Sie müssen imstande sein, sich selbst und Ihre Angehörigen zu ernähren. Dies ist gewährleistet, wenn Sie Ihren eigenen und den Lebensunterhalt Ihrer Familie sowie etwaige gegen Sie gerichtete Unterhaltsansprüche nachhaltig und auf Dauer

  • aus einem von Ihnen selbst erwirtschafteten Einkommen,
  • einem eigenen Vermögen oder
  • einem bestehenden Unterhaltsanspruch gegen einen Dritten

bestreiten können, ohne auf einen Anspruch auf Unterhalt aus öffentlichen Mitteln angewiesen zu sein.

Sollten Sie verheiratet oder verpartnert sein, ist es ausreichend, dass Sie hierzu gemeinsam in der Lage sind. Die Unterhaltsfähigkeit umfasst auch eine ausreichende soziale Absicherung

  • gegen Krankheit,
  • Pflegebedürftigkeit,
  • Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit und für
  • das Alter.

Hängt die Unterhaltsfähigkeit von dem Unterhaltsanspruch gegen einen Dritten ab, so ist es bei einem gesetzlichen Unterhaltsanspruch ausreichend, wenn der Dritte leistungsfähig und der Unterhaltsanspruch im Inland durchsetzbar ist.

Der Bezug von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Arbeitslosengeld II und Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch) oder Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe) beziehungsweise das Bestehen eines entsprechenden Anspruchs steht der Einbürgerung entgegen.

Dies gilt auch dann, wenn Sie den Umstand, der Sie zur Inanspruchnahme dieser Leistungen berechtigt, nicht zu vertreten haben.

Der Einbürgerung steht es nicht entgegen, wenn Sie Kindergeld oder eine Rente eines deutschen Trägers bezogen haben oder beziehen. Bei Bezug anderer Leistungen, wie

  • Arbeitslosengeld,
  • Erziehungsgeld,
  • Unterhaltsgeld,
  • Krankengeld,
  • Wohngeld oder
  • Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz,

ist eine Prognoseentscheidung erforderlich, ob Sie künftig in der Lage sein werden, sich ohne Bezug solcher Leistungen aus eigenen Kräften zu unterhalten.