12. August 2017

Uhrzeit:

20 Uhr

Infos:

Preis:
6,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro

Weitgehend unbekannt in der Öffentlichkeit existiert in Köln eine Filmsammlung, die hohen Wert auf die Qualität der enthaltenen Filme legt und einen weiten Überblick über das internationale Filmschaffen bietet. Seit Mitte der 1950er Jahre engagierte sich der Kölner Leo Schönecker nicht nur in Arbeitskreisen und Diskussionsrunden zu filmthematischen Fragen, sondern er begann selbst Filme zu sammeln, vorzuführen und zu verleihen. Seine Sammlung wurde bis zu seinem Tod im Jahr 2013 beständig fortgeführt und erweitert. Unter Filminteressierten, Kuratorinnen und Kuratoren war die Sammlung bekannt, gerne griff man auf die Bestände dort zurück. Insgesamt enthält das Archiv rund 1.200 Filmtitel. Nun ist es an der Zeit, diese Kostbarkeit öffentlich vorzuzeigen.

Die Filme liegen sämtlich in analoger Form vor, meistens im Format 16 Millimeter, etliche im Format 35 Millimeter. In den Kinos hat unterdessen seit einigen Jahren die Digitalisierung Einzug gehalten. Eine Vorführung von "richtigem" Zelluloid hat inzwischen Ereignischarakter. Bei der Vorführung von Zelluloid gibt es Artefakte, die jede Kopie einzigartig machen. Es sind dies Gebrauchsspuren wie Schmutzpartikel, Kratzer, Bildstandsbewegungen et cetera. In jede Filmkopie ist somit auch die Geschichte ihrer Aufführungen mit eingeschrieben. Auch dieser Aspekt soll vorgestellt sowie die Vor- und Nachteile digitaler und analoger Vorführungen sichtbar gemacht werden.

Bird on a wire - Leonard Cohen

Großbritannien 1974
90 Minuten
Regie: Tony Palmer

Der Kanadier Leonard Cohen, der am 7. November 2016 im Alter von 82 Jahren starb, gilt als einer der großen Poeten und Songwriter. 1972 begleitete der berühmte britische Filmemacher Tony Palmer den damals 37-Jährigen auf seiner Welttournee durch 20 Städte von Dublin bis Jerusalem. Der Film zeigt Cohen und seine Band backstage in Interviews, auf der Bühne und auf der Reise. Tony Palmer dokumentierte die Tour ungeschminkt mit allen logistischen Unzulänglichkeiten, technischen Problemen, Spontaneitäten und emotionalen Ausbrüchen. Das Ergebnis war ein Porträt, das Cohens Management zunächst sperren und umschneiden ließ. Erst 2009 stellte Palmer die ursprüngliche Fassung des Films wieder her, den die BBC restaurieren ließ.

Gezeigt wird die von Leonard Cohen "zensierte" Fassung von 1974.

Zitat Cohen:

All songs have a political meaning, because loneliness is a political act today. The reason why we are lonely is that we have not organized our lives so that we can meet ourselves and each other. So loneliness itself is a political act. And every song about loneliness is a political song.

Eine Veranstaltung von Edith Schönecker, Julia Schönecker-Roth und Joachim Steinigeweg 

Die Filmreihe wird vom Kulturamt gefördert.

Veranstaltungsort
Filmforum NRW e. V. - Kino im Museum Ludwig
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln - Altstadt/Nord
Telefon:
0221 / 221-24498
Fax:
0221 / 221-24114
Beschreibung

Mit dem neuen Modell eines die Stadtgrenzen übergreifenden Filmforums bespielen acht Partnerinnen und Partner das Kino im Museum Ludwig, um es als Ort für Filmgeschichte und zeitgenössische Filmkultur zu etablieren. Darüber hinaus werden Vorträge und Diskussionen zur Filmkultur, Veranstaltungen im Bereich audiovisueller Medien, sowie ausgewählte Projekte von Filmschaffenden organisiert.

Infos zum barrierefreien Zugang
  • Hilfen für Hörbehinderte (Gehörlose, Schwerhörige), Hörschleifen oder andere Hilfen sind vorhanden.
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.

Anfahrt

  • Stadtbahn-Linien: 5, 16 und 18 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof)
    S-Bahn-Linien: S 6, S 11, S 12 und S 13 (Haltestelle Dom/Hauptbahnhof)
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