Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat mit ihrem Team und den Beigeordneten ein Arbeitsprogramm erstellt, das die Forderung erhebt: Umsetzen, Lösungen anbieten, Fortschritte erzielen, Ergebnisse liefern. Ihre fünf Leitsätze im Überblick:

1. Wir arbeiten für Bildungschancen, Kinder- und Familienfreundlichkeit

Wir fangen bei den Kleinsten an. Die Mütter und Väter in unserer Stadt müssen sicher sein können, dass ihre Kinder bei Bedarf einen Kitaplatz erhalten. Deswegen haben wir im Kindergartenjahr 2018/2019 elf neue Kitas in Betrieb genommen und damit 662 neue Plätze geschaffen. Und da aus Kindergartenkindern irgendwann Schulkinder werden, brauchen wir noch mehr Platz. Um dem Schulbaunotstand entgegen zu wirken, stellt die Gebäudewirtschaft in ihrem Entwurf des Wirtschaftsplans 2020 allein im Bereich "Neubau, Erweiterungsbau und Generalinstandsetzung" 274,0 Millionen Euro für Großbauprojekte im Schulbau bereit. 

Bauprojekte der städtischen Gebäudewirtschaft

60 Großprojekte starten in die Bauphase

Dies bedeutet im Vergleich zum schon hohen Budget von 2019 (176,3 Millionen Euro) eine massive Erhöhung um fast 100 Millionen Euro (genau: Mio. 93,7 EUR). Zusätzlich werden 58,5 Millionen Euro für die laufende Instandsetzung und Instandhaltung an den 277 Schulstandorten für 261 städtische Schulen bereitgestellt. Aktuell umfasst die Maßnahmenliste 192 Projekte. 76 Schulbauprojekte sind derzeit personalisiert und in Bearbeitung.

Außerdem arbeiten wir an einem strafferen und standardisierten Schulbauverfahren, das sich an Modellen orientiert, die sich in anderen Großstädten schon bewährt haben und das auch dem Schulbau in Köln neues Tempo bringen soll. (Henriette Reker)

24,65 Millionen Euro für Offenen Ganztag

Auch beim Offenen Ganztag sind unsere Anstrengungen weiterhin groß: Wir stellen hierfür jährlich einen hohen freiwilligen Anteil zur Finanzierung bereit und sichern damit die Qualität. Für das Haushaltsjahr 2019 sind das 24,65 Millionen Euro.

Kommunale Bildungsangebote dürfen sich jedoch nicht im Schulbau erschöpfen. Es geht um passgenaue Angebote und Förderung und damit auch um Bildungsgerechtigkeit in unserer Stadt, damit der soziale Friede gewahrt bleibt.

Wichtig ist uns, dass unsere Schulen zukunftsfähig sind und die Kreidezeit in Kölner Schulen ein Ende hat: der Ausbau der Digitalisierung in unseren Bildungseinrichtungen geht weiter voran. (Henriette Reker)

Kinderfreundliche Kommune

Im März 2019 eröffnete das Kooperative Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt. Jugendliche, vertreten durch den Kölner Jugendring e.V. sowie die Bezirksschülervertretung Köln, arbeiten dort als wertvolle Multiplikatoren mit uns zusammen. Vorrangig ist das Ziel, das Thema kinder- und jugendfreundliches Köln über alle Dezernate hinweg und als Querschnittsaufgabe in allen Verwaltungsbereichen, in denen Belange von Kindern und Jugendlichen eine Rolle spielen, zu verankern.

Seit Juni 2020 gibt es zudem für alle Fragen rund um Familie und Kinder bis sechs Jahre eine neue Anlaufstelle: Das Familienbüro im Kalk Karree. Kernkompetenz ist die Beratung zu Betreuungsplätzen in Kitas und Tagespflege, die zuvor vom Elternbüro und der Kontaktstelle abgedeckt wurde. Außerdem gibt es hier auch Unterstützung zur Nutzung des städtischen Systems "LITTLE BIRD", mit dem Eltern Plätze vormerken können.  

Kontakt Familienbüro

2. Wir arbeiten für eine moderne Mobilität in einer umwelt- und klimagerechten Stadt

© Stadt Köln

Unsere Anstrengungen im Bereich der Mobilität stehen einerseits unter den Anforderungen des Gesundheitsschutzes, der für uns höchste Priorität hat, und andererseits möglichst zügig von A nach B zu kommen.

