27. Oktober 2015

Uhrzeit:

19 Uhr

Infos:

Preis:
4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro

Vortrag 1: Toleranz an der Schmerzgrenze. Der neue Antisemitismus in Deutschland

Deutschland heute: Neben israelfeindlichen Parolen auf bundesweiten Demonstrationen wurden rassistisch-­antisemitische Sprüche wie "Juden ins Gas" oder "Heil Hitler"-­Rufe von jungen Menschen gegrölt. Schändungen von Friedhöfen und Synagogen wurden genauso dokumentiert wie tätliche Übergriffe auf Jüdinnen und Juden. Nimmt der Antisemitismus in Deutschland wieder zu?

Prof. Dr. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler, Publizist und Autor sowie Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, analysiert den aktuellen Antisemitismus in Deutschland und fragt, ob das Grundrecht der Meinungsfreiheit auch dann noch gilt, wenn Antisemitismus oder Islamophobie die Gesellschaft bedrohen und spalten?

Vortrag 2: Die "Kölner Klagemauer" und ihre staatsfeindliche Bewertung

Seit Jahren betreibt Walter Herrmann mit seiner "Klagemauer" im Schatten des Kölner Doms – unbehelligt und bis heute ungestraft – anti­israelische, antisemitische und den Holocaust relativierende Agitation. Tausende Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen werden täglich damit konfrontiert. Ordnungsbehörden, Polizei und Staatsanwaltschaft sahen bisher keine Handhabe gegen den Betreiber der "Klagemauer", die auf zahlreiche Proteste und massives Unbehagen in der Kölner Zivilgesellschaft stößt.

Ulf Willuhn, Oberstaatsanwalt und Leiter der Abteilung für politische Strafsachen bei der Staatsanwaltschaft Köln, erläutert als juristischer Fachmann, warum dieses Treiben durch die Justiz nicht zu verhindern ist.

Veranstaltungsort
NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln - Altstadt/Nord
Telefon:
0221 / 221-26332
Fax:
0221 / 221-25512
Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage, 11 bis 18 Uhr
Erster Donnerstag im Monat, 10 bis 22 Uhr
Führungen werden bereits ab 9:30 Uhr durchgeführt

Beschreibung

Das NS-Dokumentationszentrum zeigt in seiner Dauerausstellung "Köln im Nationalsozialismus" alle wichtigen Kapitel dieses Zeitraumes. Ein Besuch der Gedenkstätte, das original erhaltene Gestapo-Gefängnis, belegt nachdrücklich, was die Menschen ertragen mussten. Eine öffentliche Fachbibliothek bietet Material zur Vertiefung. Der Eingang wird über fünf Treppenstufen erreicht. Zurzeit ist das Museum für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer ohne Unterstützung leider nicht barrierefrei erreichbar.

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrende eingeschränkt zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrende voll zugänglich.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrende voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 3, 4, 5, 16 und 18 (Haltestelle Appellhofplatz)
Start

Ziel

Fahrradroute planen