10. Juni 2018

Der älteste deutsche Radklassiker zählt zu den traditionsreichsten internationalen Eintagesrennen. Im Jahr 2018 fand Rund um Köln bereits zum 102. Mal statt. Im Frühsommer rollten dann zwei Tage lang beim "Radsportfest am Rhein" die Räder. Das große Finale des geschichtsträchtigsten deutschen Radrennens stieg am Sonntag, als 147 internationale Radprofis aus 21 Teams auf die anspruchsvolle Strecke durch das Bergische Land zum Ziel im Kölner Rheinauhafen gingen. Der Startschuss für das 207,7 Kilometer lange Rennen der Profis fiel um 10:35 Uhr im Rheinauhafen.

 

Mit dabei war wieder eine erstklassige Sprinterkonkurrenz angeführt vom 14-fachen Tour-Etappensieger Marcel Kittel und seinem schärfsten Konkurrenten Sam Bennett, Sieger von Rund um Köln 2014 und frischgebackener dreifacher Etappensieger der Giro d'Italia. Doch auch die Lokalmatadoren Nils Politt und Christian Knees, der 2006 sein Heimatrennen bereits gewinnen konnte, waren heiß auf den obersten Podest-Platz. Rund um Köln versprach aber nicht nur am Zieleinlauf spannend zu werden. Höchste Konzentration war von Beginn an gefragt. Steht erst einmal die richtige Ausreißer-Gruppe, können die Sprinter diese auch mit vereinten Kräften bis zum Zieleinlauf nicht mehr einholen. Los ging es erstmalig mitten durch den Hafen unter den Kranhäusern durch vorbei am Sport & Olympia Museum sowie dem Schokoladenmuseum. Früh nach dem Start setzte sich eine siebenköpfige Ausreißer-Gruppe ab, die einen maximalen Vorsprung von vier Minuten herausfuhr. Das Hauptfeld um die Top-Teams hielt aber stets Anschluss. Auf der Fahrt durch das Bergische warteten sechs Berg- und vier Sprintwertungen bis es dann im Rheinauhafen wieder zum Showdown kam. In der Anfahrt auf Köln war die Ausreißer-Gruppe auch wieder gestellt und daas Sprinter-Festival nahm seinen Lauf. Gleich dreimal konnten die Profis - angefeuert durch das Publikum - auf die 6,2 Kilometer lange Zielschleife über die Severinsbrücke fahren. In einem dramatischen Finale war der Ire Sam Bennett nicht zu schlagen. Der 27-Jährige siegte souverän vor dem Esten Mikhel Raim und den Polen Szymon Sajnok. Die deutsche Hoffnung Marcel Kittel wurde nur Fünfter. 

Doch nicht nur die Profis kamen beim Radsportfest am Rhein auf ihre Kosten. Organisator und "Mister Rund um Köln", Artur Tabat, konnte auch in diesem Jahr mit 4.000 Hobby-Radsportlerinnen und Hobby-Radsportlern. Sie gingen zuvor beim Jedermann-Rennen Škoda Velodom an den Start. Noch am Samstag kam es zu über 300 Nachmeldung, zog der Veranstalter als positive Bilanz. Auf dem Programm standen darüber hinaus vor der Kulisse der imposanten Kranhäuser, neben dem Zieleinlauf der Profis, jede Menge Attraktionen für die ganze Familie, eine Bike-Messe und die große Finisher-Party.

Bei der 101. Auflage von Rund um Köln waren im Vorjahr Profi-Rennfahrer aus 20 Nationen am Start, darunter auch der deutsche Sprint-Star André Greipel aus Hürth. Den Sieg sicherte sich in einem packenden Finale der Österreicher Gregor Mühlberger vor dem Dänen Mads Würtz und dem Schweizer Fabian Lienhard.

Über 4.000 Sportlerinnen und Sportler starteten beim Jedermann-Rennen, während sich an der Strecke rund 650.000 Besucherinnen und Besucher versammelten und an den Eventpoints der beteiligten Städte und Gemeinden den rheinischen Radklassiker feierten. Das "Radsportfest am Rhein" im Rheinauhafen verzeichnete über 50.000 Radsportfans an beiden Veranstaltungstagen.

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