Sport in Metropolen und seine Netzwerke Sport und Bewegung schaffen seit 2007 in ausgewählten Bezirken vielfältige Synergien für den Sport. Aktuell sind Netzwerke in den Bezirken Nippes (seit 2009) und Kalk (seit 2015) tätig. Von 2007 bis 2014 war Sport in Metropolen zudem im Bezirk Mülheim aktiv. Das Ziel von Sport in Metropolen ist die Sportaktivität der Bevölkerung zu erhöhen, indem Sport und Bewegung in den Lebensalltag integriert wird. Hierfür werden Potentiale im Bezirk erkannt, gefördert und ausgebaut. Elementar ist hierbei die Förderung des vereinsorientierten Sports. In Kooperationen mit Schulen, sozialen Einrichtungen, Kindertagesstätten, Seniorennetzwerken und weiteren Institutionen werden neue attraktive Angebote geschaffen.

Die Schwerpunkte der Sportnetzwerkarbeit sind folgende:

  • Um den Bürgerinnen und Bürgern, den Sportvereinen und weiteren sozialen Einrichtungen eine möglichst zentrale Anlaufstelle im Bezirk zu bieten, sind in den Bürgerämtern Netzwerkbüros eingerichtet, die einmal wöchentlich besetzt sind.
  • Des Weiteren veranstalten die Netzwerkteams stadtteil- und themenorientierte halbjährliche Arbeitskreise, zu welchen engagierte und interessierte Vereine und Institutionen an einen Tisch geholt werden. Hier werden örtliche Probleme und Bedarfe aufgefangen. Ziel ist es, in einem ersten Schritt Kontakt aufzunehmen, sich kennenzulernen, auszutauschen und den Grundstein für die Schaffung von Sportkooperationen und -projekten zu legen, die im Weiteren von den Netzwerkverantwortlichen begleitet werden.

Ergebnisse der Netzwerkarbeit

Inzwischen sind zahlreiche gute und nachhaltige Sportkooperationen mit Hilfe der Netzwerkteams begründet worden, von denen nur exemplarisch folgende genannte werden:

Bezirk Nippes

SPORTAKTIONSTAG "Mach Sport - vor Ort - Sportvereine lassen Schüler schnuppern"

"Mach Sport – Vor Ort – Sportvereine lassen Schüler schnuppern": Unter diesem Motto steht der jährliche Aktionstag im Bezirk Nippes, der bereits seit 2009 stattfindet. In 2017 kamen die dritten Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Nibelungenstraße, der Katholischen Grundschule Bülowstraße und der Katholischen Grundschule Osterather Straße mit insgesamt 185 Kindern ins Nippeser Tälchen um dort verschiedene Sportarten kennenzulernen und auszuprobieren.

Insgesamt 12 Sportvereine stellten 17 Sportarten vor, darunter beispielsweise Casting, Trampolin, Tennis und Basketball. Die Schnupperangebote fanden sowohl in der Dreifach-Turnhalle statt als auch im Freien auf der Wiese, dem Vorplatz und der nahegelegenen Bezirkssportanlage in der Merheimer Straße. Veranstaltet wird der Aktionstag durch das Sportamt (Sport in Metropolen/Netzwerk Sport und Bewegung Nippes) und dem StadtBezirks-SportVerband 5 Köln-Nippes gemeinsam mit der Sozialraumkoordination Bilderstöckchen und dem Sportsachbearbeiter für den Bezirk Nippes. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hat der Bezirksbürgermeister Bernd Schößler übernommen, der die Kinder zum Auftakt in der Turnhalle traditionell begrüßte. Ebenfalls vor Ort ist in jedem Jahr der ehemalige deutsche Boxprofi und Pate des Netzwerkes Sport und Bewegung Nippes, Torsten May. Er unterstützte die Veranstaltung mit einem Boxsportangebot.

