Beschreibung

Dieses umfassende Baugenehmigungsverfahren wird für die Errichtung und Änderung von Vorhaben, Anlagen und Einrichtungen durchgeführt, die besonderen Anforderungen unterliegen. Die Behörde prüft in diesem Verfahren die Einhaltung aller öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften. Diese so genannten großen Sonderbauten finden Sie weiter unten aufgelistet.

Benötigt werden

  • Antragsformular

    Bitte verwenden Sie nur die amtlichen Vordrucke, die Ihnen in unserem Downloadservice zur Verfügung stehen. Das Antragsformular muss von der Bauherrin, dem Bauherrn und der Entwurfsverfasserin, dem Entwurfsverfasser unterzeichnet werden.

  • Baubeschreibungsformular

    Bitte verwenden Sie nur die amtlichen Vordrucke, die Ihnen in unserem Formularservice zur Verfügung stehen.

  • Betriebsbeschreibungsformular

    Die Betriebsbeschreibung ist nur erforderlich bei gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben. Bitte verwenden Sie nur die amtlichen Vordrucke, die Ihnen in unserem Formularservice zur Verfügung stehen. Es können Arbeitsablauf-, Maschinenaufstell- und Rettungswegpläne erforderlich sein.

  • Lageplan - Flurkarte - Deutsche Grundkarte

    Der Lageplan sollte nicht älter als 6 Monate sein und mindestens im Maßstab 1:500 auf der Grundlage eines Auszuges aus der Liegenschaftskarte/Flurkarte erstellt sein. Wenn die Grundstücksgrenzen nicht festgestellt oder Koordinaten nicht ermittelt werden können, Grenzüberbauungen vorliegen oder Flächen angrenzender Grundstücke von Baulasten zugunsten des Baugrundstücks betroffen sind, dann ist ein amtlicher Lageplan vorzulegen. Handelt es sich um ein Vorhaben, welches in einem Bereich ohne Bebauungsplan oder im Aussenbereich liegt, dann ist zusätzlich die Vorlage der Flurkarte und einer Deutschen Grundkarte - Maßstab 1:5000 - erforderlich. Beide Karten sind beim Amt für Liegenschaft, Vermessung und Kataster erhältlich.

  • Bauzeichnungen

    Es sind Grundrisse aller Geschosse, Schnitt oder Schnitte und Ansichten im Maßstab 1:100 einzureichen. Es können zusätzlich einzelne Bauzeichnungen oder Teile davon durch besondere Zeichnungen, Zeichen und Farben erläutert werden. Bestandspläne können erforderlich sein. Für Mittel- und Großgaragen, Versammlungs-, Verkaufs- und Gaststätten sind zusätzliche Angaben und Bauvorlagen erforderlich (beispielsweise Abmessung und Kennzeichnung der Fahrgassen, Bestuhlungspläne und Darstellung der Behandlungsräume).

  • Nachweis der Standsicherheit

    Vor Erteilung der Baugenehmigung muss der Standsicherheitsnachweis in geprüfter Form vorliegen. Die Prüfung muss von staatlich anerkannten Sachverständigen oder der Statischen Abteilung des Bauaufsichtsamtes vorgenommen werden. Die Prüfung umfaßt auch den baulichen Brandschutz und den baulichen Schall- und Wärmeschutz.

  • Brandschutzkonzept

    Das Brandschutzkonzept ist eine zielorientierte Gesamtbewertung des baulichen und abwehrenden Brandschutzes. Das Konzept muss von staatlich anerkannten Sachverständigen für die Prüfung des Brandschutzes oder von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für den baulichen Brandschutz aufgestellt werden. Im Einzelfall können auch Personen in Betracht kommen, die auf Grund ihrer fachlichen Qualifikation zur Erstellung von Brandschutzkonzepten durch die Bauaufsichtsbehörden akzeptiert werden (zum Beispiel "Angehörige von Werksfeuerwehren, die auf Grund ihrer Ausbildung auch den vorbeugenden Brandschutz ihres Betriebes beurteilen können" oder "von anderen Ländern der Bundesrepublik Detuschland anerkannte Sachverständige").

  • Schallschutzgutachten

    In Abhängigkeit von der Umgebung kann ein spezielles Schallschutzgutachten zur Beurteilung der Immissionen erforderlich sein - beispielsweise für Aussengastronomien, Gewerbebetriebe und Versammlungsstätten. Erstellt werden diese Gutachten von Sachverständigen.

