In Köln gilt an bestimmten Orten die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaskemedizinischen Maske oder Atemschutzmaske.
Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken der Norm EN 14683 (muss auf der Verkaufsverpackung angegeben sein). Atemschutzmasken sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und höher ohne Ausatmenventil.

Die Verpflichtung zum Tragen einer Maske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands.

Grundsätzlich gilt: Das Tragen von "Alltagsmasken" ist im Freien erlaubt. In geschlossenen Räumen müssen medizinische Masken oder Atemschutzmasken getragen werden. Näheres entnehmen Sie bitte der "Coronaschutzverordnung, regionale Anpassung vom 14. Juni 2021 unter "gesetzliche Vorschriften".

Es gelten folgende Ausnahme für Kinder und Jugendliche:

  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die keine Atemmaske tragen können, müssen ersatzweise einen medizinische Maske tragen.
  • Kinder unter 14 Jahren, die aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, müssen ersatzweise eine Alltagsmaske tragen.
  • Kinder bis einschließlich 5 Jahren brauchen keine Maske.

Was ist was (Mund-Nasen-Bedeckung)?

Was ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz?

  • OP-Masken der Norm EN 14683

Was ist eine Atemschutzmaske?

  • Masken des Standards FFP2 und höherer Standard jeweils ohne Ausatemventil
  • Vergleichbare Masken des Typs KN95/N95 

Was ist eine Alltagsmaske?

Eine Alltagsmaske ist ein textiles Bekleidungsstück, das mindestens Nase und Mund bedeckt und geeignet ist, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speicher-, Schleim- und Tröpfchenauswurfs deutlich zu reduzieren. Beispielsweise 

  • Tücher, Schals
  • selbstgenähte Masken (Community Masks)
  • gekaufte Einweg-Masken
  • gekaufte Stoffmasken (waschbar)

Sogenannte Kinnvisiere, Gesichtsschutzschilde (-visiere) und weitmaschige Textilien erfüllen diese Anforderung nicht.

Wann muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Es gilt eine Pflicht zum Tragen einer Maske im öffentlichen Raum, überall dort, wo sich viele Menschen begegnen und der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Wo mindestens eine Alltagsmaske getragen werden muss, darf auch eine medizinische Maske  oder Atemmaske getragen werden. 

Mindestens eine Alltagsmaske muss getragen werden:

  • in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern,
  • bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen Teilnehmenden im Freien außer am festen Sitz- oder Stehplatz
  • Schüler*innen, Lehrer*innen und sonstige Beschäftigte im Umkreis von 150 Meter um ihre Schule; ebenso Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen oder von ihr abholen

Mindestens eine medizinische Maske muss getragen werden:

  •  in Handelseinrichtungen (geschlossene Räumlichkeiten wie Supermärkte, Tankstelle, Geschäfte von Handwerksleistenden etc.)
  • bei Gottesdiensten und Versammlungen von Religionsgemeinschaften in geschlossenen Räumen
  • in Praxen von Ärzt*innen und vergleichbaren Einrichtungen mit dem Schwerpunkt medizinischer Dienstleistungen
  • in geschlossenen Räumlichkeiten von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Theatern, Konzerthäusern, Kinos und ähnlichen Einrichtungen sowie von Zoologischen Gärten und Tierparks
  • bei ehrenamtlichen oder kommunalen Fahrdiensten zum Beispiel zum Impfzentrum
  • bei der Inanspruchnahme und Erbringung von Frisierdienstleistungen
  • bei zulässigen Präsenz-Bildungsangeboten und Prüfungen (Bei ausreichender Belüftung oder Luftfilterung darf die Maske abgelegt werden)
  • im öffentlichen Personennahverkehr und Fernverkehr sowie in Taxen einschließlich der Warteschlangen und der Anstellbereiche; auch an Bahnhöfen und Haltestellen, soweit der Aufenthalt dort nicht im Freien stattfindet
  • bei der Abholung von Speisen in gastronomischen Einrichtungen
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkenden und Dienstleistenden sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 Metern zu Kundschaft erbracht werden
  • beim praktischen Unterricht in Fahrschulen, Bootsschulen und Flugschulen sowie bei der jeweiligen praktischen Prüfungsabnahme von den Schüler*innen, Lehrer*innen, Lehranwärter*innen und Prüfungspersonen; nur diese Personen dürfen sich im Fahrzeug, Boot oder Flugzeug aufhalten.
  • bei anderen nach der Coronaschutzverordnung im öffentlichen Raum zulässigen Zusammenkünften, Versammlungen und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, soweit in dieser Verordnung keine ausdrücklichen Ausnahmen vorgesehen sind.
  • Ausnahme für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen: Die Maske darf in gut durchlüfteten Räumen oder Räumen mit einer der Raumgröße angepassten viruzid wirkenden Luftfilteranlage an festen Sitz- oder Stehplätzen abgenommen werden bei Bildungs-, Kultur- und Sportveranstaltungen mit Negativtestnachweis, in Bibliotheken auch ohne Negativtestnachweis. Dies gilt ebenso für sonstige zulässige Veranstaltungen und Versammlungen nach § 18 Coronaschutzverordnung unter Beachtung der jeweiligen Maßgaben zum Negativtestnachweis. Weitere Voraussetzung ist, dass jeweils die Regelungen zum Mindestabstand eingehalten werden oder bei zulässigen Ausnahmen vom Mindestabstand die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske besteht in folgenden Fällen:

  • in Krankenhäusern, wenn das Besuchskonzept des Krankenhauses dies vorsieht
  • Tragepflicht der Erbringer*innen der Leistung oder Ausbildung bei Friseurdienstleistungen und anderen Handwerksleistungen, Dienstleistungen oder Ausbildungen ohne Einhaltung des Mindestabstands, wenn die Kundin oder der Kunde oder Auszubildende zulässigerweise keine Maske trägt;
  • bei Ausbildungstätigkeiten, die eine Unterschreitung des Mindestabstands erfordern, wie zum Beispiel bei der Gesundheitsbildung und beim Schwimmunterricht und bei Prüfungen in körpernah arbeitenden Dienstleistungsberufen;

Personen, die eine Verpflichtung zum Tragen einer Maske nicht beachten, sind von der Nutzung der betroffenen Angebote, Einrichtungen und Dienstleistungen durch die für das Angebot, die Einrichtung oder Dienstleistung verantwortlichen Personen auszuschließen.

Verstöße gegen diese Verpflichtung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Aktuelle Regeln zur Maskenpflicht in Köln ab 29. Juni 2021

Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Corona-Schutzregeln angepasst und die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in weiten Teilen aufgehoben. Das gilt auch für Schulhöfe beziehungsweise das Außenschulgelände. Die neuen Regelungen sind seit Dienstag, 29. Juni 2021, auch in Köln in Kraft.  

Seit 29. Juni gilt in Köln die Grundregel: Draußen muss in der Regel keine Maske getragen werden, es sei denn, man kann die Abstände nicht einhalten.  

Ebenso gilt seit dem 29. Juni 2021 die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in Köln nur noch da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:

  • in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern
  • bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmer*innen außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes
  • dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen

In den Fällen, in denen weiterhin Masken getragen werden müssen, ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend.  

Darüber hinaus ergeben sich für die Inzidenzstufe 1 aufgrund der weiter positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens die folgenden Erleichterungen:

  • Bei Angeboten wie Fahrschulen etc. ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Es ist keine FFP2-Maske mehr erforderlich
  • Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, sofern negative Testnachweise vorliegen. Somit sind auch Gruppenangebote (beispielsweise Aerobic-Kurse) wieder mit mehr Personen und geringerem Abständen zulässig.
  • Freizeitangebote im Freien (insbesondere Zoos) können wieder ohne Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung wahrgenommen werden.
  • Sitzungen, Tagungen und Kongresse können mit mehr als 1.000 Teilnehmern im Freien stattfinden. In Innenräumen sind Veranstaltungen dieser Größenordnung ab dem 1. September 2021 mit Hygienekonzept erlaubt

Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen, wobei aber die Maske bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden darf, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden.

Darüber hinaus ist auch für Schulen die Verpflichtung zum Tragen einer Maske im Freien aufgehoben. Damit entfällt insbesondere für Schüler*innen in den Pausen auf dem Schulhof die Maskenpflicht.

Im Schulgebäude und im Klassenzimmer gilt die Maskenpflicht unverändert fort. Diese Regelung gilt vorerst bis zu den Sommerferien.

Alle Regelungen der aktuellen Coronaschutzverordnung und Coronabetreuungsverordnung finden Sie in den Links unter "Wo finde ich die gesetzlichen Vorschriften zur Mund-Nase-Bedeckung?":

Wann ist das Tragen einer Maske NICHT verpflichtend?

