In Köln gilt an bestimmten Orten die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske. Ersatzweise kann auch eine Atemschutzmaske getragen werden.
Medizinische Masken im Sinne der Coronaschutzverordnung sind sogenannte OP-Masken der Norm EN 14683 (muss auf der Verkaufsverpackung angegeben sein). Atemschutzmasken sind Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 und höher ohne Ausatmenventil.

Die Verpflichtung zum Tragen einer Maske besteht unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstands.

Es gelten folgende Ausnahmen für Kinder:

  • Kinder unter 14 Jahren, die aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, müssen ersatzweise eine Alltagsmaske tragen.
  • Kinder bis zum Schuleintritt brauchen keine Maske.

Maskenpflicht in Einkaufsstraßen und Wochenmärkten

Ab 26. November 2021 gilt eine Maskenpflicht in den Einkaufsstraßen Schildergasse, Hohe Straße und Wallrafplatz. Medizinische Masken sind erforderlich.

Seit dem 10. Dezember 2021 gilt eine Erweiterung der Maskenpflicht-Gebiete. Sie betrifft nun sämtliche Fußgängerzonen und viel weitere Straßen und Plätze.

Diese können Sie der folgenden Allgemeinverfügung entnehmen.

Allgemeinverfügung zur Anordnung einer Maskenpflicht auf dem Gebiet der Stadt Köln vom 23. Dezember 2021
PDF, 117 kb

Auf der folgenden Karte haben wir die wichtigsten Gebiete für Sie markiert. Zusätzlich gilt die Maskenpflicht in allen Fußgängerzonen und auf allen Wochenmärkten im Stadtgebiet.

Was ist was (Mund-Nasen-Bedeckung)?

Was ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz?

  • OP-Masken der Norm EN 14683

Was ist eine Atemschutzmaske?

  • Masken des Standards FFP2 und höherer Standard jeweils ohne Ausatemventil
  • Vergleichbare Masken des Typs KN95/N95 

Was ist eine Alltagsmaske?

Eine Alltagsmaske ist ein textiles Bekleidungsstück, das mindestens Nase und Mund bedeckt und geeignet ist, die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Speicher-, Schleim- und Tröpfchenauswurfs deutlich zu reduzieren. Beispielsweise 

  • Tücher, Schals
  • selbstgenähte Masken (Community Masks)
  • gekaufte Einweg-Masken
  • gekaufte Stoffmasken (waschbar)

Sogenannte Kinnvisiere, Gesichtsschutzschilde (-visiere) und weitmaschige Textilien erfüllen diese Anforderung nicht.

Wann muss ich eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

Grundsätzlich gilt die Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Raum, überall dort, wo der Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann und keine anderen Schutzmaßnahmen greifen, auch wenn die Coronaschutzverordnung dies nicht ausdrücklich verpflichtend vorschreibt. Auch im Außenbereich ist bei nahen Begegnungen eine Tröpfcheninfektion mit der Delta- und Omikron-Variante möglich. Bei Einkäufen in Geschäften und der Nutzung des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs sowie des Personenfernverkehrs wird die Verwendung von Atemschutzmasken (FFP-2 Maske oder ein vergleichbarer Standard) dringend empfohlen.

Wo mindestens eine Alltagsmaske getragen werden muss, darf auch eine medizinische Maske  oder Atemmaske getragen werden. 

Mindestens eine medizinische Maske muss getragen werden:

  • in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs oder Personenfernverkehrs einschließlich der entgeltlichen oder geschäftsmäßigen Beförderung von Personen mit Kraftfahrzeugen samt Taxen und Schülerbeförderung sowie innerhalb anderer geschlossener Fahrzeuge (Bahnen, Schiffe, Flugzeuge und so weiter),
  • in Innenräumen, in denen mehrere Personen zusammentreffen, soweit diese Innenräume – mit oder ohne Eingangskontrolle – auch Kund*innen beziehungsweise Besucher*innen zugänglich sind, 
  • im Freien in Warteschlangen, Anstellbereichen und unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen oder ähnlichen Dienstleistungsschaltern,
  • in den Kölner Fußgängerzonen, den Gehwegen diverser Einkaufsstraßen sowie den Gehwegen der Kölner Ringe von 10 bis 22 Uhr, auf den Kölner Wochenmärkten
  • im Freien bei Veranstaltungen und Versammlungen nach Artikel 8 Grundgesetz gemäß folgenden Maßgaben:
    Haben alle Personen ohne Test- oder Immunisierungsnachweis zulässigerweise Zugang zu der Veranstaltung oder der Versammlung, ist mindestens eine medizinische Maske zu tragen. Gilt die "3G"-Regel für die Veranstaltung oder Versammlung, ist nur bei Unterschreitung des Mindestabstands von 1,50 Meter mindestens eine medizinische Maske zu tragen. Gilt "2G" oder "2G plus", besteht keine Pflicht zum Tragen einer Maske. Das Tragen einer Maske wird bei Unterschreitung des Mindestabstands von 1,50 Meter empfohlen.

