Als vor 200 Jahren die Rhein- und Domstadt Köln preußisch wurde, kannten sich Preußen und Kölner nicht.

Die Vorbehalte waren groß; sie bekamen rasch eine politische Dimension. Nahm man in Berlin die Rheinländer als "Halb-Franzosen" wahr, so am Rhein die Preußen, selbst wenn sie nur aus Kleve oder Westfalen stammten, als "Pommern" oder "Lithauer". Noch in hohem Alter erinnerte sich Bismarck, wie "widerlich" er als junger Adeliger den "rheinisch-französischen Liberalismus" empfunden habe. Das Spannende ist, wie in Auseinandersetzung mit dem agrarisch geprägten, protestantischen Preußen am Rhein eine Identitätsbildung stattfand.

Heute sensibler geworden für Fragen der politischen Integration, sollten wir das rheinisch-preußische Verhältnis jenseits aller Klischees in seinen wechselseitigen Bedingtheiten als Beziehungsgeschichte sehen. Am Rhein trafen – um es auf einen Nenner zu bringen – Bürgersinn und Unternehmergeist auf autoritäre Staatlichkeit. In jedem Fall ein höchst spannender Vorgang.

Der in Trier geborene Historiker Dr. Jürgen Herres ist Mitarbeiter der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Akademievorhaben Marx-Engels-Gesamtausgabe und hat 2012 in der von der Historischen Gesellschaft Köln herausgegebenen "Geschichte der Stadt Köln" den Band "Köln in preußischer Zeit, 1815 bis 1871" veröffentlicht.

Veranstalter
Freunde des Historischen Archivs der Stadt Köln e. V.
c/o Historisches Archiv der Stadt Köln - Heumarkt 14
50667 Köln - Altstadt/Nord
Telefon:
0221 / 221-24455
Fax:
0221 / 221-24480
Veranstaltungsort
Historisches Archiv der Stadt Köln
Brabanter Straße 2-4
50674 Köln - Neustadt/Nord
Telefon:
0221 / 221-22327
Fax:
0221 / 221-22480
Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag und Freitag, 9 bis 16:30 Uhr
Mittwoch, 9 bis 19:45 Uhr

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer eingeschränkt zugänglich.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 1, 7 und 9 (Haltestelle Heumarkt)
    Bus-Linien 106, 132, 133, 260 und 978 (Haltestelle Heumarkt)
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