Beschreibung

ETRS89 – Globalisierung im Liegenschaftskataster. Das ETRS89 (European Terrestrial Reference System 1989) ist ein dreidimensionales Raumbezugssystem. Es ermöglicht Koordinaten unter anderem von Grenz- und Gebäudepunkten in einem Koordinatensystem abzubilden, das europaweite Gültigkeit hat. ETRS89 ist auch das Bezugssystem, das durch das Globale Navigationssatellitensystem GPS genutzt wird. GPS wird nicht nur in der Fahrzeugnavigation, sondern auch in der sehr genauen Vermessung der Erdoberfläche, also auch im Bereich der Liegenschaften, verwendet.

Bisher waren bei den Vermessungsverwaltungen historisch bedingt und aufgrund der Länderzuständigkeit mehrere unterschiedliche Bezugssysteme in Deutschland im Einsatz. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung und der grenzüberschreitenden Nutzung digitaler amtlicher Geobasisdaten haben die Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundsrepublik Deutschland in ihrer Arbeitsgemeinschaft die Einführung des Bezugssystems ETRS89 als einheitliches amtliches Lagebezugssystem für Deutschland beschlossen.

Die Stadtverwaltung Köln hat durch das Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster die Umstellung auf das ETRS89 für den städtischen Katasterdatenbestand zum 1. Januar 2009 abgeschlossen. Es mussten hierzu circa 1,8 Millionen Grenz- und Gebäudepunkte mit ihren Koordinaten überführt werden.

Weiterführende Information zu ETRS89 finden Sie auf den Seiten der Bezirksregierung Köln.

www.brk.nrw.de/

ALKIS – Eine kurze Einführung

Das Liegenschaftskataster wird in Deutschland seit fast 200 Jahren geführt. Es ist das Verzeichnis der Liegenschaften, also der Grundstücke und Gebäude, und ist unterteilt in eine Karte, die Liegenschaftskarte ALK, und einen Textteil, das Liegenschaftsbuch ALB. Beides wird heute in Datenbanken geführt. Mit dem Projekt ALKIS sollen diese Datenbanken zusammengeführt werden. Damit wird aus ehemals zwei nur noch ein redundanzfreier Datenbestand. Die Informationen müssen zukünftig nur einmal vorgehalten und aktualisiert werden. ALKIS basiert auf internationalen Normen und Standards und erleichtert so auch die Nutzung in externen IT-Systemen.

Ein Projektteam des Amtes für Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln befasst sich bereits seit mehreren Jahren mit der Thematik der Umstellung auf das neue System ALKIS. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat das Projektteam ALKIS-Softwareprodukte privater Anbieter auf Übereinstimmung mit den Vorschriften, Handling und Effizienz getestet. Ziel war die Zertifizierung dieser Anwendungen für die hoheitliche Aufgabe "Führung des Liegenschaftskatasters". Gleichzeitig wurden die notwendigen Vorarbeiten für die Migration der bisherigen Daten in das neue Datenmodell durchgeführt.

Zum Jahreswechsel 2012/2013 wurden die Vorarbeiten soweit beendet, dass mit der Umsetzung (Migration) der vorhandenen Katasterdatenbestände in das neue Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem begonnen werden konnte. Rund 12,8 Millionen Objekte mussten überführt werden, dazu zählen nicht nur die rund 240.000 Flurstücke und 280.000 Gebäude, sondern auch topographische Informationen, alle Grenz- und Vermessungspunkte, Personen- und Bestandsdaten und einiges mehr. Im August 2013 hat die Stadt Köln nach der offiziellen Genehmigung durch die Bezirksregierung den Produktivbetrieb der ALKIS-Verfahrenslösung zur Führung des Liegenschaftskatasters aufgenommen.

Im Anschluss daran werden im Rahmen von Nachmigrationsarbeiten weitere Qualifizierungsmaßnahmen am ALKIS-Datenbestand durchgeführt.

Was bedeutet ALKIS für die Bürgerin/den Bürger?

Die Inhalte des Liegenschaftskatasters werden zu den unterschiedlichsten Zwecken nachgefragt. Üblich ist zum Beispiel die Abzeichnung der Flurkarte, die von Banken als Teil der Beleihungsunterlagen verlangt wird, oder der Auszug aus dem Liegenschaftsbuch, der bei berechtigtem Interesse den Namen Der Eigentümerin/des Eigentümers eines Grundstücks bekannt gibt. Diese Auszüge werden auch weiterhin in ähnlicher Form angeboten.

Veränderung wird es aber sicherlich in der gewerblichen Nutzung der Informationen des Liegenschaftskatasters geben. Als Beispiel dienen hier die überregionalen Energieversorger, die künftig bundesweit einheitliche Daten in standardisierter Form bekommen und ihre Leitungsnachweise einpflegen. Damit können sie ihre Aufgaben effizienter erfüllen.

Diese standardisierten Datenmodelle unter ALKIS, verbunden mit dem neuen Bezugssystem ETRS89, ermöglichen gleichzeitig eine Reihe neuer Anwendungen. So wird die Nutzung der Katasterdaten für Netzplanungen, detailreiche Navigationssysteme, Stadtplanung oder Touristik vereinfacht. Die Vermessungsverwaltungen sind damit erstmals in der Lage ihre detaillierten Rauminformationen für unterschiedlichste Informationssysteme effizient und einheitlich bereitstellen zu können.

Weitergehende Informationen zu ALKIS und ETRS89 finden Sie im Internet unter:

www.katastermodernisierung.nrw.de

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