Die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske besteht in folgenden Fällen:

  • in Krankenhäusern, wenn das Besuchskonzept des Krankenhauses dies vorsieht,
  • während des gesamten Bildungsangebots und der Prüfung für nicht immunisierte Fahrschüler*innen, die gemäß § 4 Absatz 2a CoronaSchVO ihre vor dem 24. November 2021 begonnene praktische Fahrausbildung fortsetzen dürfen,
  • bei Friseurdienstleistungen sowohl für die dienstleistende Person als auch die Kund*innen, wenn für diese Dienstleistung die "3G-Zutrittsregel" gilt. Gilt bei dem*der Friseur*in "2G", ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend.

Personen, die eine Verpflichtung zum Tragen einer Maske nicht beachten, sind von der Nutzung der betroffenen Angebote, Einrichtungen und Dienstleistungen durch die für das Angebot, die Einrichtung oder Dienstleistung verantwortlichen Personen auszuschließen.

Verstöße gegen diese Verpflichtung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Allgemeinverfügung zur Anordnung einer Maskenpflicht auf dem Gebiet der Stadt Köln vom 23. Dezember 2021

Wann ist das Tragen einer Maske NICHT verpflichtend?

In Ausnahmefällen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht verpflichtend:

  • bei Kindern bis zum Schuleintritt
  • in Privaträumen bei ausschließlich privaten Zusammentreffen,
  • in ambulanten und stationären Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen und stationären Einrichtungen der Sozialhilfe, soweit kein direkter Kontakt mit nicht vollständig geimpften oder genesenen Bewohner*innen besteht, sowie in Wohnangeboten der Kinder- und Jugendhilfe,
  • in Haft- und Arresträumen von Justizvollzugseinrichtungen und vergleichbaren Einrichtungen,
  • von immunisierten Beschäftigten bei der Berufsausübung in Innenräumen, Fahrzeugen und ähnlichem, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern sicher eingehalten wird,
  • in gastronomischen Einrichtungen an festen Sitz- oder Stehplätzen,
  • bei privater Feiern mit Tanz sowie bei Karnevalsveranstaltungen und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen, wenn im jeweiligen Hygienekonzept keine abweichenden Regelungen getroffen sind,
  • von immunisierten Personen bei der Teilnahme an schriftlichen oder mündlichen Prüfungen, wenn die Plätze einen Mindestabstand von 1,50 Metern aufweisen oder im Schachbrettmuster angeordnet sind,
  • in Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sowie des Abschiebungshaft-, Maßregel- und Justizvollzugs,
  • wenn das zur Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung erforderlich ist
  • zur notwendigen Einnahme von Speisen und Getränken,
  • in sonstigen Fällen, wenn das Ablegen einer Maske unter Wahrung des Mindestabstands von 1,50 Metern nur wenige Sekunden dauert,
  • bei der Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen,
  • beim Tanzen, während der Sportausübung, soweit dies für die Sportausübung erforderlich ist, bei Vortragstätigkeiten unter Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 Metern zu anderen Personen sowie bei anderen Tätigkeiten, die nur ohne das Tragen einer Maske ausgeübt werden können (Spielen von Blasinstrumenten und ähnliches),
  • beim gemeinsamen Singen von immunisierten Mitgliedern von Chören oder von immunisierten Sänger*innen und Schauspieler*innen bei Auftritten im Rahmen kultureller Angebote einschließlich der erforderlichen Proben, wenn die jeweiligen künstlerischen Tätigkeiten nur ohne das Tragen einer Maske möglich sind,
  • von Inhaber*innen sowie Beschäftigten von Einrichtungen, die für Kund*innen oder Besucher*innenverkehre geöffnet sind, wenn das Tragen der Maske durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas oder ähnliches) ersetzt wird,
  • auf behördliche oder richterliche Anordnung,
  • von Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können; das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Das Gesundheitsamt stellt keine Bescheinigungen für Personen aus, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

