nicht jedoch vor der gesamten Partikelwolke (z.B. Husten), weil es an drei Seiten offen ist. Das Visier bedeckt weder Mund noch Nase. Umgekehrt setzt der Träger des Visiers z.B. beim Husten eine Partikelwolke frei, die vom Visier nicht aufgefangen werden kann wie eine direkt am Gesicht anliegende Mund-Nasen-Bedeckung.

Was muss ich beim Tragen beachten?

  • Waschen Sie sich vor dem Anlegen einer Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Beim Anziehen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht berührt wird.
  • Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt.
  • Eine durchfeuchtete Mund-Nasen-Bedeckung sollte umgehend abgenommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Denn dann können sich zusätzliche Krankheitserreger ansiedeln.
  • Vermeiden Sie während des Tragens, die Mund-Nasen-Bedeckung anzufassen und zu verschieben.
  • Auf der Außenseite der gebrauchten Mund-Nasen-Bedeckung sind möglicherweise Krankheitserreger. Die Außenseite deshalb möglichst nicht berühren. Greifen Sie die seitlichen Laschen oder Schnüre und legen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung vorsichtig ab.
  • Nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung waschen Sie sich gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Wiederverwendbare Mund-Nasen-Bedeckungen sollten nach der Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Beachten Sie eventuelle Herstellerangaben, wie häufig die Mund-Nasen-Bedeckung genutzt werden kann.

Wie sollen Gehörlose mit der Maskenpflicht umgehen?

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle gleich, soweit dies nicht aus zum Beispiel medizinischen Gründen unmöglich ist.  Jedoch ist ein kurzzeitiges Abnehmen der Alltagsmaske um die Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen zu erleichtern erlaubt. 

Gilt die gesetzliche Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz?

Ja, für das Personal in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften, auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb von gastronomischen Einrichtungen, in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern, im öffentlichen Nahverkehr und in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Es ist auch zu beachten, welche Standards der Arbeitgeberin beziehungsweise der Arbeitgeber vorgibt.

Wenn alle Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und man damit vor allem sein Gegenüber schützt, dann darf man sich doch jetzt wieder mit Freunden in der Gruppe treffen?

Nein! Mit dieser Pflicht sollen insbesondere die ersten, schrittweisen Lockerungen schützend begleitet werden, da nun wieder mehr Menschen zum Beispiel in Geschäften oder in Bussen zusammenkommen und der notwendige Abstand eventuell nicht immer eingehalten werden kann. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hilft, die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen sinnvoll zu unterstützen, sie kann aber diese Maßnahmen nicht ersetzen.

Wo finde ich die gesetzlichen Vorschriften zur Mund-Nasen-Bedeckung?

Ist es im Einzelfall erlaubt, den Mund- und Nasenschutz kurzzeitig abzunehmen?

Ein vorübergehendes Absetzen der Mund- und Nasenbedeckung ist zur besseren Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen gestattet. Dazu zählen auch das Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung, auf behördliche oder richterliche Anordnung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Vortragstätigkeit, Redebeiträge mit Mindestabstand zu anderen Personen bei zulässigen Veranstaltungen).

Ein kurzzeitiges Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes, um einen Schluck zu trinken, einen Bissen zu essen oder beispielsweise Medikamente zu sich zu nehmen, ist ebenfalls erlaubt. Dafür sollte dann unbedingt der Mindestabstand von 1,5  Metern beachtet werden. Weiter empfehlen wir, dies außerhalb von Bereichen zu tun in denen das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung nicht verpflichtend ist.

Im öffentlichen Raum, in dem eine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung verpflichtend ist, ist Rauchen nicht erlaubt.

 

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