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12. März 2019

Uhrzeit:

19 Uhr

Infos:

Preis: Der Eintritt ist frei.
Anmeldung/Vorverkauf: Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Zentrum der Stadt Berlin, zwischen Friedrichstraße und Lindenstraße, liegt die Halle des ehemaligen Berliner Blumengroßmarkts. Mit der Verlegung der Großmarktnutzung 2010 in den Stadtteil Moabit wurde das Gebiet für eine Neugestaltung frei. Der Halle des Blumengroßmarkts sowie die weitläufig umgebenden Flächen befanden sich seinerzeit im Eigentum der Berliner Großmarkt GmbH. Die Halle selbst erwarb der Bund, um dort die Akademie des Jüdischen Museums Berlin einzurichten. Die umgebenden Flächen sollten – aufgeteilt in drei Baufelder – auf dem Wege eines Konzeptverfahrens vergeben werden.

Bereits 2007 hatte der Berliner Senat zur Stärkung des innerstädtischen Wohnens und zur Unterstützung von Baugemeinschaften und generationenübergreifenden Wohngruppen beschlossen, dass der Liegenschaftsfonds Berlin (beziehungsweise die später hierfür gegründete Berliner Immobilienmanagement GmbH BIM) Grundstücke im Festpreisverfahren mit Konzeptkriterien anbieten soll.

Durch einen kooperativen Planungsprozess entwickelte die Stadt 2011 auf dem Areal des ehemaligen Blumengroßmarkts drei urbane Stadtbausteine, die bis 2018 von einer bunten Mischung aus gewerblichen Nutzerinnen und Nutzern sowie Wohn-Nutzerinnen und -Nutzern in unterschiedlicher Trägerschaft bezogen wurden. Die drei großen, innovativen Neubauten sind auf einen Mix von kleinteiligen Nutzungen zugeschnitten, im Erdgeschoss werden Möglichkeitsräume zu geringen Mietpreisen für das Quartier angeboten. Restaurants und lokales Kleingewerbe beleben den neuen Platz gegenüber dem Jüdischen Museum.

Das Beispiel der Konversion des Berliner Blumengroßmarkts zeigt, wie ein Verein für Berufsbildung, Akteure aus der Kreativwirtschaft, eine Selbstbaugenossenschaft, Architektinnen, Architekten und Baugruppenmitglieder ein zwischen sozialem Brennpunkt und Museum gelegenes Quartier an einer unwirtlichen Verkehrsachse neu definieren und beleben konnten. So sind drei Gebäude entstanden, die sich auch in ihrer baulichen Struktur von dem uniformen "De-Luxe-Standard globaler Investments" (Kaye Geipel in der Bauwelt 25.2018) in der Umgebung abheben.

Vortrag und Diskussion
Im Rahmen von "Eine Stunde Baukultur" stellt der Architekt Matthew Griffin die Konversion des ehemaligen Berliner Blumengroßmarkts vor. Das Projekt ist eines von zehn "Best Practice"-Beispielen, die von 9. bis 29. März 2019 in der Ausstellung "Mehrwert fürs Quartier | Konzeptverfahren und Baukultur" im Rathaus der Stadt Köln Spanischer Bau zu sehen sind. Matthew Griffin ist Architekt und Inhaber des Büros Deadline Architects Berlin. Er ist Mitglied der Initiative StadtNeudenken und Mitinitiator des Projekts am ehemaligen Blumengroßmarkt Berlin. Im Anschluss moderiert Almut Skriver, Mitglied im Vorstand des hdak, eine offene Diskus­sion zur Fragestellung, wie die besonderen Bedingungen des Berliner Konzeptverfahrens eine gelungene Quartiersentwicklung und urbane Qualitäten ermöglicht haben.  

MehrWert fürs Quartier | Konzeptverfahren und Baukultur  
Der Vortragsabend ist Teil der Veranstaltungsreihe "MehrWert fürs Quartier | Konzeptver­fah­ren und Baukultur", die wir in Kooperation mit dem Haus der Architektur Köln, der modernen stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH sowie dem Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen im hdak organisieren.

Materialien

Veranstaltungsort
Haus der Architektur
Josef-Haubrich-Hof 2
50676 Köln - Altstadt/Süd
Telefon:
0221 / 3109706
Fax:
0221 / 331297
Öffnungszeiten

Geöffnet zu den öffentlichen Veranstaltungen sowie nach individueller Absprache.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien 1, 3, 4, 7, 9, 16 und 18 (Haltestelle Neumarkt)
    Bus-Linien 136 und 146 (Haltestelle Neumarkt)
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