13. Juli 2017

Uhrzeit:

20:30 Uhr

Infos:

Preis:
19 Euro, ermäßigt 14,50 Euro
Mini-Abo (zwei Aufführungen des Kölner Freiluftfestivals): 31 Euro, ermäßigt 25 Euro

Seit 1987 existiert das N.N. Theater Neue Volksbühne Köln, das Theater feiert in diesem Jahr also sein 30-jähriges Jubiläum. Damals als reines Straßentheater gegründet, spielt die Gruppe inzwischen überall dort, wo Menschen zusammenkommen: In Stadttheatern, auf Marktplätzen, in Kulturzentren, in Industriehallen. Von 1989 bis 2011 bestimmte die Handschrift von Regisseur George Isherwood den Stil der Theatergruppe: Ursprünglich, lebendig und volksnah, immer bemüht um die ausgewogene Balance zwischen Tragödie und Komödie. Diese Arbeit führt seit 2012 das Ensemble unter wechselnder Regie erfolgreich fort. Mit Spielfreude und Fantasie widmen sich Theatermitglieder den großen klassischen Vorlagen, um sie - trotz ihrer inhaltlichen Schwere - stets verständlich und leicht aufzubereiten.

Ich fürchte nichts - Luther 2017

Religiöser Fanatismus gepaart mit ökonomischem Ungleichgewicht und die neuen Medien als Brandbeschleuniger.

Schlagworte des Jahres 2017? Nein, nein, keine Sorge. Diese Begriffe beschreiben bloß die gesellschaftliche Stimmung im Jahr 1517. Sie sind Zeichen für gewaltige Veränderungen. In dieser Stimmung lehnt sich Luther auf, überwirft sich, getrieben vom Zorn mit allem was heilig ist. Er facht diese Kräfte an, aber beherrscht sie nicht, gerät in ihren Sog und wird immer tiefer in den Strudel gezogen, in dem aus Tinte Blut wird.

Hätte ich gewusst, da ich anfing zu schreiben, was ich jetzt erfahren und gesehen habe, so hätte ich fürwahr stille geschwiegen...

So schreibt der alte Luther kurz vor seinem Tod - müde, überrannt von den Ereignissen. War er ein Instrument, oder ist er instrumentalisiert worden?

Der junge Luther freilich steht zu seiner Kraft, seinen Ideen, zu seiner Schärfe der Formulierung:

Ich habe keine bessere Arznei als den Zorn, ich muss zornig sein; da erfrischt sich mein ganz Geblüt, mein Verstand wird geschärft. Ich fürchte nichts...

nichts als den Teufel, der ihn zeitlebens quälte

Das N.N. Theater nähert sich mit seinem Autor George Isherwood und seinem Regisseur Gregor Höppner diesem kulturgeschichtlichen Ereignis und schafft ein Lebendigwerden der zeitlichen Ereignisse, die sich mit dem Jetzt verbinden, ein theatrales Mosaik mit enormem Witz, Tragik, Poesie und viel Musik.

Eine Kooperation der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem N.N. Theater anlässlich des 500. Reformationsjubiläums

Veranstaltungsort
Friedenspark
Oberländer Wall/Aggripinaufer
50678 Köln - Neustadt/Süd
Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 16 und 17 (Haltestelle Schönhauser Straße)
    Bus-Linien 106, 132, 133 und 142 (Haltestelle Bonner Wall)
Start

Ziel

Uhrzeit:

Fahrplansuche
Start

Ziel

Fahrradroute planen