Über einem römischen Gräberfeld wurde um 1135 die romanische Emporenbasilika errichtet, der gotische Chor folgte Ende des 13. Jahrhunderts.

An die Heilige Ursula erinnert der "Ursulaschrein" und die Tafeln mit den Szenen der Märtyrerlegende (aus dem Jahr 1456). Die "Goldene Kammer" enthält Reliquienbüsten und zu Bildern komponierten Knochen.

Öffnungszeiten / Besichtigungen / Eintritt

Ursulaplatz 30
50668 Köln
Telefon: 0221 / 133400
Telefax: 0221 / 9130112

E-Mail: st.ursula@netcologne.de

Öffnungszeiten:

bis zum Gitter täglich von 10 bis 17 Uhr.

Besichtigungen Kirche und Goldene Kammer:
Täglich außer Sonntag, 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr

Sonntag von 15 bis 17 Uhr.

Der Eintritt für die Goldene Kammer beträgt 2 Euro.

Für Gruppen ist eine Voranmeldung erforderlich!

Sankt Ursula: Mord an einer englischen Königstochter

Am Ursulaplatz, nur wenige Meter nördlich des Domes, lässt sich die kultische Verehrung frühchristlicher Märtyrerinnen bis in römische Zeit zurückverfolgen. Hier gab es schon um das Jahr 400 eine Basilika, die "heiligen Jungfrauen" gewidmet war, die hier ihr Martyrium erlitten haben sollen.

Die Legende der heiligen Ursula und ihrer Begleiterinnen ist indessen erst im 10. Jahrhundert erstmals niedergeschrieben worden - und in dieser Version sind es die Hunnen, die die Jungfrauen, von elf ist noch die Rede, umbrachten.

Im Spätmittelalter erfuhr die Legende ihre endgültige Ausprägung: Die fromme englische Königstochter Ursula soll mit einem heidnischen Königssohn verheiratet werden - sie willigt unter der Bedingung ein, dass sie vorher für drei Jahre auf Pilgerfahrt gehen darf. Mit ihren Schiffen und ihren - mittlerweile 11.000 Begleiterinnen - wird sie nach Holland und nach Köln verschlagen, wo ihr ein Engel im Traum befiehlt, nach Rom zu ziehen. Auf der Heimreise, so sagt der Engel voraus, werden sie in Köln den Märtyrertod erleiden. Als Ursula und die Jungfrauen nach Köln zurückkehren, wird die Stadt gerade von den Hunnen belagert. Ursula weist den von ihrer Schönheit angezogenen Hunnenkönig Etzel ab, der sie daraufhin mit einem Pfeilschuss tötet und die anderen Jungfrauen umbringen lässt. Nachdem die Hunnen von einem Engelheer vertrieben werden, bestatten die Kölnerinnen und Kölner die Leichen der Jungfrauen vor den Toren und zu Ehren der Märtyrerinnen wird eine Kirche gebaut, Sankt Ursula. Die Heilige wird später in die Reihe der Kölner Stadtpatroninnen und -patrone aufgenommen.

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