Wir wollen mehr Mobilität in Köln und weniger Verkehr. Eine klimafreundliche Mobilität ist für mich eine wesentliche Voraussetzung für ein lebenswertes Köln. (Henriette Reker)

Für einen klimafreundlichen Verkehr bedarf es drei wesentlicher Erfolgsfaktoren: Einer Verlagerung auf das Rad und den ÖPNV, einer Vermeidung unnötiger Wege durch intelligente Stadtentwicklung und einer Elektrifizierung des übrigen Individualverkehrs.

 

Die aktuellen Modal-Split-Werte (Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel) für Köln zeigen, dass die Verkehrswende in unserer Stadt in vollem Gange ist.

Untersuchung "Mobilität in Deutschland 2017" (MiD)

Die Kölnerinnen und Kölner nutzen mehr und mehr das Rad und den ÖPNV oder gehen zu Fuß. Dazu haben wir eine Reihe von Maßnahmen in den letzten Jahren auf den Weg gebracht.  

Autofreie Altstadt

Ich habe mich in den letzten Jahren für das Verkehrskonzept Altstadt stark gemacht. Für mich genießt eine weitestgehend autofreie Altstadt hohe Priorität.
Parkplätze sollen kurzfristig umgewidmet werden und Durchgangsverkehr vermieden werden.

Eine große Herausforderung ist die parallele Steuerung des Baustellenverkehrs, zum Beispiel für die Sanierung des Dom-Carrés, die Entwicklung des Laurez-Carrés und der Miqua. Perspektivisch über 20 Großbaustellen in der Altstadt erfordern eine umsichtige Planung der verschiedensten Behörden. Eine kurzfristige Umsetzung erster Maßnahmen des Verkehrskonzepts streben wir trotzdem weiterhin an.  

Förderung des Radverkehrs

Der Radverkehr trägt die Verkehrswende, denn er ist deutlich schneller umzusetzen als die Elektromobiltiät und der Ausbau des ÖPNV. Eine fahrradfreundliche Stadt ist eine lebenswerte Stadt. Dafür müssen wir mehr Platz für den Radverkehr schaffen. Die Wälle werden sukzessive zu Fahrradstraßen umgestaltet, wichtige Routen, wie die Verbindung über die Christophstraße, haben wir fahrradfreundlich umgebaut.

Wir haben das Team des Radverkehrsbeauftragten auf 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt und das Budget im Doppelhaushalt deutlich erhöht. Im Jahr 2020 sind rund 26 Millionen Euro, im Jahr 2021 rund 29,5 Millionen Euro für den Radverkehr geplant. Darunter fallen unter anderem Kosten für Personal, eine neue Infrastruktur, Fahrradabstellanlagen oder auch die Förderung von Lastenrädern. 

Fahrradfreundliche Umgestaltung der Ringe

Weitere wichtige Projekte stehen an: die vollständige fahrradfreundliche Umgestaltung der Ringe, der Bau von Fahrradparkhäusern und eine schnellere Umsetzung der Radwegsanierung.

Wichtig ist mir dabei: Der Radverkehr muss allen Kölnerinnen und Kölnern ermöglicht werden. Dafür müssen wir die Sicherheit erhöhen und wo nötig auch Radwege vom Autoverkehr trennen. (Henriette Reker)

An acht Standorten wird kurzfristig die Nutzung der freilaufenden Rechtsabbieger unterbunden: an sechs Stellen bis Mitte Dezember 2019, an zwei weiteren Stellen im Jahr 2020. Im nächsten Arbeitsschritt sollen 40 zusätzliche Standorte bestimmt werden.  

Radschnellwege ins Umland

Insbesondere für Pendlerinnen und Pendler müssen wir attraktive Radschnellwege ins Umland bauen. Für insgesamt fünf Verbindungen aus den rechtsrheinischen Nachbarstädten (Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath, Troisdorf, Niederkassel) sollen zukünftig sternförmig so genannte "RadPendlerRouten" nach Köln führen. 

Die in Kooperation mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und den Städten Leverkusen und Bergisch Gladbach beauftragte Machbarkeitsstudie liegt vor. Auf allen fünf Verbindungen wurde die Realisierbarkeit und Machbarkeit nachgewiesen. Alle Kooperationspartner wurden von den jeweiligen politischen Gremien beauftragt, die Kooperation fortzuführen und die nächsten Planungsschritte für die einzelnen Routen einzuleiten.  

