In Köln gilt an bestimmten Orten die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Ersatzweise kann auch eine Atemschutzmaske getragen werden.
Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken der Norm EN 14683 (muss auf der Verkaufsverpackung angegeben sein). Atemschutzmasken sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und höher ohne Ausatmenventil.

Die Verpflichtung zum Tragen einer Maske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands.

Es gelten folgende Ausnahmen für Kinder:

  • Kinder unter 14 Jahren, die aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, müssen ersatzweise eine Alltagsmaske tragen.
  • Kinder bis zum Schuleintritt brauchen keine Maske.

Was ist was (Mund-Nasen-Bedeckung)?

Was ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz?

  • OP-Masken der Norm EN 14683

Was ist eine Atemschutzmaske?

  • Masken des Standards FFP2 und höherer Standard jeweils ohne Ausatemventil
  • Vergleichbare Masken des Typs KN95/N95 

Was ist eine Alltagsmaske?

Eine Alltagsmaske ist ein textiles Bekleidungsstück, das mindestens Nase und Mund bedeckt und geeignet ist, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speicher-, Schleim- und Tröpfchenauswurfs deutlich zu reduzieren. Beispielsweise 

  • Tücher, Schals
  • selbstgenähte Masken (Community Masks)
  • gekaufte Einweg-Masken
  • gekaufte Stoffmasken (waschbar)

Sogenannte Kinnvisiere, Gesichtsschutzschilde (-visiere) und weitmaschige Textilien erfüllen diese Anforderung nicht.

Wann muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Grundsätzlich gilt die Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Raum, überall dort, wo der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann und keine anderen Schutzmaßnahmen greifen, auch wenn die Coronaschutzverordnung dies nicht ausdrücklich verpflichtend vorschreibt. Auch im Außenbereich ist bei nahen Begegnungen eine Tröpfcheninfektion mit der Delta-Variante möglich. 

Wo mindestens eine Alltagsmaske getragen werden muss, darf auch eine medizinische Maske  oder Atemmaske getragen werden. 

Mindestens eine medizinische Maske muss getragen werden:

  • in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs oder Personenfernverkehrs einschließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung sowie innerhalb anderer geschlossener Fahrzeuge (Bahnen, Schiffe, Flugzeuge und so weiter),
  • in Innenräumen, in denen mehrere Personen zusammentreffen, soweit diese Innenräume – mit oder ohne Eingangskontrolle – auch Kund*innen beziehungsweise Besucher*innen zugänglich sind.

Im Freien wird das Tragen einer Maske empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,50 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern.

Die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske besteht in folgenden Fällen:

  • in Krankenhäusern, wenn das Besuchskonzept des Krankenhauses dies vorsieht.

Personen, die eine Verpflichtung zum Tragen einer Maske nicht beachten, sind von der Nutzung der betroffenen Angebote, Einrichtungen und Dienstleistungen durch die für das Angebot, die Einrichtung oder Dienstleistung verantwortlichen Personen auszuschließen.

Verstöße gegen diese Verpflichtung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Wann ist das Tragen einer Maske NICHT verpflichtend?

In Ausnahmefälle ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend:

  • bei Kindern bis einschließlich 5 Jahren
  • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen,
  • in ambulanten und stationären Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen und stationären Einrichtungen der Sozialhilfe, soweit kein direkter Kontakt mit nicht vollständig geimpften oder genesenen Bewohner*innen besteht, sowie in Wohnangeboten der Kinder- und Jugendhilfe,
  • in Haft- und Arresträumen von Justizvollzugseinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen,
  • bei der Berufsausübung in Innenräumen, Fahrzeugen und ähnlichem, wenn
    • a) der Mindestabstand von 1,5 Metern sicher eingehalten wird oder
    • b) ausschließlich immunisierte Beschäftigte zusammentreffen oder
    • c) an festen Arbeitsplätzen oder in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getestete Beschäftigte zusammentreffen, sofern nicht aus Gründen des Arbeitsschutzes (zum Beispiel wegen Tätigkeiten mit hohem Aerosolausstoß) das Tragen von Masken geboten ist,
  • in gastronomischen Einrichtungen an festen Sitz- oder Stehplätzen,
  • in Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie bei Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz, wenn im jeweiligen Hygienekonzept keine abweichenden Regelungen getroffen sind und der Zutritt nur immunisierten oder negativ getesteten Personen erlaubt ist, der Test muss ein maximal 48 Stunden zurückliegender PCR-Test oder ein maximal 6 Stunden zurückliegender Schnelltest sein,
  • in Bildungseinrichtungen und Kultureinrichtungen sowie bei Veranstaltungen und Versammlungen, Tagungen, Messen und Kongressen an festen Sitz- oder Stehplätzen, wenn entweder die Plätze einen Mindestabstand von 1,5 Metern haben oder alle Personen immunisiert oder getestet sind
  • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie des Abschiebungshaft-, Maßregel- und Justizvollzugs,
  • wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung erforderlich ist
  • zur notwendigen Einnahme von Speisen und Getränken,
  • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen,
  • beim Tanzen, während der Sportausübung, soweit dies für die Sportausübung erforderlich ist, sowie bei anderen Tätigkeiten, die nur ohne das Tragen einer Maske ausgeübt werden können (Spielen von Blasinstrumenten und ähnliches),
  •  bei immunisierten oder getesteten Personen beim gemeinsamen Singen, wobei für getestete Personen ein maximal 48 Stunden zurückliegender PCR-Test oder ein maximal sechs Stunden alter Schnelltest erforderlich ist,
  • von Inhaber*innen sowie Beschäftigten von Einrichtungen, die für Kund*innen oder Besucher*innenverkehre geöffnet sind, wenn das Tragen der Maske durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches) ersetzt wird,
  • bei Gruppenangeboten in geschlossenen Räumen für bis zu 20 Teilnehmende in der Kinder- und Jugendarbeit sowie bei Eltern-Kind-Angeboten,
  • bei touristischen Busreisen sowie Kinder- und Jugend- sowie Familienerholungsfahrten von öffentlichen und freien Träger*innen der Kinder- und Jugendhilfe an festen Sitzplätzen, wenn alle Teilnehmenden immunisiert oder getestet sind,
  • auf behördliche oder richterliche Anordnung, von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können; das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Das Gesundheitsamt stellt keine Bescheinigungen für Personen aus, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

