Das Bauaufsichtsamt der Stadt Köln stellt Ihnen neben Informationen zum Thema Notleitern, dem Schreiben an alle Hauseigentümer und dem Fragebogen zu den Notleitern auch eine Liste aller Sachverständigen in NRW, die Feuerleitern auf ihre Standsicherheit hin überprüfen, zur Verfügung.

In dieser Liste finden Sie unter anderem die Büroanschriften und Telefon-/Faxnummern der Sachverständigen.

Informationen zum Thema

Notleitern und Ausstiegspodeste an Gebäuden

In jüngster Vergangenheit starben beim Einsturz von zwei Notleiterpodesten in Köln drei Personen, da die Podeste vermutlich unzureichend im Mauerwerk verankert waren und zudem nicht sachgemäß genutzt wurden.

Aufgrund aktueller Erkenntnisse muss davon ausgegangen werden, dass eine Vielzahl von Podesten und möglicherweise auch Notleitern im gesamten Stadtgebiet nicht ausreichend standsicher sind. Die Stadt Köln wird daher in Kürze alle Hauseigentümer im Kölner Stadtgebiet anschreiben und über die Problematik sowie die notwendigen Maßnahmen informieren.

Notleitern sind in den Fällen zur Rettung von Menschenleben unerlässlich, wenn die Wohnung mit Rettungsgeräten der Feuerwehr nicht erreicht werden kann. Erst kürzlich konnten im Innenstadtbereich mehrere Personen von der Feuerwehr gerettet werden, weil eine Notleiter vorhanden war.

Voraussetzung ist jedoch selbstverständlich die fachgerechte Installation dieses Rettungsmittels unter Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik.

Eigentümer eines Gebäudes mit Notleiter insbesondere mit Ausstiegspodest/en sind verpflichtet, die Standsicherheit durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen, falls dies nicht bereits bei der Montage geschehen ist. Durch eine Sichtprüfung sind die gefährlichen Mängel nicht unbedingt erkennbar. 

Mieter/Nutzer eines betroffenen Gebäudes dürfen Notleitern und Ausstiegspodeste nur im Notfall benutzen und insbesondere nicht als Balkon missbrauchen. Die dort abgestellten Gegenstände wie zum Beispiel Bierkästen und Blumenkübel müssen entfernt werden. Über Notleitern sollen Personen durch die Feuerwehr gerettet werden, wenn das Treppenhaus nicht mehr nutzbar ist. Nur bei akuter Lebensgefahr dienen sie auch der Selbstrettung.

Wortlaut des Schreibens, das 242.000 Hauseigentümer in Köln erhalten haben:

"Sicherheit von Notleitern und Ausstiegspodesten"

Sehr geehrte Damen und Herren,

in jüngster Vergangenheit starben beim Einsturz von zwei Notleiterpodesten in Köln drei Personen, da diese Podeste vermutlich unzureichend im Mauerwerk verankert waren und zudem nicht sachgemäß genutzt wurden.

Aufgrund aktueller Erkenntnisse muss davon ausgegangen werden, dass eine Vielzahl von Podesten und möglicherweise auch Notleitern im gesamten Stadtgebiet nicht ausreichend standsicher ist. Ich möchte daher jene Eigentümer, an deren Gebäude Notleitern und Podeste installiert wurden, mit diesem Schreiben über die Problematik sowie die notwendigen Maßnahmen schnellstmöglich informieren.

Eine vollständige Aufstellung der Gebäude mit Notleitern und Podesten liegt mir z.Zt. nicht vor. In den letzten Monaten wurden bereits 3.726 Akten gesichtet, weitere 16.455 Vorgänge müssten noch geprüft werden. Ich bitte daher um Verständnis für dieses Schreiben, da es mir nicht möglich ist, ausschließlich die betroffenen Eigentümer anzuschreiben. Sollten Sie nicht zu diesem Personenkreis gehören, müssen Sie nichts Weiteres veranlassen.

Für den Fall, dass an Ihrem Gebäude jedoch eine Notleiter und gfls. auch Podeste montiert wurden, ist Folgendes zu beachten:

  • Notleitern sind in den Fällen zur Rettung von Menschenleben unerlässlich, wenn die Wohnung mit Rettungsgeräten der Feuerwehr nicht erreicht werden kann. Erst kürzlich konnten im Innenstadtbereich mehrere Personen von der Feuerwehr gerettet werden, weil eine Notleiter vorhanden war.
    Voraussetzung ist jedoch selbstverständlich die fachgerechte Installation dieses Rettungsmittels unter Beachtung der anerkannten Regeln der Technik.
  • Es ist daher ein Standsicherheitsnachweis eines staatlich anerkannten Sachverständigen für die Prüfung der Standsicherheit erforderlich.
  • Sollte dies bei der Installation der Notleiter bzw. evtl. Podeste an Ihrem Gebäude nicht beachtet worden sein, ist es zwingend erforderlich, dass Sie im Interesse der Sicherheit der Bewohner des Gebäudes einen Sachverständigen mit der Prüfung der Standsicherheit beauftragen und die Verankerungen gfls. sanieren bzw. erneuern lassen.
  • In der Anlage ist eine Liste dieser Sachverständigen beigefügt.
  • Es ist unbedingt notwendig, dass Sie die Bewohner des Gebäudes über folgende Regeln umgehend informieren und deren Einhaltung verantwortlich kontrollieren:
  • Mieter/Nutzer eines betroffenen Gebäudes dürfen Notleitern und Ausstiegspodeste nur im Notfall benutzen und insbesondere nicht als Balkon missbrauchen. Zur eigenen Sicherheit sind unbedingt alle dort abgestellten Gegenstände wie zum Beispiel Bierkästen und Blumenkübel zu entfernen.
  • Über Notleitern sollen Personen durch die Feuerwehr gerettet werden, wenn das Treppenhaus nicht mehr nutzbar ist. Nur bei akuter Lebensgefahr dienen sie auch der Selbstrettung.
  • Der beiliegende Fragebogen ist auszufüllen und sofort an mich zurück zu senden.



Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

gezeichnet:
A n g e l a T h i e m a n n