Beschreibung

Ihnen wurde der Führerschein durch ein Gerichtsurteil oder durch die Straßenverkehrsbehörde entzogen oder Sie haben freiwillig auf die Fahrerlaubnis verzichtet. Anders als beim zeitlich befristeten Fahrverbot wird der Führerschein nicht automatisch zurück gegeben.

Sie müssen daher einen Antrag auf Wiedererteilung stellen.

Benötigt werden

  • Ein aktuelles biometrisches Passfoto

    Die Regelungen des biometrischen Passfotos finden Sie in einer Foto-Mustertafel ausführlich erläutert. Die Vorlage eines Lichtbildes in digitaler Form ist nicht gestattet.

  • Nachweis Sehvermögen

    Hier gibt es unterschiedliche Voraussetzungen je nach Führerscheinklasse, siehe dazu unten: Informationen zur Bescheinigung Sehvermögen.

  • Ärztliche Eignungsbescheinigung

    Eine solche Bescheinigung benötigen Sie nur bei der Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis der Klassen C1 (LKW über 3,5 t), C (LKW über 7,5 t), D1 (Bus bis zu 16 Fahrgastplätzen) und D (Bus mit mehr als 16 Fahrgastplätzen). Hierfür wird eine in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) vorgeschriebene Musterbescheinigung (Anlage 5 FeV) benötigt, über den die Ärztin oder der Arzt aber im Regelfall verfügt. Sollte Ihre Ärztin oder Ihr Arzt nicht über den notwendigen amtlichen Vordruck verfügen, kann er oder sie sich an die Ärztekammer wenden. Sie können die Untersuchung von einer Ärztin oder einem Arzt Ihrer Wahl durchführen lassen. Bei Antragstellung darf die Bescheinigung nicht älter als ein Jahr sein!

  • Leistungspsychologisches Gutachten

    Ein solches Gutachten benötigen Sie nur für die Wiedererteilung des Führerscheines der Bus-Klassen D und D1. Die leistungspsychologische Untersuchung beinhaltet eine Überprüfung von Reaktionsfähigkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsfähigkeit und ähnlichem. Der Test kann nur von bestimmten Instituten durchgeführt werden, die über die entsprechenden Apparaturen verfügen. An welches Institut Sie sich wenden können, erfragen Sie am besten bei Unternehmen, die in der Personenbeförderung tätig sind: Taxi- und Mietwagenunternehmen, Busunternehmen und Hilfsorganisationen im Krankentransport.

  • Als Berufskraftfahrer (Klassen C, C1, D, D1)

    der Nachweis über eine Weiterbildung nach dem Berufsfahrerqualifizierungsgesetz. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Berufsqualifizierung und Weiterbildung.

  • Schulung in Erster Hilfe

    Die Erste-Hilfe-Schulung beinhaltet 9 Unterrichtseinheiten je 45 Minuten und gilt für alle Führerscheinklassen. Kurse werden unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser Hilfsdienst, der Johanniter Unfallhilfe oder dem Arbeiter Samariter Bund durchgeführt.

  • Hinweis:

    Ein Nachweis ist nicht erforderlich, wenn Sie bereits bei der Erteilung der entzogenen Fahrerlaubnis an einer Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen oder einer Ausbildung in Erster Hilfe teilgenommen haben.

Bescheinigung über das Sehvermögen

Die Nachweise, die Sie erbringen müssen, orientieren sich an der Führerscheinklasse, für die Sie die Wiedererteilung beantragen.

  • Für die Klassen A, A2, A1 und AM (Motorrad), B und BE (Personenkraftwagen), sowie L und T (Traktoren) gilt:

    Sie benötigen eine Sehtestbescheinigung einer anerkannten Sehteststelle. Eine Sehtestbescheinigung ist zwei Jahre gültig.
  • Für die Lastkraftwagen-Klassen C und C1 gilt:

    Sie benötigen eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 6 Nummer 2.1 der Fahrerlaubnisverordnung über die ärztliche oder augenärztliche Untersuchung des Sehvermögens. Die  Bescheinigung ist zwei Jahre gültig.

Wann können Sie die Wiedererlaubnis beantragen?

Wurde Ihnen die Fahrerlaubnis gerichtlich entzogen oder wurde Ihnen die Fahrerlaubnis wegen 8 Punkten oder mehr im Fahreignungsregister oder wegen wiederholter Verstöße innerhalb der Probezeit durch die Führerscheinstelle entzogen?

Dann kann der erforderliche Antrag auf Neuerteilung frühestens sechs Monate vor Ablauf der festgesetzten Sperrfrist gestellt werden.

Wurde Ihre Fahrerlaubnis aus anderen Gründen entzogen, bestehen keine besonderen Fristen hinsichtlich des Zeitpunkts der Antragstellung.

Ob Sie eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) - im Volksmund "Idiotentest" - machen müssen, kann erst nach Vorliegen aller Antragsunterlagen entschieden werden.

Wenn Sie ein Fahrzeug mit 1,6 Promille oder mehr geführt haben oder wiederholt mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen sind, dann müssen Sie allerdings mit der Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung rechnen. Dies gilt auch, wenn Sie Drogen konsumiert haben oder wenn Ihnen die Fahrerlaubnis wegen 8 Punkten oder mehr im Fahreignungsregister entzogen wurde.

Informationen zur medizinisch-psychologischen Untersuchung

Zuständigkeit

Wer für Ihren Antrag zuständig ist, richtet sich nach dem Anfangsbuchstaben Ihres Nachnamens. Sie erreichen Ihre Sachbearbeiterin oder Ihren Sachbearbeiter unter folgenden Telefonnummern:

Buchstabe A bis F:   0221 / 221-26235
Buchstabe G bis KI: 0221 / 221-26501
Buchstabe KL bis Q: 0221 / 221-26817
Buchstabe R bis Z:   0221 / 221-26232

Fax: 0221 / 221-22300

Änderungen im Führerscheinrecht seit 2013

Seit dem 19. Januar 2013 wird in Deutschland das neue Modell des einheitlichen EU-Kartenführerscheins ausgestellt.

Wichtige Änderungen finden Sie hier:

Führerscheinrechtliche Änderungen - das gilt seit dem 19. Januar 2013

Vorsprache

Eine persönliche Vorsprache ist erforderlich.

Gebühren

Bis zu 256 Euro, abhängig vom Aufwand.

Bei einer Weiterbildung nach dem Berufsfahrerqualifizierungsgesetz fallen zusätzlich 28,60 Euro für den Eintrag der Schlüsselziffer 95 an.

Die Gebühren können Sie bar oder mit der EC-Karte und PIN-Nummer bezahlen.

Rechtliche Voraussetzungen

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Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Anschrift
Führerscheinstelle
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln
Zugänglichkeit
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
  • Hilfen für Blinde und Sehbehinderte.
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
Telefon
0221 / 221-26155
Telefax
0221 / 221-22300
Kontakt
Öffnungszeiten

Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr
und nach Vereinbarung

Online Anwendungen

Downloads und Infos

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Kalk Kapelle, rollstuhlgerecht)
Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Kalk Post, nicht rollstuhlgerecht)
Bus-Linie 159 (Haltestellen Kalk Kapelle und Kalk Post)
S-Bahn-Linien S 12 und S 13 sowie Regionalbahn RB 25 (Haltestelle Trimbornstraße, nicht rollstuhlgerecht)

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