Das Porträt wurde am 16. März 2010 eingeweiht.

Oberbürgermeister Jürgen Roters, sein Amtsvorgänger Dr. h. c. Fritz Schramma und der Kölner Künstler und Ehrenbürger Professor Dr. h. c. Gerhard Richter stellten das neueste Bild in der Gemäldegalerie der Oberbürgermeister vor. Es zeigt den ehemaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma. Den Auftrag hatte Gerhard Richter übernommen, einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler.

Traditionell wird nach dem Ausscheiden eines Kölner Oberbürgermeisters ein Porträt von ihm für die Gemäldegalerie im Historischen Rathaus gefertigt.

Oberbürgermeister Jürgen Roters sprach von einem ganz besonderen Ereignis für die Stadt Köln:

© Stadt Köln/Carsten Gruss

Es ist eine besondere Ehre, in einer Reihe vieler bedeutender Personen, die die Stadt vertreten hatten, versammelt und für viele Besucher im Rathaus als ehemaliger Oberbürgermeister, der über neun Jahre die Geschicke im Rathaus gelenkt hatte, präsent zu sein. Ich freue mich sehr, dass wir für diesen Auftrag einen der größten Künstler dieser Welt gewonnen haben. Keine andere Stadt kann so etwas vorweisen. Daher gebührt Gerhard Richter, dem wohl berühmtesten Maler dieser Zeit unser allerherzlichster Dank!

Wer auf den Spuren dieses großen Künstlers in Köln unterwegs ist, dem empfehle ich künftig, zuerst ins Museum Ludwig zu gehen, dann sich die Richter-Fenster im Dom anzuschauen und anschließend dieses schöne Porträt meines Amtsvorgängers im Historischen Rathaus zu betrachten.

Der ehemalige Oberbürgermeister Fritz Schramma betonte, dass das Fotomotiv ganz bewusst von ihm gemeinsam mit Gerhard Richter ausgesucht worden war:

Ich hatte den Kölner Ehrenbürger Gerhard Richter angesprochen und gebeten, ein Porträt von mir zu machen. Es erforderte eine Reihe von Gesprächen und Atelierbesuchen, bis wir uns auf die Lösung eines überarbeiteten Fotos geeinigt hatten. Das Foto wurde vor dem Eingang zum Hansasaal im Historischen Rathaus aufgenommen. Die im Hintergrund zu sehende wertvolle Holzwand stellt die Tugenden dar, wie Gerechtigkeit und Bescheidenheit, die den Rat der Stadt Köln leiten sollen. Und daran muss man immer wieder erinnern. Der Hintergrund wurde von mir also mit Absicht so gewählt. Die Auswahl gerade dieses Fotos habe ich gemeinsam mit Gerhard Richter vorgenommen, wobei meine Frau gleich gesagt hatte: Das ist es!

Der Künstler Gerhard Richter sagte, es sei nicht das erste Mal gewesen, dass er einen Politiker dargestellt habe:

Ich hatte auch schon mal ein Porträt des früheren NRW-Ministerpräsidenten Heinz Kühn gemacht. Ich denke, das jetzt entstandene Bild ist eine zeitgemäße Porträtform. Ich habe gemeinsam mit meinem Mitarbeiter Hubert Becker den damaligen OB fotografiert, danach wurde unter den vielen Porträts das richtige ausgesucht und noch etwas am Computer bearbeitet. Das war alles viel langwieriger, als ich gedacht hatte und seitdem habe ich auch einen Heidenrespekt vor Fotografen. Das Überraschende an dem Bild ist vielleicht seine Schlichtheit oder Normalität. Es sollte keine Provokation sein, sondern den OB in der Würde seines Amtes, so ähnlich wie möglich und passend in die Reihe seiner Vorgänger darstellen.

Das 135 Zentimeter mal 97 Zentimeter große Werk (mit Rahmen 150 Zentimeter mal 112 Zentimeter) ist eine digitale Aufnahme im Inkjet-Verfahren auf Fine Art-Print Premium ausgedruckt.