Beschreibung

Sie besitzen Musikinstrumente oder Rohholz aus Palisander, Rosenholz, Bubinga oder Kosso oder handeln damit? Dann sollten Sie eine Bescheinigung über den Erwerb oder Besitz dieser Hölzer beantragen. Auf der letzten CITES-Vertragsstaatenkonferenz (Washingtoner Artenschutzübereinkommen) zum Schutz freilebender Tiere und Pflanzen wurden einige Baum- beziehungsweise Holzarten neu unter Schutz gestellt. 

Ab Januar 2017 werden

  • alle Arten der Gattung Dalbergia spp. (Handelsname Palisander/Rosenholz) mit Ausnahme der Art Dalbergia nigra (Rio Palisander), die bereits auf Anhang I gelistet ist,
  • drei Arten der Gattung Guibourtia spp. (Handelsname Bubinga)
  • sowie die Art Pterocarpus erinaceus (Handelsname Kosso)

in den CITES Anhang II erfasst.

Von den Schutzbestimmungen sind nicht nur die Rohhölzer, sondern auch Erzeugnisse, wie beispielsweise Musikinstrumente erfasst.

Bescheinigung beantragen

Sollten Sie Rohholz oder Musikinstrumente aus den neu gelisteten Hölzern besitzen, können Sie diese bei der Unteren Naturschutzbehörde Köln registrieren lassen. Hierbei handelt es nicht um eine Verpflichtung, sondern um eine Möglichkeit, die Ihnen eine spätere Vermarktung oder eine mögliche Ausfuhr erleichtern soll. Ware, die vor dem völkerrechtlichen Inkrafttreten der Listung am 2. Januar 2017 von der zuständigen Landesbehörde registriert wurde, kann künftig als Vorerwerbsware ohne weiteren Nachweis des legalen Erwerbs (Rechnungen, Kaufbelege, Einfuhrgenehmigungen oder Ähnliches) gehandelt werden.

Bitte listen Sie uns Ihren Bestand an Instrumenten mit geschützten Hölzern auf. Hierzu sollten folgende Angaben enthalten sein, die die Instrumente beschreiben und individualisieren:

  • Eigentümerin oder Eigentümer beziehungsweise Absenderin oder Absender (mit Adresse, E-Mail, Telefonnummer)
  • Beschreibung des Instruments (verbaute Hölzer, insbesondere die geschützten Bestandteile, Herstellerfirma, Modell)
  • Seriennummer und/oder Foto
  • Kaufdatum  

Die Vorerwerbsregistrierung beschränkt sich auf den privaten Besitz geschützter Exemplare. Wer gewerblich mit geschützten Hölzern oder Erzeugnissen handelt, nimmt seinen Vorerwerbswarenbestand zum 2. Januar 2017 in das nach der Bundesartenschutzverordnung vorgeschriebene Nachweisbuch auf.

Gebühren

Für die Bescheinigung des Vorerwerbs wird eine Verwaltungsgebühr von 5 Euro berechnet.

Hierbei handelt es sich standardmäßig um eine Sammelbescheinigung aller gemeldeter Vorerwerbsteile.  Die Gebühr wird einmalig erhoben, unabhängig von der Anzahl gemeldeter Warenteile.

Auf Wunsch können auch Einzelbescheinigungen ausgestellt werden. Hierfür wird dann pro Einzelbescheinigung eine Verwaltungsgebühr von 5 Euro berechnet.  

Weitere Informationen und Kontakt

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu der Thematik haben wir für Sie bereitgestellt:

Geschützte Hölzer - häufig gestellte Fragen

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, nehmen Sie bitte über folgende Servicenummern Kontakt mit uns auf:

  • Stadtbezirke Ehrenfeld, Mülheim und Lindenthal: 0221 / 221-24877
  • Stadtbezirke Innenstadt, Rodenkirchen und Porz: 0221 / 221-34142
  • Stadtbezirke Nippes, Kalk und Chorweiler: 0221 / 221-36540

Sie können uns zudem eine E-Mail senden:

Untere Naturschutzbehörde

Die Internetseite des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn (BfN) informiert Sie über die unter Schutz gestellten Holzarten.

Beschlüsse der 17. CITES Vertragsstaatenkonferenz

Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)
Stadtbahn-Linien 3 und 4 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
Bus-Linien 153 und 156 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
S-Bahn Linien S 6, S 11, S 12, S 13 sowie Deutsche Bahn (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)

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