  • Rechnerische Nachweise

    Die Berechnungen des Maßes der baulichen Nutzung - Grundflächenzahl GRZ, Baumassenzahl BMZ und Geschossflächenzahl GFZ - sind nur im Bereich eines Bebauungsplanes oder einer Satzung erforderlich. Der rechnerische Nachweis über die Höhe des Fußbodens des höchstgelegenen Aufenthaltsraumes über der Geländeoberfläche ist einzureichen. Bei Gebäuden ist die Berechnung des umbauten Raumes nach DIN 277, bei baulichen Anlagen, die nicht Gebäude sind, ist die Herstellungssumme einschließlich Umsatzsteuer zu ermitteln.

  • Bauvorlageberechtigung

    Die Bauvorlagen müssen von einer Entwurfsverfasserin, einem Entwurfsverfasser, die beziehungsweise der bauvorlageberechtigt ist, durch Unterschrift anerkannt sein. Der Nachweis der Bauvorlageberechtigung kann beispielsweise durch Kammerstempel, Angabe der Mitgliedsnummer der Kammer oder Kopie der Mitgliedsurkunde erfolgen. Für juristische Personen des öffentlichen Rechts und Unternehmen muss die bauvorlageberechtigte Person unterzeichnen, unter deren Leitung die Bauvorlagen gefertigt wurden. Aktuelle Listen über Architektinnen, Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure werden bei den Kammern geführt.

  • Stellplatzberechnung und Stellplatznachweis

    Die notwendigen Stellplätze sind zu berechnen und im Lageplan einzutragen.

  • Statistikbogen

    Einen Link zum Erhebungsbogen für die Baustatistik finden Sie weiter unten auf der Seite.

Bürgerberatung Bauen

Allgemeine Informationen erhalten Sie in unserer Bürgerberatung Bauen. Wir beraten Sie zu öffentlich-rechtlichen Vorschriften - insbesondere hinsichtlich des Baurechts. Bitte beachten Sie, dass wir nur zu konkreten Einzelfragen Auskunft geben können, wenn Sie den Antrag gestellt haben.

Nutzen Sie unser Kontaktformular, wenn Sie eine Frage haben.

Auflistung der "großen Sonderbauten"

  1. Hochhäuser
  2. bauliche Anlagen mit mehr als 30 Meter Höhe
  3. bauliche Anlagen und Räume mit mehr als 1.600 Quadratmeter Grundfläche - dass können auch Handwerks-, Dienstleistungs- und Industriebetriebe sein -
  4. Verkaufsstätten mit mehr als 700 Quadratmeter Verkaufsfläche
  5. Messe- und Ausstellungsbauten
  6. Büro- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 3.000 Quadratmeter Geschossfläche
  7. Kirchen und Versammlungsstätten mit Räumen für mehr als 200 Personen
  8. Sportstätten mit mehr als 1.600 Quadratmeter Grundfläche oder mehr als 200 Zuschauerplätzen, Freisportanlagen mit mehr als 400 Tribünenplätzen
  9. Sanatorien und Krankenhäuser, Entbindungs-, Säuglings-, Kinder- und Pflegeheime
  10. Kindergärten und -horte mit mehr als 2 Gruppen oder mit Aufenthaltsräumen für Kinder außerhalb des Erdgeschosses und Tageseinrichtungen für Menschen mit Behinderungen und alte Menschen
  11. Gaststätten mit mehr als 40 Gastplätzen oder Beherbergungsbetriebe mit mehr als 30 Betten und Vergnügungsstätten
  12. Schulen, Hochschulen und ähnliche Einrichtungen
  13. Abfertigungsgebäude von Flughäfen und Bahnhöfen
  14. Justizvollzugsanstalten und bauliche Anlagen für den Maßregelvollzug
  15. bauliche Anlagen und Räume, deren Nutzung mit Explosionsgefahr oder erhöhter Brand-, Gesundheits- und Verkehrsgefahr verbunden ist (beispielsweise Tankstellen, Schreinereien und Anlagen, die nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungsbedürftig sind)
  16. Garagen mit mehr als 1.000 Quadratmeter Nutzfläche
  17. Camping- und Wochenendplätze
  18. Regale mit mehr als 9 Meter Lagerhöhe (Oberkante Lagergut)
  19. Zelte (außer Fliegende Bauten)

Informationen rund um das Baugenehmigungsverfahren

Entwurfsverfasser

Anschriften bauvorlageberechtigter Entwurfsverfasserinnen und Entwurfsverfasser sind bei den Kammern erhältlich. 

