Für die Herausarbeitung von Belastungsschwerpunkten ist es empfehlenswert zunächst die Bereiche zu identifizieren in denen viele Menschen leben, die von hohen Lärmpegeln betroffen sind. Hierfür wurden die Daten der Lärmkartierung mit der Bevölkerungsverteilung überlagert. So entstanden Betroffenenkarten für die einzelnen Lärmquellen. Für die Quellen Straßen- und Schienenverkehr sowie IVU-Anlagen und Häfen wurden die Betroffenen pro Hektar ab LDEN/LNight größer oder gleich 70/60 dB(A) ermittelt. Für den Luftverkehr wurden nur die Belastetenkarten ab den hier geltenden Auslösewerten LDEN/LNight größer oder gleich 65/55 dB(A) ermittelt.

Straßenverkehr

Die Auswertung für den Straßenverkehr zeigt, dass vor allem die Innenstadt sowie die Radialen und Ringe besonders hohe Belastungen beziehungsweise Betroffenenzahlen aufweisen.

Betroffene pro Hektar durch Straßenlärm mit LDEN (Belastung über 24 Stunden - Day, Evening, Night) über 70 dB(A)
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Schienenverkehr

Für den Schienenverkehr wurden nur die Strecken der KVB und der HGK ausgewertet. Die Daten der Lärmkartierung für den Eisenbahnverkehr der Strecken der Deutschen Bahn AG sind durch das Eisenbahnbundesamt (EBA) nicht in geeigneten Datenformaten zur Verfügung gestellt worden. Die Betroffenheiten durch Lärm der DB-Schienenstrecken konnten daher nicht verortet werden.

Köln Betroffene Schiene KVB HGK DEN 70
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IVU-Anlagen

Die Kartierung des Lärms aus IVU-Anlagen und Häfen ergab geringe Betroffenheiten in folgenden Bereichen: Niehler Hafen, Ford-Werke, Chempark Dormagen, Godorfer Hafen, Gewerbegebiet Rodenkirchen, Industriegebiet Gremberghoven. Im gesamtstädtischen Kontext sind diese Lärmquellen jedoch von geringer Bedeutung.

Betroffene pro Hektar durch Lärm aus Gewerbe, Industrie oder Häfen mit mehr als 70 Dezibel
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Fluglärm

Betroffenheiten durch Fluglärm sind vor allem im Stadtteil Rath/Heumar zu finden. Insbesondere nachts sind hier viele Bewohner von hohen Pegeln betroffen. Alle Betroffenheiten liegen in Gebieten, in denen das Schallschutzprogramm des Flughafens greift und passiven Schallschutz ermöglicht.

Betroffene pro Hektar durch Fluglärm mit nachts mehr als 55 Dezibel
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