Rund zwanzig Ausbildungsberufe werden in der Medienbranche ausgebildet. Eine langjährige Tradition besitzen Ausbildungen in Druck und Buchbinderei. Wenn Technologien sich verändern, werden Berufsbilder jeweils überarbeitet und neu geordnet, so zum Beispiel auch der Beruf der Druckerinnen und Drucker.

Daneben wurden Ausbildungsberufe entwickelt, die den Anforderungen der Film-, Fernseh- und Hörfunkbranche gerecht werden. Bevor diese Berufe bundesweit eingeführt wurden, leistete das Kölner Modell I dabei eine entscheidende Vorbereitung für die Entwicklung der Berufsprofile. Bis heute ist Nordrhein-Westfalen - mit Schwerpunkt Köln - führend in der Statistik der Ausbildungsplatzzahlen.

Berufsausbildung ist ein dynamischer Prozess. Die Entwicklung von Produktionsstrukturen und Produkten führt weiterhin zur Schaffung neuer Ausbildungsberufe. So wurde 2008 der Beruf der Fotomedienfachleute neu eingeführt, der im Fotofachhandel ausgebildet wird.

Grundlagen in drei Jahren

Prinzipiell basiert das deutsche System der dualen Berufsausbildung auf der Kombination von zwei Lernorten. Die Vermittlung von praktischen Fertigkeiten erfolgt im Ausbildungsbetrieb. Theoretische Zusatzkenntnisse erwirbt der Auszubildende in der Berufsschule (im Berufskolleg). Eine Berufsausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Verkürzung auf zwei Jahre möglich. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung vor einem Ausschuss der zuständigen Kammer (Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer).

Bewerbung

Es gibt keine prinzipiellen Zugangsvoraussetzungen für die duale Berufsausbildung. Erfahrungsgemäß aber setzen Ausbildungsbetriebe der Medienwirtschaft häufig das Fachabitur oder Abitur voraus. Nur bei den eher handwerklich orientierten Berufen sind die Chancen für Ausbildungssuchende mit Realschul- oder Hauptschulabschluss höher. Aus der Altersstruktur lässt sich ablesen, dass viele Auszubildende nicht direkt von der Schulbank kommen. Denn Ausbildungsbetriebe der Film- und Fernsehbranche legen häufig Wert darauf, dass Auszubildende vor der Ausbildung Praktika absolviert haben.

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind Informationsangebote der Arbeitsagentur, der Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer hilfreich.

Bundesagentur für Arbeit
Industrie- und Handelskammer Köln
Handwerkskammer Köln