Beschreibung

Die Gewerbesteuer ist eine auf den Gewerbeertrag bezogene Gemeindesteuer, an deren Aufkommen auch Bund und Länder beteiligt sind.

Geschichte der Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer ist die bedeutendste Einnahmequelle der Gemeinde, die der Erfüllung ihrer Aufgaben dient. Das Kölner Gewerbesteueraufkommen betrug im Jahre 2016 circa 1,3 Milliarden Euro. Das Steueraufkommen steht grundsätzlich der Gemeinde zu; Bund und Länder sind hieran jedoch durch die Gewerbesteuerumlage beteiligt. Zum Ausgleich erhält die Gemeinde einen Anteil an der Einkommen-, Lohn- und Umsatzsteuer.

Zur Geschichte der Gewerbesteuer

Festsetzung

Bei der Festsetzung der Gewerbesteuer ist die Gemeinde an die Feststellungen im Grundlagenbescheid des Finanzamtes gebunden. Hierbei wird unter anderem die Höhe des Messbetrages festgestellt. Die Gewerbesteuer ergibt sich durch Anwendung des gültigen Hebesatzes, der jährlich vom Rat der Stadt Köln beschlossen wird. Die Gewerbesteuer wird mit einem Bescheid festgesetzt.

Ein Berechnungsbeispiel:
Gewerbesteuermessbetrag mal Hebesatz = Gewerbesteuer
11.250 Euro mal 475 % = 53.438 Euro

Gewerbesteuermessbetrag

Das zuständige Finanzamt ermittelt anhand der jährlich einzureichenden Erklärungen den Gewerbeertrag. Für das jeweilige Veranlagungsjahr wird hieraus ein Gewerbesteuermessbetrag festgestellt. Der Gewerbesteuermessbescheid wird grundsätzlich gemeinsam mit dem Gewerbesteuerbescheid bekannt gegeben.

Zerlegung

Wenn ein Gewerbebetrieb in verschiedenen Gemeinden Betriebsstätten unterhält, ist der Gewerbesteuermessbetrag auf die beteiligten Gemeinden zu verteilen. Der jeweilige Zerlegungsanteil wird der Gemeinde schriftlich mitgeteilt und ist für die Berechnung der Gewerbesteuer verbindlich.

Rechtsgrundlage

Gewerbesteuergesetz und Abgabenordnung

Rechtsmittel

Gegen Gewerbesteuerbescheide, die ab dem 1. Januar 2016 bekanntgegeben wurden, kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch bei der Stadt Köln eingelegt werden.

Der Widerspruch kann schriftlich, zur Niederschrift oder in elektronischer Form eingelegt werden. Bei einem Widerspruch in elektronischer Form ist das elektronische Dokument mit einer qualifizierten Signatur nach dem Signaturgesetz zu versehen oder mittels De-Mail mit Absenderbestätigung nach §5 Abs. 5 des De-Mail-Gesetzes an die Stadt Köln zu übermitteln. Bei der Verwendung der elektronischen Form sind besondere technische Rahmenbedingungen zu beachten, die im nachfolgenden Link zur 'rechtsverbindlichen formgebundenen elektronischen Kommunikation mit der Stadt' aufgeführt sind.

Es dient einer zügigen Bearbeitung, wenn der Widerspruch unmittelbar bei der im Briefkopf genannten Dienststelle der Stadt Köln (bei Gewerbesteuer: Steueramt, Athener Ring 4, 50765 Köln) eingelegt wird.

Gegen Gewerbesteuerbescheide, die zwischen dem 1. November 2007 und dem 31. Dezember 2015 bekannt gegeben wurden, kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage beim Verwaltungsgericht in 50667 Köln, Appellhofplatz, erhoben werden. Die Klage ist schriftlich oder mündlich zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des Verwaltungsgerichtes Köln zu erheben.

Gegen einen Gewerbesteuermessbescheid kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Einspruch beim zuständigen Finanzamt, das den Gewerbesteuermessbescheid erlassen hat, eingelegt werden.

Rechtsverbindliche formgebundene elektronische Kommunikation mit der Stadt Köln

Vollziehungsaussetzung

Ein Einspruch gegen den Grundlagenbescheid entbindet nicht von der Zahlungsverpflichtung. Es ist vielmehr erforderlich, beim Finanzamt die Vollziehungsaussetzung des Grundlagenbescheides zu beantragen. Dem Steueramt ist unbedingt eine Durchschrift dieses Antrages zuzusenden.

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Downloads und Infos

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linie 15 (Haltestelle Chorweiler)
Bus-Linien 120, 121, 122, 125, 126 und 181 (Haltestelle Chorweiler)
S-Bahn-Linie S 11 (Haltestelle Chorweiler)

Fahrplanschnellsuche

Start

Ziel

Uhrzeit:

Fahrplansuche
Fahrradroute planen