Fokus auf Stadtbahnerweiterungen

Der Ausbau der Ost-West-Achse ist das wichtigste Infrastrukturprojekt in Köln überhaupt. Nach den politischen Weichenstellungen im Jahr 2018, treiben wir die Planungen mit aller Kraft voran.

Die notwendigen Vorarbeiten für den Planungs- und Bedarfsfeststellungsbeschluss sind bereits abgeschlossen, ein entsprechender Beschluss ist in die politischen Gremien eingebracht worden.

 

Die Vergabe der Planungsleistungen könnte dann Anfang 2020 erfolgen.

Darüber hinaus und davon unabhängig werden wir aber auch die anderen dringend benötigten Stadtbahnerweiterungen konsequent weiterverfolgen. (Henriette Reker)

Konzept für E-Ladesäulen

Die individuelle Mobilität wird in Zukunft auch weiterhin wichtig sein. Mehr Platz für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger heißt gleichzeitig, dass wir individuelle Mobilität neu denken müssen. Insbesondere durch den Ausbau des Carsharings – auch in den Stadtrandgebieten. 

Natürlich werden auch weiterhin Kölnerinnen und Kölner auf das Auto angewiesen sein. Hier müssen wir schnell und umfangreich elektrifizieren. Dazu werden wir Anfang 2020 ein stadtweites Netz an Ladesäulen mit 400 Ladepunkten aufbauen. Im Jahr 2022 wird fast jeder dritte von der KVB eingesetzte Bus elektrisch betrieben sein. 

3. Wir arbeiten für eine vielfältige und soziale Stadt

© Stadt Köln

Köln lebt von seiner Lebendigkeit in den Quartieren. Voraussetzung für diese Lebendigkeit ist eine gesunde Mischung verschiedener Milieus. Daher werden wir unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, um diese Mischung zu erhalten. Bei den herausragenden Projekten für die Stadtentwicklung Kölns und für den Wohnungsbau werden wir weiter vorankommen. 

Parkstadt Süd, die Bauleitplanung für den Inneren Grüngürtel, der Deutzer Hafen, der Mülheimer Süden, das Großprojekt Rondorf Nord-West, die Neue Mitte Porz und Chorweiler – hier wird weitergearbeitet.

Projekte der Stadtentwicklung

Und natürlich werde ich auch weiter das Projekt "Kreuzfeld" vorantreiben. Es geht hierbei um 2.000 bis 3.000 Wohneinheiten. 

Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum ist in Köln als attraktiver und wachsender Wohn-, Ausbildungs- und Arbeitsstandort im landesweiten Vergleich besonders ausgeprägt.

Deshalb ist es unser prioritäres Ziel, mehr Wohnraum zu schaffen, insbesondere bezahlbare Geschosswohnungen. (Henriette Reker)

Sozialgerechte Stadtentwicklung

Ziel muss wieder sein, eine dauerhaft angemessene Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Nur so können wir eine sozialgerechte Stadtentwicklung in der rasant wachsenden Metropole und ein für alle lebenswertes Köln gewährleisten.

Gemeinsam mit Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, habe ich im Oktober 2018 eine Zielvereinbarung zur Umsetzung eines Globalbudgets für die Wohnraumförderung im Rahmen des mehrjährigen Wohnraumförderungs-Programms 2018 bis 2022 unterzeichnet. (Henriette Reker)

380 Millionen Euro für Wohnraumförderung

In der Zielvereinbarung garantiert uns das Land in den Programmjahren 2019 bis 2022 ein jährliches Budget in Höhe von 95 Millionen Euro, insgesamt 380 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren für die Wohnraumförderung. Damit ist das bisherige Budget um jährlich 20 Millionen Euro erhöht worden.

2018 haben wir 122,5 Millionen Euro Wohnraumfördermittel für 956 Wohnungen in Köln erhalten.

Unser Ziel ist es, die jährlichen Fertigstellungszahlen im frei finanzierten und im öffentlich geförderten Wohnungsbau zusammen von durchschnittlich rund 2.000 Wohnungen schrittweise auf 6.000 Wohnungen im Jahr 2030 zu steigern. (Henriette Reker)

© 123rf/vesnacvorovic

Maßnahmen gegen Zweckentfremdung

Neben fehlendem Wohnraum ist aber noch ein weiteres Problem sehr präsent: Wohnraumverknappung durch die Vollnutzung von Wohnungen als Feriendomizil über einschlägige Portale.