FAQ´s der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Befreiung von der Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung

Das Attest für die Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung muss von Ärzt*innen ausgestellt werden (keine Diplom-Psycholog*innen, keine Heilpraktiker*innen). Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Bitte beachten Sie: Das Attest muss von der*dem Ärzt*in unterschrieben sein, einen Stempel der Praxis haben, und auf dem Briefpapier der Praxis stehen beziehungsweise Name und Adresse der*des ausstellenden Ärzt*in dort enthalten und lesbar sein.

Der Ordnungsdienst der Stadt Köln und die Einsatzkräfte der Polizei schauen sich bei Kontrollen die Atteste genau an. Wer ein korrektes Attest vorweisen kann, ist von der Tragepflicht ausgenommen und begeht somit keine Ordnungswidrigkeit.

Kann ich anstatt einer Alltagsmaske auch ein Visier tragen?

Visiere sind kein Ersatz für die in der Coronaschutzverordnung geforderte Mund-Nase-Bedeckung.

Ein Visier ist eine für bestimmte Fälle notwendige Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung. Es wird zusammen mit einem qualifizierten Mund-Nasen-Schutz getragen. Ein Visier ohne Mund-Nasen-Schutz schützt seine Tragenden in Bezug auf COVID-19 nur vor direkt anfliegenden Partikeln, nicht jedoch vor der gesamten Partikelwolke (zum Beispiel Husten), weil es an drei Seiten offen ist. Das Visier bedeckt weder Mund noch Nase. Umgekehrt setzt die Tragenden des Visiers zum Beispiel beim Husten eine Partikelwolke frei, die vom Visier nicht aufgefangen werden kann wie eine direkt am Gesicht anliegende Mund-Nasen-Bedeckung.

Wie sollen Gehörlose mit der Maskenpflicht umgehen?

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle gleich, soweit dies nicht aus zum Beispiel medizinischen Gründen unmöglich ist. Jedoch ist ein kurzzeitiges Abnehmen der Maske um die Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen zu erleichtern erlaubt.

Gilt die gesetzliche Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz?

Sie gilt gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 25. Juni 2021 dann, wenn die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes ergibt, dass ein Schutz der Beschäftigten durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen nicht ausreichend ist und das Tragen medizinischer Gesichtsmasken oder von Atemschutzmasken durch die Beschäftigten erforderlich ist. Die Arbeitgebenden haben in diesem Fall die Masken zur Verfügung zu stellen. Die Beschäftigten haben die vom Arbeitgebenden zur Verfügung gestellten Masken oder mindestens gleichwertige Masken zu tragen.

Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske kann für Inhabende sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden.

Die Maske kann in Innenräumen, Fahrzeugen o.ä. ausnahmsweise abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter sicher eingehalten werden kann oder ausschließlich vollständig geimpfte oder genesene Beschäftigte zusammentreffen oder an festen Arbeitsplätzen oder in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getestete Beschäftigte zusammentreffen, sofern nicht aus Gründen des Arbeitsschutzes (zum Beispiel wegen Tätigkeiten mit hohem Aerosolausstoß) das Tragen von Masken geboten ist.

Es ist auch zu beachten, welche Standards der Arbeitgebende vorgibt.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in der ab 16. Juli gültigen Fassung

Wo finde ich die gesetzlichen Vorschriften zur Mund-Nasen-Bedeckung?

Ist es im Einzelfall erlaubt, den Mund- und Nasenschutz kurzzeitig abzunehmen?

Ein vorübergehendes Absetzen der Mund- und Nasenbedeckung ist zur besseren Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen gestattet. Dazu zählen auch das Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung, auf behördliche oder richterliche Anordnung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Vortragstätigkeit, Redebeiträge mit Mindestabstand zu anderen Personen bei zulässigen Veranstaltungen).

Ein kurzzeitiges Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes, um einen Schluck zu trinken, einen Bissen zu essen oder beispielsweise Medikamente zu sich zu nehmen, ist ebenfalls erlaubt. Dafür sollte dann unbedingt der Mindestabstand von 1,5  Metern beachtet werden. Weiter empfehlen wir, dies außerhalb von Bereichen zu tun in denen das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung nicht verpflichtend ist.

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