Sowohl die Kinder als auch die Übungsleiterinnen und Übungsleiter der Vereine haben großen Spaß beim "Reinschnuppern"; ein Schritt näher in Richtung "Begeisterung Vereinssport".

Bewegt älter werden in Bilderstöckchen

Ausgangslage für dieses Projekt war der Bedarf im Stadtteil Bilderstöckchen nach einem Sportangebot für Ältere. Gemeinsam mit der Sozialraumkoordination und dem Träger Netzwerk e. V. sowie dem Sportverein Turnerkreis Nippes 1903 e. V. startete das Angebot "Bewegt älter werden in Bilderstöckchen" in den Räumlichkeiten des Netzwerk e. V. Ende 2016 in die Pilotphase.

Ziel des Kurses war es, die Alltagskompetenzen möglichst lange zu erhalten, indem die Beweglichkeit trainiert wird. Durch einfache Übungen wurden Kraft, Koordination, Standfestigkeit und Sicherheit trainiert. Es wurde kräftig die Werbetrommel gerührt und schon bald fanden sich viele Interessierte, die Sport und Bewegung in ihren Alltag integrierten.

Aufgrund der großen Nachfrage etablierte sich bald ein Kurs, der nun dauerhaft als reguläres Angebot des Sportvereins stattfindet.

Lauftreff Nippeser Tälchen

In Kooperation mit der Willkommensinitiative Nippes und der Turn- und Fechtgemeinde 1878 e. V. existiert seit Anfang Oktober 2015 ein wöchentlicher Lauftreff. Dieser richtet sich an alle Laufinteressierte aus Nippes. Anfängerinnen und Anfänger sowie Fortgeschrittene können jederzeit zum offenen Sportangebot dazu stoßen. Die Laufgruppe, die regelmäßig auch sogenannte Mottoläufe als Ausflüge ins Kölner Umland übernimmt, wird geleitet von Jürgen Cremer, selbst passionierter Läufer. Der Lauftreff Nippeser Tälchen findet in den Wintermonaten aufgrund der Lichtverhältnisse jeden Donnerstag um 18 Uhr auf der Bezirkssportanlage Merheimer Straße statt. Ab April geht es dann wieder mittwochs ab 18 Uhr auf die Kölner Wege und Straßen.

Facebook Lauftreff Nippeser Tälchen

Welchen Sport Sie bei welchem Verein im Bezirk betreiben können, sehen Sie in unserem Vereins-Flyer Nippes.

Vereinsflyer Sportvereine Nippes 2017
PDF, 415 kb

Bezirk Kalk

Bewegungsangebot Kita Gernsheimer Straße

Mangelndes Bewegungsangebot sowie fehlende Bewegungserfahrungen außerhalb der Kindertagesstätte sind bei den Kindern der Gernsheimer Straße Alltag. Sie haben oftmals Defizite bei fein- und grobmotorischen Fähigkeiten und Ängste, sich zu verletzen. Um den Kindern über das allgemeine Kita-Bewegungsangebot hinaus eine Möglichkeit zu positiven Erfahrungen im Sport zu geben, wurde das Projekt "Bewegung in der Kita Gernsheimer Straße" gemeinsam mit dem Kooperationspartner TuS Köln rrh. e. V. ins Leben gerufen. Einmal wöchentlich Turnen die Kinder nun freiwillig mit einer spezialisierten Übungsleiterin und freuen sich schon sehr auf das geplante Sportfest mit der Möglichkeit, das Kindersportabzeichen zu machen.

Entspannung und Bewegung für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund aus Kalk

Viele Frauen in Kalk sind nervlich angespannt. Finanzen und Familienprobleme sind nur zwei Punkte auf der Liste der prekären Verhältnisse, mit denen die Frauen aus dem Stadtteil tagtäglich umgehen müssen. Um ihnen eine Möglichkeit der Entspannung und Gesundheitsförderung zu bieten, wird seit 2015 im Nachbarschaftstreff Kalk Nord ein kostenfreier, offener Kurs für Frauen jeden Alters angeboten. Das Angebot wird unterstützt durch den Interkulturellen Dienst der Stadt Köln, dem Pavillon e. V. und der GAG Immobilien AG sowie finanziert aus Mitteln der Bezirksvertretung Kalk und der Ernst-Cassel-Stiftung.