In Ausnahmefälle ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend:

  • bei Kindern bis einschließlich 5 Jahren
  • Kräfte von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz in Einsatzsituationen
  • bei Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und
  • bei Beschäftigten, die durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o. ä.) geschützt werden.
  • Beteiligte an schulischen Prüfungen, wenn der Mindestabstand zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird
  • bei Personen, die sich in Parks- und Grünanlagen befinden
  • bei Personen in oder auf Kraftfahrzeugen (Fahrrad, Roller etc.)
  • bei Personen, die (an üblichen Orten) Joggen (Die Maske kann auch für andere Sportausübungen vorübergehend abgelegt werden, soweit dies für die Sportausübung erforderlich ist.)
  • Die Mund-Nase-Bedeckung kann vorübergehend abgelegt werden, wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen) zwingend erforderlich ist.  

Das Gesundheitsamt stellt keine Bescheinigungen für Personen aus, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

FAQ´s der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Befreiung von der Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung

Das Attest für die Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung muss von Ärzt*innen ausgestellt werden (keine Diplom-Psycholog*innen, keine Heilpraktiker*innen). Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Bitte beachten Sie: Das Attest muss von der*dem Ärzt*in unterschrieben sein, einen Stempel der Praxis haben, und auf dem Briefpapier der Praxis stehen beziehungsweise Name und Adresse der*des ausstellenden Ärzt*in dort enthalten und lesbar sein.

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln und die Einsatzkräfte der Polizei schaut sich bei Kontrollen die Atteste genau an. Wer ein korrektes Attest vorweisen kann, ist von der Tragepflicht ausgenommen und begeht somit keine Ordnungswidrigkeit.

Kann ich anstatt einer Alltagsmaske auch ein Visier tragen?

Visiere sind kein Ersatz für die in der Coronaschutzverordnung geforderte Mund-Nase-Bedeckung.

Ein Visier ist eine für bestimmte Fälle notwendige Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung. Es wird zusammen mit einem qualifizierten Mund-Nasen-Schutz getragen. Ein Visier ohne Mund-Nasen-Schutz schützt seine Tragenden in Bezug auf COVID-19 nur vor direkt anfliegenden Partikeln, nicht jedoch vor der gesamten Partikelwolke (zum Beispiel Husten), weil es an drei Seiten offen ist. Das Visier bedeckt weder Mund noch Nase. Umgekehrt setzt die Tragenden des Visiers zum Beispiel beim Husten eine Partikelwolke frei, die vom Visier nicht aufgefangen werden kann wie eine direkt am Gesicht anliegende Mund-Nasen-Bedeckung.

Wie sollen Gehörlose mit der Maskenpflicht umgehen?

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle gleich, soweit dies nicht aus zum Beispiel medizinischen Gründen unmöglich ist. Jedoch ist ein kurzzeitiges Abnehmen der Maske um die Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen zu erleichtern erlaubt.

Gilt die gesetzliche Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz?

Ja. Aufgrund der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 20. Januar 2021 gilt auch am Arbeitsplatz die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske dort, wo kein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Die Arbeitgebenden haben in diesem Fall die medizinischen Masken zur Verfügung zu stellen.

Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske kann für Inhabende sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden.

Es ist auch zu beachten, welche Standards der Arbeitgebende vorgibt.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 21. Januar 2021

Wo finde ich die gesetzlichen Vorschriften zur Mund-Nasen-Bedeckung?

Ist es im Einzelfall erlaubt, den Mund- und Nasenschutz kurzzeitig abzunehmen?

Ein vorübergehendes Absetzen der Mund- und Nasenbedeckung ist zur besseren Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen gestattet. Dazu zählen auch das Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung, auf behördliche oder richterliche Anordnung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Vortragstätigkeit, Redebeiträge mit Mindestabstand zu anderen Personen bei zulässigen Veranstaltungen).

Ein kurzzeitiges Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes, um einen Schluck zu trinken, einen Bissen zu essen oder beispielsweise Medikamente zu sich zu nehmen, ist ebenfalls erlaubt. Dafür sollte dann unbedingt der Mindestabstand von 1,5  Metern beachtet werden. Weiter empfehlen wir, dies außerhalb von Bereichen zu tun in denen das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung nicht verpflichtend ist.

Es ist in den von der Stadt Köln definierten Bereichen für eine Maskenpflicht, insbesondere in den Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen nicht gestattet, die Maske zum Rauchen, Essen oder Trinken abzunehmen.

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