Diese Form der Zweckentfremdung auf einem ohnehin schon sehr angespannten Kölner Wohnungsmarkt ist fatal, da sie den Wohnraum in Städten mit Wohnraummangel wie Köln zusätzlich verteuert.

Zusätzliche Mitarbeitende bei Wohnungsaufsicht 

Damit die Wohnungsaufsicht künftig noch umfassender und effektiver kontrollieren und Verstöße ahnden kann, hat die Wohnungsaufsicht zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und ist nun personell gut aufgestellt.

Zudem wird die Wohnungsaufsicht künftig in noch engerer Kooperation mit dem Steueramt, dem Ordnungsamt und dem Bauaufsichtsamt zusammenarbeiten.

Bußgelder für Vergehen

Und ich spreche mich klar dafür aus, dass wir die rechtlich verordneten Bußgelder für Vergehen dieser Art ausschöpfen und nicht weiter wie ein Kavaliersdelikt behandeln. (Henriette Reker)

Am Beispiel der Wohnungsaufsicht oder der Wohnbauleitstelle können Sie erkennen, wie ich meine Verwaltung neu und zukunftsorientiert aufstelle. Und das Gleiche gilt auch für die Themen Integration, Vielfalt und Inklusion.

Wohnraumschutz und Zweckentfremdungsverbot

Digitale Angebote für Bürger

Im Dezember 2018 hat das von mir in meinem Dezernat neu eingerichtete Amt für Integration und Vielfalt seine Arbeit aufgenommen. Die Themen Einwanderung, Integration, Vielfalt und Inklusion finden nun als Querschnittsthemen unter einem Dach ihre Heimat.

Einführung der elektronischen Bauakte

Das Verhältnis zwischen öffentlichem Dienst und den Bürgerinnen und Bürgern hat sich massiv verändert. Jederzeit verfügbare Dienstleistungen prägen auch die Erwartungen an die Verwaltung.

Wer daran gewöhnt ist, bei Amazon 24/7 seine Bestellung aufgeben zu können, der möchte auch seinen Anwohnerparkausweis online zu jederzeit bestellen können.

Hier wollen wir die Lösungen unter Bürgerbeteiligung im Onlineangebot kollaborativer gestalten.

Das gelingt uns zum Teil jetzt schon: Die bereits weit entwickelte elektronische Bauakte startet derzeit in eine mehrmonatige Testphase für ausgewählte Unternehmen mit städtischer Beteiligung, wie der Gebäudewirtschaft, der Uni Klinik oder der Koelnmesse. Geoinformationen zu jedem Kölner Grundstück können wir mit über 80 relevanten Geobasis- und Geofachdaten für jedes Grundstück auf Kölner Stadtgebiet zur Verfügung stellen. 

4. Wir arbeiten für eine moderne Verwaltung und den Innovationsstandort

© Stadt Köln

Köln hat den Anspruch Innovationsstandort zu sein. Dafür haben wir beste Voraussetzungen mit den zahlreichen Gründerinnen und Gründern, mit unserer Universität und den vielen Forschungseinrichtungen.

Dafür müssen aber auch wir als Verwaltung selbst innovativer werden und auch die richtigen Rahmenbedingungen setzen. (Henriette Reker)

Mit der Verwaltungsreform haben wir uns dabei auf den Weg gemacht mit dem Ziel professionelle Dienstleiterin, attraktive Arbeitgeberin und geschätzte Partnerin für die Stadtgesellschaft und Politik zu sein.

Ausweise in jedem Kundenzentrum erhältlich

Es gibt innerhalb der Verwaltungsreform viele Projekte, die mit Hilfe digitaler Prozesse einfacher, schneller, übersichtlicher und bürgerfreundlicher gestaltet werden können. Wir haben allein 40 priorisierte Dienstleistungsbereiche, die bereits umgesetzt sind oder bis 2022 umgesetzt werden sollen.