Stellplätze

Für die Errichtung und Änderung von baulichen und anderen Anlagen sind Stellplätze in ausreichender Zahl herzustellen. Die Anzahl der notwendigen Stellplätze richtet sich in der Regel nach Nutz-, Verkaufs- und Grundstücksflächen, aber auch nach Sitz- und Besucherplätzen oder Schülerzahlen. Bei der Berechnung wird die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr berücksichtigt. Die Stellplätze müssen vorrangig auf dem eigenen Baugrundstück nachgewiesen werden. Der Nachweis kann auch auf einem Grundstück in der näheren Umgebung erbracht werden, in diesem Fall muss eine Baulast eingetragen werden.

Können notwendige Stellplätze gar nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten nachgewiesen werden, kann die Stadt Köln im Einzelfall gegen Zahlung einer Ablösesumme auf die Herstellung dieser Stellplätze verzichten. Die Ablösebeträge sind zweckgebunden und werden zur Herstellung öffentlicher Parkeinrichtungen, für investive Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs oder Fahrradverkehrs verwendet. Maßgebend ist die Ablösesatzung der Stadt Köln, die Ihnen ebenso wie die Tabelle "Richtzahlen Radstellplätze und PKW-Stellplätze" als Download zur Verfügung steht. 

Spielfläche

Ein Gebäude mit Wohnungen darf nur errichtet werden, wenn eine ausreichende Spielfläche für Kleinkinder auf dem Grundstück bereitgestellt wird. Die Größe der nutzbaren Spielfläche soll mindestens 45 Quadratmeter betragen. Bei Gebäuden mit mehr als fünf Wohnungen erhöht sich die Mindestgröße der nutzbaren Spielfläche für jede weitere Wohnung um 5 Quadratmeter. Die Berechnung und Darstellung (zum Beispiel im Lageplan oder Außenanlagenplan) ist dem Bauantrag beizufügen. Die Spielplatzsatzung der Stadt Köln steht als Download zur Verfügung.

Baumschutz

Im Lageplan sind die auf dem Baugrundstück vorhandenen Bäume und die von der Baumaßnahme betroffenen Bäume auf Nachbargrundstücken einzutragen. Darzustellen sind die Standorte, die Baumarten, der Kronendurchmesser und der Stammumfang in 1 Meter Höhe über dem Erdboden.

Sind von der Baumaßnahme keine Bäume betroffen, so ist eine Erklärung des Bauherrn an die Untere Landschaftsbehörde abzugeben, dass bei der Durchführung der Baumaßnahme kein geschützter Baumbestand betroffen ist (Negativerklärung).

Archiv

Archivierte Bauakten können beim Zentralen Aktendepot eingesehen werden.

Archivierte Bauakten einsehen

Satzungen und Karte der Gebietszone I

Erhebungsbogen für die Baustatistik

Beachten Sie bitte, dass der Service "Bautätigkeitsstatistik-Online" auf dem Server des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird. Dort finden Sie auch die Meldung zu den Bautätigkeitsstatistiken für Nordrhein-Westfalen in elektronischer Form.

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Gebühren

Die Gebühren werden nach der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des Landes Nordrhein-Westfalen errechnet.

Die Gebühr errechnet sich in der Regel auf der Grundlage des Brutto-Rauminhaltes - Rohbauwert x Kubikmeter umbauten Raum x 13 von Tausend, Zu- beziehungsweise Abschläge sind möglich. Die Gebühr beträgt mindestens 50 Euro. Baulasten, Befreiungen, Abweichungen, Prüfung des Standsicherheitsnachweises und so weiter werden gesondert berechnet.

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Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Anschrift
Bürgerberatung der Bauaufsicht
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Zugänglichkeit
  • Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer eingeschränkt zugänglich.
  • Der Eingangsbereich ist für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer voll zugänglich.
  • Markierte Behindertenparkplätze sind vorhanden.
  • Die Aufzüge sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer voll zugänglich.
Telefon
0221 / 221-33363 - Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr
Telefax
0221 / 221-22567
Kontakt
Öffnungszeiten

Persönliche Beratung:
Dienstag, 8:30 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr
Donnerstag, 8:30 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr
Telefonische Beratung:
Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr

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Ähnliche Dienstleistungen

Downloads und Infos

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)
Stadtbahn-Linien 3 und 4 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
Bus-Linien 153 und 156 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
S-Bahn Linien S 6, S 11, S 12, S 13 sowie Deutsche Bahn (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)

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