© Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln in Kooperation mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste Berlin - Jim Dine, VG Bild-Kunst, Bonn 2018; Courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln - Roselyne Titaud, 2018

vom 21. Februar 2019 bis 21. Juli 2019

Uhrzeit:

Täglich außer Mittwoch, 14 bis 19 Uhr

Infos:

Preis:
5,50 Euro, ermäßigt 3 Euro
Erster Montag im Monat: Eintritt frei

Raum 1
Poesie der Pflanze – Fotografien von Karl Blossfeldt und Jim Dine

Mit den Namen Karl Blossfeldt (1865 bis 1932) und Jim Dine (geboren 1935) verbinden sich auf den ersten Blick sehr unterschiedliche künstlerische Schaffenszeiten und Konzepte, doch die Kombination der für die aktuelle Ausstellung ausgewählten Fotografien erweist sich als höchst spannungsvoll – dynamisch und harmonisch zugleich. Deutlich wird: Beiden Künstlern geht es mit großer Liebe zur Natur um eine achtsame Beobachtung der Pflanze und vor allem um ein austariertes Bild von ihr. Während Blossfeldts Augenmerk auf der differenzierten Darstellung kleinster Pflanzenteile und deren individueller Form liegt, diese meist stark vergrößert vor neutralem Hintergrund isoliert und objekthaft als botanische Studie vorstellt, richtet sich Jim Dines Aufmerksamkeit über das Einzelne hinaus mehr noch auf das Biotop und den Raum, in dem er die Pflanzen antrifft.

Die Fotografien von Karl Blossfeldt, die als originale Gelatinesilberabzüge aus der Hand des Künstlers vorgestellt werden, zeichnen sich durch eine sehr milde Tonigkeit, Detailtiefe und eine ausgesprochen feine Zeichnung aus. Jim Dine hat zur Umsetzung seiner Fotografien die Technik der Fotogravüre, auch Heliogravüre genannt, gewählt. Ein Verfahren, das in die Frühzeit der Fotografie reicht und Dines Fähigkeiten als Druckgrafiker nachvollziehen lässt. Das Spektrum der auf Büttenpapier umgesetzten Halbtöne ist überaus einnehmend und steht mit den Abzügen von Karl Blossfeldt in fesselndem Dialog.  Die Zusammenführung und Gegenüberstellung der beiden künstlerischen Positionen mit circa 70 Fotografien von Karl Blossfeldt und circa 40 von Jim Dine, erläutert durch umfangreiches Vitrinenmaterial, ist aus der Betreuung der internen Archivbestände hervorgegangen.

So basiert die Präsentation der Werke von Karl Blossfeldt auf der engen, inzwischen 20-jährigen Zusammenarbeit zwischen der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur und der Universität der Künste Berlin, zu deren Eigentum ein Blossfeldt-Konvolut von unter anderem über 600 Originalabzügen zählt. Mit der Präsentation der Heliogravüren unter dem Titel "Entrada Drive" von Jim Dine bezieht sich die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur auf ein umfangreiches Konvolut, das der Künstler 2005 in die Obhut der Institution übertragen hat.

Raum 2
Roselyne Titaud – "Geographies des limites humaines"

Die Künstlerin Roselyne Titaud (geboren 1977) stellt in Raum 2 eine Auswahl aus unterschiedlichen Serien vor. Ihre Motivwelt umfasst das Interieur, Stillleben und Landschaft, die sie in ausgewogenen wie sachlichen Farbfotografien festhält. Ihre Stillleben findet Titaud zum größten Teil im privaten Bereich von Berliner Wohnungen. Unterschiedlichste Dekorationsgegenstände etwa aus Porzellan, Glas oder Holz erzählen von persönlichen Erinnerungsmomenten der Bewohnerinnen und Bewohner, bilden Geschmacksvorstellungen und räumliche Bezüge ab. Vielfach spielen in den betrachteten Stillleben Elemente aus der Natur wie künstliche Blumen, pflanzlich anmutende Ornamente oder Tiernachbildungen eine Rolle – für die Künstlerin eine imaginäre Brücke in den realen Bereich der Landschaft.

Veranstalter
SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln - Neustadt/Nord
Telefon:
0221 / 888950
Fax:
0221 / 88895101
Veranstaltungsort
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7
50670 Köln - Neustadt/Nord
Telefon:
0221 / 88895300
Fax:
0221 / 88895301
Öffnungszeiten

Täglich außer Mittwoch, 14 bis 19 Uhr

Beschreibung

Die Aktivitäten der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur beziehen sich auf die wissenschaftliche Betreuung der Sammlungsbestände sowie die Durchführung von anschließenden Forschungsprojekten. Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt bildet die Konzeption und Realisation von Ausstellungen, die ein Beitrag zum regionalen, nationalen und internationalen Kunst- und Kulturangebot sind.

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 12 und 15 (Haltestelle Christophstraße/Mediapark)
Start

Ziel

Uhrzeit:

Fahrplansuche
Start

Ziel

Fahrradroute planen