23. und 24. Juni 2018

Beim 34. Freestyle Festival SNIPES BMX Cologne traten rund 50 Profis und gut 40 Amateure aus 15 Ländern gegeneinander an. Mit Irina Sadovnik aus Wien und Franceline Schnoebelen aus Paris waren auch zwei Frauen am Start. Besonders beeindruckt haben in diesem Jahr die jungen Teilnehmer. Schon in den Qualifikationen am Samstag sorgten vor allem die jüngsten Fahrer für Furore: Bei den Flatland-Amateuren setzte sich der 12-jährige Franzose Julien Baran durch, bei den Street-Amateuren war der Deutsche Luc Bosbach (17) bester.

Die Profis starteten nach den Amateuren - und auch hier bewies in der Disziplin "Street" mit dem 20-jährigen Felix Prangenberg aus Köln einer der Jüngsten die besten Skills. Bereits im Alter von sechs Jahren war er das erste Mal zu Gast im Jugendpark – inzwischen zählt er weltweit zu den besten Street-Fahrern. Felix Prangenberg ist erst der dritte deutsche BMX-Fahrer, der zu den renommierten X-Games nach Los Angeles eingeladen wurde.

Bei den Flatland-Profis wurde der 17-jährige Japaner Ryo Katagiri Nummer Eins der Qualifikation, dessen erst 13-jähriger Bruder Yu, ebenfalls Profi, wurde Fünfter.

Die Sieger der Finals

Bei den Flatland-Profis überzeugte dann der tschechische Top-Fahrer Dominik Nekolny die Jury und wurde Erster vor Matthias Dandois (29) aus Frankreich auf dem zweiten und dem erst 13-jährigen Profi Yu Katagiri auf dem dritten Platz.

Disziplinen

Jede Disziplin hat ihre eigene Technik und ihren eigenen Charme. So stehen bei der Unterdisziplin "Flatland" die BMX-Fahrerinnen und BMX-Fahrer auf dem Sattel oder Lenker, drehen dabei geschickt ihr Rad und versetzen das Publikum ins Staunen. Sie haben zwei Minuten Zeit, um ihre Tricks zu zeigen, ohne dabei den Boden zu berühren.

Auch bei den weiteren Disziplinen "Street" und "Old School / Kickturn" sind waghalsige und atemberaubende Aktionen der Profis auf zwei Rädern garantiert.
Der Street Course, also die Rampen für den Street Wettbewerb wurden von Ryan Corrigan designt, einem ehemaligen BMX Pro, der heutzutage den Ruf einer der besten Rampenbauer weltweit inne hat.

Historie

Ursprünglich kommt der BMX-Sport aus den USA und wurde durch den Holländer Gerrit Does nach Europa getragen. Entsprechend international zeigen sich Jahr für Jahr sowohl das Teilnehmerfeld, als auch die angereisten Fans.

In den 1980er Jahren rief der Kölner Stephan Prantl die BMX CGN ins Leben. Der ehemalige mehrfache Deutsche Meister und Vize-Weltmeister im BMX-Fahren entwickelt das Wettkampf-Format seither weiter fort.

Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio kommt BMX Freestyle als neue Sportart ins Programm.

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