FAQ´s der Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Befreiung von der Tragepflicht einer Mund-Nase-Bedeckung

Das Attest für die Befreiung von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung muss von Ärzt*innen ausgestellt werden (keine Diplom-Psycholog*innen, keine Heilpraktiker*innen). Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Bitte beachten Sie: Unser Ordnungsdienst und die Einsatzkräfte der Polizei schauen sich bei Kontrollen die Atteste genau an. Wer ein korrektes Attest vorweisen kann, ist von der Tragepflicht ausgenommen und begeht somit keine Ordnungswidrigkeit.

Kann ich anstatt einer Alltagsmaske auch ein Visier tragen?

Visiere sind kein Ersatz für die in der Coronaschutzverordnung geforderte Mund-Nase-Bedeckung.

Ein Visier ist eine für bestimmte Fälle notwendige Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung. Es wird zusammen mit einem qualifizierten Mund-Nasen-Schutz getragen. Ein Visier ohne Mund-Nasen-Schutz schützt seine Tragenden in Bezug auf COVID-19 nur vor direkt anfliegenden Partikeln, nicht jedoch vor der gesamten Partikelwolke (zum Beispiel Husten), weil es an drei Seiten offen ist. Das Visier bedeckt weder Mund noch Nase. Umgekehrt setzt die Tragenden des Visiers zum Beispiel beim Husten eine Partikelwolke frei, die vom Visier nicht aufgefangen werden kann wie eine direkt am Gesicht anliegende Mund-Nasen-Bedeckung.

Wie sollen Gehörlose mit der Maskenpflicht umgehen?

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle gleich, soweit dies nicht aus zum Beispiel medizinischen Gründen unmöglich ist. Jedoch ist ein kurzzeitiges Abnehmen der Maske um die Kommunikation mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Menschen zu erleichtern erlaubt.

Gilt die gesetzliche Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz?

Sie gilt gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 25. Juni 2021 dann, wenn die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes ergibt, dass ein Schutz der Beschäftigten durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen nicht ausreichend ist und das Tragen medizinischer Gesichtsmasken oder von Atemschutzmasken durch die Beschäftigten erforderlich ist. Die Arbeitgebenden haben in diesem Fall die Masken zur Verfügung zu stellen. Die Beschäftigten haben die vom Arbeitgebenden zur Verfügung gestellten Masken oder mindestens gleichwertige Masken zu tragen.

Die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske kann für Inhabende sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden.

Die Maske kann in Innenräumen, Fahrzeugen o.ä. ausnahmsweise abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter sicher eingehalten werden kann oder ausschließlich vollständig geimpfte oder genesene Beschäftigte zusammentreffen oder an festen Arbeitsplätzen oder in festen Teams ausschließlich immunisierte oder getestete Beschäftigte zusammentreffen, sofern nicht aus Gründen des Arbeitsschutzes (zum Beispiel wegen Tätigkeiten mit hohem Aerosolausstoß) das Tragen von Masken geboten ist.

Es ist auch zu beachten, welche Standards der Arbeitgebende vorgibt.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in der ab 16. Juli gültigen Fassung

Wo finde ich die gesetzlichen Vorschriften zur Mund-Nasen-Bedeckung?

Ist es im Einzelfall erlaubt, den Mund- und Nasenschutz kurzzeitig abzunehmen?

Ein vorübergehendes Absetzen der Mund- und Nasenbedeckung ist zur besseren Kommunikation mit gehörlosen oder schwerhörigen Menschen gestattet. Dazu zählen auch das Ermöglichung einer Dienstleistung oder ärztlichen Behandlung, auf behördliche oder richterliche Anordnung oder aus anderen Gründen (zum Beispiel Vortragstätigkeit, Redebeiträge mit Mindestabstand zu anderen Personen bei zulässigen Veranstaltungen).

Ein kurzzeitiges Absetzen des Mund-Nasen-Schutzes, um einen Schluck zu trinken, einen Bissen zu essen oder beispielsweise Medikamente zu sich zu nehmen, ist ebenfalls erlaubt. Dafür sollte dann unbedingt der Mindestabstand von 1,5  Metern beachtet werden. Weiter empfehlen wir, dies außerhalb von Bereichen zu tun in denen das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung nicht verpflichtend ist.

Weitere Informationen