Für jede Bürgerin und jeden Bürger interessant: 

  • Der sukzessive Ausbau der Online-Terminvereinbarung
  • Die Möglichkeit, in jedem Kundenzentrum Ausweise und Pässe zu beantragen (bereits möglich)
  • Ein nutzerfreundliches und sicheres Online-Bezahlverfahren  

Flexibilität im Arbeitsumfeld

Es gibt Herausforderungen, denen wir uns ebenso stellen müssen, wie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der freien Wirtschaft. Zwei große Themen des Zeitgeists spielen eine Rolle. (Henriette Reker)

Digitalisierung und Globalisierung schaffen ein Arbeitsumfeld, das Flexibilität nicht nur ermöglicht, sondern geradezu herausfordert. Das zwingt zum "Umbau" und zum Umdenken auch auf kommunaler Ebene.

Versorgung mit schnellem Glasfasernetz

Der leistungsfähige Ausbau der Internetanschlüsse ist elementare Grundlage für Kölns Wirtschaft, für Schülerinnen und Schüler, Einwohnerinnen und Einwohner und auch für die öffentlichen Einrichtungen, die Köln zukunftssicher machen.

In 2019 haben wir in beiden Richtungen markante Weiterentwicklungen aufgesetzt. (Henriette Reker)

So hat der Kölner Rat bereits den Weg frei gemacht für den "Gigabit Masterplan Cologne", der eine stadtweite Versorgung mit dem schnellen Glasfasernetz bis zum Jahr 2025 zum Ziel hat. Gleichzeitig hat er mit der Bereitstellung von 4,5 Millionen Euro kommunaler Mittel die Möglichkeit eröffnet, Fördermittel im Wert von rund 40 Millionen Euro zugunsten von über 5.400 Anschlüssen einzuwerben.

Freies, öffentliches WLAN-Netz

Auch das kommt: Freies, öffentliches WLAN-Netz – bisher haben wir 875 solcher Antennen. Zudem wollen wir Köln als Innovationsstandort stärken. Die "KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH" hat Anfang 2019 ihre Arbeit aufgenommen und wird den Wirtschaftsstandort Köln noch besser aufstellen. Die Organisationsform als GmbH ermöglicht eine hohe Flexibilität und die nun erhöhte finanzielle Ausstattung bietet der Gesellschaft bessere Möglichkeiten, Personal mit einschlägiger Berufserfahrung in der Privatwirtschaft zu akquirieren.

Wir möchten eine attraktive Arbeitgeberin sein

Sie haben es immer wieder gehört und gelesen: Der öffentliche Dienst und speziell die Kommunen haben große Schwierigkeiten für ihre anspruchsvollen Aufgaben geeignetes Personal zu gewinnen.

Wir wollen als attraktive Arbeitgeberin besser wahrgenommen werden, unsere Stellenbesetzungsverfahren deutlich beschleunigen und entbürokratisieren, ein modernes Bewerbercenter aufbauen. (Henriette Reker)

Und uns nicht nur bei Neuzugängen, sondern vor allen Dingen bei unseren vorhandenen rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als moderne, faire, offene und transparent agierende Arbeitgeberin präsentieren.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen wieder stolz darauf sein, dieser Stadtverwaltung anzugehören. Ihr Beruf ist manchmal schwierig genug, weil wir eben nicht jeden Tag nur nette Dinge tun können, sondern Verantwortung für das Gemeinwesen tragen. (Henriette Reker)

Arbeiten bei der Stadt

5. Und wir arbeiten für Lebensqualität und Kultur in unserer Stadt

© Stadt Köln

Spielplätze für unsere Pänz sowie Raum für Bewegung und Aktionsflächen für Jugendliche sollen im öffentlichen Raum an Bedeutung gewinnen.

Denn sie sind auch für uns Erwachsene wichtig: sie sind weiche Standortfaktoren, die als unversiegelte Flächen auch dem Klimaschutz zuträglich sind und sie beleben die Stadt.

Plätze zum Spielen und für Bewegung 

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen steigt rasant und es ist uns ein Anliegen auch zukünftig bedarfsgerechte und wohnortnahe Plätze zum Spielen und für Bewegung in ausreichendem Maße und hoher Qualität zur Verfügung zu stellen. (Henriette Reker)

700 öffentliche Spielflächen stehen Kindern und Jugendlichen 2020 zur Verfügung und zahlreiche Baumaßnahmen sollen in diesem Jahr im Spielplatzbereich umgesetzt werden: die Wiederherstellung des Spielplatzes Rathenauplatz, der Start des Wasserspielplatzes Innerer Grüngürtel, aber auch auf dem Skatepark Höhenberg-Kalk, dem Spiel- und Bolzplatz Eythstraße in Kalk sowie Spielplatz und Trendsportanlage Osloer Straße/Athener Ring in Chorweiler stehen auf dem Programm. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung von Spiel- und Bolzplätzen hat in Köln schon Tradition – seit 30 Jahren werden sie mit ihren Ideen und Vorschlägen eingebunden.