Welchen Sport Sie bei welchem Verein im Bezirk betreiben können, sehen Sie in unserem Vereins-Flyer Kalk.

Vereinsflyer Sportvereine Kalk 2017
PDF, 432 kb

Ausblick und Zukunft von Sport in Metropolen

Wie vom Rat der Stadt Köln beschlossen, soll Sport in Metropolen stufenweise in Köln fortgeführt werden. Das bedeutet, dass die Netzwerkarbeit im und mit dem Sport in den Bezirken circa sieben Jahre lang aufgebaut und entwickelt wird bis sie über selbsttragende Strukturen verfügt und - bis auf ein Monitoring seitens Sport in Metropolen - nicht mehr aktiv begleitet werden muss.

Erreichbarkeiten der Netzwerkteams

Netzwerkbüro Sport und Bewegung Kalk

- derzeit keine Sprechstunde; Erreichbarkeit über die Gesamtkoordination -

Netzwerksprechstunde dienstags von 15 bis 17 Uhr
Bezirksrathaus Kalk
Zimmer 927 S
Kalker Hauptstraße 247 - 273
51103 Köln
Telefon: 0221 / 221-31818

Netzwerkbüro Sport und Bewegung Nippes
Netzwerksprechstunde donnerstags von 15 bis 17 Uhr
Bezirksrathaus Nippes
Zimmer 251
Neusser Straße 450
50733 Köln
Telefon: 0221 / 221-95333

Gesamtkoordination und Kontakt außerhalb der Sprechstunde
Sportamt der Stadt Köln
Sportpark Müngersdorf
Olympiaweg 7
50933 Köln
Telefon allgemein: 0221 / 221-31250
Telefax: 0221 / 221-31266

E-Mail: sport-in-metropolen@stadt-koeln.de

Das Projekt: Sport in Metropolen - Ziele und Inhalte

Das Projekt "Sport in Metropolen" wurde ins Leben gerufen, um den Sport in Köln für die Zukunft fit zu machen. Dabei fungiert Köln als Beispiel für andere große Städte in Nordrhein-Westfalen und auch über die Landesgrenze hinaus.

Ziel des Projektes war es, die Möglichkeiten die der Sport für die Stadt leisten kann, zu fördern und auszubauen. Mögliche Akteurinnen und Akteure sind Sportvereine, Schulen, Jugendeinrichtungen, Kindergärten und viele mehr.

Das Projekt wurde als offene Zusammenarbeit angelegt und lud Expertinnen und Experten sowie alle Interessierten ein, sich an "Runden Tischen" mit ihren Ideen einzubringen und an gemeinsamen Lösungen für den Kölner Sport zu beteiligen. Dazu wurde unter anderem die Weiterentwicklung von Netzwerken in der Kölner Sport- und Bewegungslandschaft gefordert.

Konkrete neue Ansätze hierbei bot zum Beispiel der "Arbeitskreis Sport und Bewegung", in dem die Zusammenarbeit von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Jugendeinrichtungen gefördert wird und das "Fitnessprogramm für Vereine", mit dem Sportvereine in ihrer Entwicklung unterstützt werden.

Schwerpunktmäßig wurden drei Themen bearbeitet, die zur Weiterentwicklung der Kölner Sport- und Bewegungslandschaft als besonders wichtig bewertet wurden:

  • Jugend und Sport,
  • Sport- und Bewegungsraum Stadt,
  • Vereinsmanagement und -entwicklung

Das Projekt: Sport in Metropolen - Partnerinnen, Partner und Mitwirkende

Projektpartnerinnen und Projektpartner waren das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen e. V., der StadtSportBund Köln e. V., die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS), mit dem Institut für Sportsoziologie und die Stadt Köln.

