31. Mai 2018

Bei strahlendem Sonnenschein ging das traditionelle Fußball-Freizeitturnier in die 24. Runde. "Gemeinsamer geht's nicht" lautet das Motto schon seit 1995 – und der Name ist bis heute Programm. Das Fußballfest zur Integration aller Minderheiten ist Treffpunkt für Menschen verschiedener Kulturen, Glaubensrichtungen oder sexueller Orientierungen. Dabei ist die Idee des Come-Together-Cups (CTC) so simpel wie genial: Menschen werden zusammengebracht, die sonst eher übereinander statt miteinander reden. Klischees werden ausgeräumt und der faire sportliche Wettkampf verbindet alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

So stand Fronleichnam 2018 in Köln wieder einmal im Zeichen von gegeneinander Fußball spielen, miteinander reden und zusammen feiern. Auch in diesem Jahr hielt der Cup an seiner Benefizausrichtung zugunsten der gemeinnütziger Vereine anyway und der Aidshilfe Köln fest. Die Professionalisierung der Strukturen machte sich in Sachen Teilnehmerzahl bemerkbar. So kickten erstmals 72 statt der zuvor 60 Mannschaften auf den Stadionvorwiesen. Die Erweiterung gab über 1.200 Freizeitfußballerinnen und Freizeitfußballern in insgesamt 218 Spielen die Gelegenheit, an diesem Turnier "auf der bunten Seite des Fußballs" teilzunehmen. Hinzu kamen rund 20.000 Besucherinnen und Besucher, die am Spielfeldrand mitjubelten oder das bunte Rahmenprogramm genossen. Ab 8:30 Uhr fanden auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADION die Fußballturniere statt. Einen musikalischen Ausklang boten dann nach den Siegerehrungen die Bands Lupo, Kempes Feinest, Marcella Rockefeller und Höhner ab 19:40 Uhr.

Der Publikumsmagnet schlechthin war am Nachmittag um 16:15 Uhr natürlich wieder das Promi-Spiel, bei dem lokale, regionale und nationale Prominenz für den guten Zweck gegen den Ball traten. Dabei stand natürlich wieder der Spaß aller Beteiligten im Vordergrund. Die Latente Talente unter Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und Sportbotschafterin Shary Reeves spielten gegen die Homogene Ballkultur mit FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle und Comedian Simon Stäblein. Und hierbei war alles erlaubt: Elfmeterpunkte aus Sahne, Auswechslung des Schiris oder ein Kölsch auf dem Platz - gewonnen hatten sie am Ende alle.

Das Konzept des Come-Together-Cups macht weiter Schule: Bereits 2017 kickten bunt gemischte Fußball-Teams auf Schalke für den guten Zweck – weitere Standorte sind in Planung.

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