Spielplätze in Köln

Aber auch Bewegung für "die Großen" wird zunehmend wichtig – insbesondere, da die meisten von uns Bürojobs nachgehen und sich durch den Tag sitzen. Im Jahr 2018 haben wir die Sportentwicklungsplanung gestartet. Dazu wurden fünf Modellprojekte erarbeitet, für die 2,5 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Alle fünf Projekte konnten im Jahr 2019 realisiert werden, davon gemeinsam mit dem Stadtsportbund "Sport im Park" und "Sportkiosk am Ebertplatz". Außerdem wurden auch die Angebote der Modellprojekte "Sundaach Aktiv", "Kölle Aktiv" und "fit.koeln" umgesetzt. 

"Kölle aktiv" von Anfang Juli bis Ende September Temporäre Roll- und Radsportanlage

Sanierung zwischen Deutzer Brücke und Malakoffturm

Für viele Kölnerinnen und Kölner ist das Rheinufer einer der schönsten Orte in Köln. Ein wichtiger Abschnitt, an den besondere Maßstäbe in Sachen Aufenthaltsqualität gesetzt werden, ist der Bereich zwischen Deutzer Brücke und Malakoffturm. 

Der Rat hat die Verwaltung mit der Neugestaltung der linksrheinischen Rheinuferpromenade zwischen Deutzer Brücke und Malakoffturm beauftragt. Die Fußgängerzone, die auch für den Radverkehr freigegeben ist, soll nach den Vorgaben unseres Gestaltungshandbuchs saniert und umgestaltet werden. (Henriette Reker)

Installation von Trinkbrunnen

Zu einer attraktiven städtebaulichen Gestaltung tragen auch die zwölf neu installierten Trinkbrunnen in Köln bei. Die Stationen sollen in der Regel von etwa April bis Ende Oktober eines jeden Jahres in Betrieb sein. Die jährlichen Pauschalkosten pro Anlage liegen zwischen rund 12.800 und rund 14.100 Euro. Das Trinkwasser steuert die RheinEnergie bei. Aus hygienischen Gründen läuft das Wasser an den Spendern ständig; es kehrt aber in den natürlichen Kreislauf zurück.

 

Die zwölf Anlagen sind in den Stadtbezirken an folgenden Standorten zu finden:

  • Innenstadt: Eigelstein, Zeppelinstraße, Deutzer Freiheit vor St. Heribert, Elsaßstraße (Installation erfolgt in Kürze)
  • Rodenkirchen: Maternusplatz.
  • Lindenthal: Jahnwiese, Höhe Adenauer-Weiher
  • Ehrenfeld: Subbelrather Straße, Höhe Takufeld
  • Nippes: Am neuen Sportpark Höhe Merheimer Straße
  • Chorweiler: Im Park an der Sportanlage Weichselring
  • Porz: Bahnhofstraße, Fußgängerzone Porz
  • Kalk: Barcelona-Allee, Bürgerpark Kalk
  • Mülheim: Jan-Wellem-Straße, im südlichen Teil des Mülheimer Stadtgartens.

Preis für herausragende Leistungen in der Popmusik

In einem breit angelegten partizipativen Prozess mit über 300 Kulturschaffenden haben wir die Kulturentwicklungsplanung in Köln mit einem Planungshorizont bis zum Jahre 2021 und darüber hinaus weiterentwickelt.

Die Kulturentwicklungsplanung wurde am 4.  April 2019 vom Rat einstimmig beschlossen. Drei konkrete Maßnahmen sollen den Anfang machen:

  • Das Raum-Management, das im Kern dank einer Datenbank und Analyse der Verfügbarkeiten Transparenz und Übersicht über potenzielle Kulturräume in Köln schafft.
  • Wir stiften erstmals einen Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Popmusik. Der Holger Czukay Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.
  • Wir werden unser Kulturmarketing verstärken. Köln soll für Touristinnen und Touristen mehr sein als 'die Stadt mit dem Dom'.