Die Deutsche Sporthochschule wurde im engen Austausch mit allen Beteiligten mit der Umsetzung beauftragt. Hierzu wurden in der Startphase 2003 eine Bevölkerungs- und eine Sportvereinsbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse und Aussagen Eingang in die weitere praxisbezogene Arbeit "vor Ort" gefunden haben.

Neben den oben genannten Institutionen unterstützten sowohl die Kölner Sportpolitik als auch weitere lokale Ämter und regionale Organisationen das Projekt.

Das Projekt: Sport in Metropolen - Ergebnistagung im Dezember 2006

Bei der Ergebnistagung des Projekts am 1. Dezember 2006 unter dem Titel "Der Sport braucht die Stadt! - Die Stadt braucht den Sport!" wurden Zielsetzung, Konzept, bisherige Ergebnisse und Ausblicke vorgestellt.

Die komplette Tagungsdokumentation können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Tagungsdokumentation
PDF, 2063 kb

Die Ergebniszusammenfassung der ersten Projektphase können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Ergebniszusammenfassung
PDF, 626 kb

Fortsetzung des Projektes: Netzwerk Sport und Bewegung

Als Reaktion auf eine durchgeführte Befragung bei Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern wurde 2005 das "Netzwerk Sport und Bewegung" gegründet.
Grundlage hierfür war die Erkenntnis, dass Netzwerkbildung ein wichtiger Schlüssel für die Zukunft des kommunalen Sports ist.

Gemeinsam mit der kommunalen Sportpolitik und dem StadtSportBund und mit Unterstützung der Deutschen Sporthochschule Köln wurde das Projekt seit 2007 zunächst im Stadtbezirk Mülheim fortgesetzt.

Netzwerk Sport und Bewegung Mülheim
PDF, 3379 kb

Im Jahre 2009 wurde die Netzwerkarbeit "Sport und Bewegung" erweitert und parallel zu Mülheim auf den Stadtbezirk Nippes übertragen.

Die Übertragung, beschlossen vom Sportausschuss der Stadt Köln im September 2008, basierte auf einer Analyse der Strukturdaten der infrage kommenden Stadtbezirke Ehrenfeld, Chorweiler und Nippes.

Der offizielle Startschuss des Netzwerkes Sport und Bewegung Nippes wurde am 31. März 2009 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung gegeben. Bei dieser ersten Informationsveranstaltung stand die Vorstellung des Projektes und der entsprechenden Akteurinnen und Akteure im Vordergrund. Der Olympiasieger und ehemalige deutsche Profi-Boxer, Torsten May, hat die Patenschaft auch für das Netzwerk Sport und Bewegung Nippes übernommen.

Im Rahmen der Konzeptentwicklung war es wichtig, dass die Ideen, Bedarfe und Erwartungen der Institutionen, Akteurinnen und Akteure von Nippes in die Planungen und Überlegungen mit einfließen konnten, um die Netzwerkarbeit bedarfsorientiert ausrichten zu können.

Die Ziele des Netzwerkes können mit zwei prägnanten Begriffen definiert werden:

  • Erhöhung der Sportaktivität und, mit Unterstützung des StadtSportBundes Köln, eine
  • innovative Vereinsentwicklung.

 

Netzwerk Sport und Bewegung Nippes
PDF, 1154 kb

Fortsetzung als dauerhafte Aufgabe

Im Juli 2011 wurde die Fortführung von "Sport in Metropolen" als dauerhafte Aufgabe der Stadt Köln durch Beschluss des Sportausschusses anerkannt und der Projektstatus aufgehoben und das Sportamt der Stadt Köln mit der Netzwerkarbeit beauftragt.

Netzwerk Sport und Bewegung Kalk

Mit Beschluss vom 6. November 2014 legte der Sportausschuss den Bezirk Kalk als nächsten Standort für Sport in Metropolen fest. Das Netzwerk Sport und Bewegung Kalk ist gestartet. Die Auftaktveranstaltung fand am Dienstag, 16. Juni 2015, im Kalker Bezirksrathaus statt. Das Netzwerkteam des Sportamtes, das schon seit Jahresbeginn im Bezirk aktiv ist, präsentierte sich der Öffentlichkeit und wurde von dem dahmaligen Bezirksbürgermeister Markus Thiele und dem ehemaligen Bürgeramtsleiter Michael Eppenich offiziell willkommen geheißen. Gemeinsam mit Institutionen vor Ort und Interessierten wurden bereits erste Projekt- und Kooperationsideen gesammelt. Neben neuen Veranstaltungsideen, wie einem rechtsrheinischen Kindersportfest, gab es Vorschläge zu einer Kalker Boule-Liga und Übungsleiterqualifizierungen für Jugendliche. Zudem sollen alternative Sporträume aufgezeigt und aktiviert werden. Seit dem 21. Juli 2015 wurde die Netzwerksprechstunde regelmäßig immer dienstags von 15 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten des Bezirksrathauses abgehalten. Derzeit kann leider aufgrund personeller Engepässe keine regelmäßige Sprechstunde statt finden.

Netzwerk Sport und Bewegung Kalk
PDF, 409 kb

Prominente Patenschaft für Sportprojekt

Abgeschlossene Sportnetzwerke

Die Ära Netzwerk Sport und Bewegung Mülheim ist zu Ende

Zum 30. Dezember 2014 lief das Netzwerk Sport und Bewegung Mülheim nach 7 Jahren aus. In Mülheim waren durch das Programm "Mülheim 2020" mit dem Projekt "SpoBIG - Sport an der Schnittstelle von Bildung, Integration und Gesundheit" effektive Nachfolgestrukturen gegeben. Das Projekt SpoBIG wurde  im Rahmen der Nachhaltigkeit von Mülheim 2020 fortgeführt und auf den gesamten Bezirk Mülheim ausgedehnt, so dass der erarbeitete Netzwerkaufbau von Sport in Metropolen hierdurch vor Ort erfolgreich weiterbedient werden konnte. SpoBIG - Nachhaltigkeitssicherung wurde im Auftrag vom Sportamt der Stadt Köln von der Universität Leipzig im Bezirk Köln Mülheim durchgeführt. Die Projektleitung hatten Prof. Dr. Gregor Hovemann und Dr. Sascha Luetkens. Die Laufzeit des Projektes war vom 1. Oktober 2014 bis zum 31. Dezember 2016.

SpoBIG - Nachhaltigkeitssicherung unterstützte die Zielsetzung aus SpoBIG MÜLHEIM 2020 und Sport in Metropolen im Bezirk Köln Mülheim, förderte beratend die sportbezogene Vernetzung zu Institutionen aus Bildung, Integration und Gesundheit, vernetzte in Qualifizierungsmaßnahmen im Sport bei Partnern wie DJK Sportverband, Stadtsportbund Köln e. V., Sportjugend Köln, Bildungswerk, Fachverbänden im Sport und anderen Bildungspartnern. Die Projektkoordinatoren verfügten über keine eigenen Sachmittel, unterstützten aber Einrichtungen aus dem Bezirk Mülheim bei der Netzwerkarbeit, Entwicklung und Akquise von Drittmitteln für Sportkooperationsangebote und Qualifizierungsmaßnahmen im Sport.

Projekte im Bezirk Mülheim während der Tätigkeit von Sport in Metropolen / Netzwerk Sport und Bewegung Mülheim

In der Laufzeit von Sport in Metropolen – Netzwerk Sport und Bewegung sind viele Kooperationsprojekte durchgeführt worden. Einige sind hier exemplarisch aufzuführen:

  • Sport, Spaß, Spaghetti
    Bei diesem Projekt handelte es sich um eine Kooperation zwischen dem TV Dellbrück und der Heinrich-Schieffer-Hauptschule in Dellbrück. Hier wurden Kindern der Klassen 6 und 7 die Bedeutung von Sport und Ernährung vermittelt. Im monatlichen Wechsel besuchten je zwei Gruppen parallel das Sportprogramm und das Ernährungsprogramm. Ziel war es, mittel- bis langfristig einen gesunden Lebensstil zu vermitteln. Das Angebot wurde so gut angenommen, dass es in die Verlängerung ging.
  • Radfahrprojekt für Migrantinnen
    Gemeinsam mit der Sozialraumkoordination Mülheim-Nord und Keupstraße, dem Moscheeverein "Förderverein Zentrum Kultureller Begegnungen" (FZKB e. V.), dem Polizei-Projekt "Sicheres Radfahren in Köln" und einer Übungsleiterin des Allgemeinen Fahrrad Club Deutschland e. V., sowie der AWO - Stelle für Bürgerengagement - wurde im Juli 2011 eine gemeinsame Initiative ins Leben gerufen.
    Hier wurden vorwiegend muslimische Frauen aus Mülheim an das Radfahren herangeführt. Zunächst gab es theoretische Einheiten, geleitet vom Verkehrssicherheitsbeamten der Polizei. Im Anschluss übten die Frauen in einem geschützten Raum auf der Außenfläche des Moscheevereins Mündelstraße. Zum Abschluss unternahm der Kurs gemeinsame Radtouren. Die Nachfrage war größer als die vorhandenen Plätze und die Idee wurde von anderen Sozialraumkoordinatoren aufgenommen und in Folge auch in weitere Sozialraumgebiete übertragen.
  • Mini-Kick-Liga
    Im Juni 2010 startete ein Kooperationsprojekt der Kindertagesstätte Neufelder Straße und dem Sportverein TV Dellbrück 1895 e. V. Die Idee ging auf die zuvor bereits seit 2008 von mehreren Kindertagesstätten etablierte "Bambini-Fußball-Liga Mülheim Nord" zurück. Jeden letzten Dienstagvormittag im Monat trainierten diverse Kindertagesstätten mit ihren Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren aus Dellbrück, Holweide und anderen umliegenden Stadtteilen auf dem Sportplatz des Turnverein Dellbrück unter der Anleitung eines Übungsleiters. Das Angebot bot den Mädchen und Jungen ein besonderes Sportangebot außerhalb des Kindertagesstätten-Alltags. Den Höhepunkt der Mini-Kick-Liga bildete das einmal im Jahr stattfindende gemeinsame Turnier, in dem die Kinder mit selbstgestalteten Trikots und Wimpeln ihr Team vertraten.
  • MehrgenerationenSPORTangebote Höhenhaus
    Der TV Höhenhaus hatte in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen wie der Jugendeinrichtung AWO Bodestraße, der Kindertagesstätte Sankt Hedwig, dem Seniorennetzwerk Höhenhaus, der Gemeinschaftsgrundschule von-Bodelschwingh-Straße und der OT Haus der Jugend ein breit aufgestelltes Sportprogramm für Jung und Alt in Höhenhaus auf die Beine gestellt. Diese reichten von der Bewegungsförderung für die Vorschülerinnen und Vorschüler über ein Sportförderprogramm für adipöse Grundschülerinnen und Grundschüler bis hin zum offenen Bewegungs- und Ballspielangebot für Jugendliche und Seniorengymnastik. Durch diese vielfältigen Kooperationen ist die Breitensportlandschaft in Höhenhaus neu belebt worden.

Abschlussbericht
Weitere Projektbeschreibungen und weitere Informationen zur Netzwerkarbeit entnehmen Sie bitte dem Abschlussbericht. Diesen finden Sie hier zum Download.

Abschlussbericht Sport in Metropolen Mülheim
PDF, 4276 kb