Beschreibung

Die meisten Bauanträge fallen unter das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren, beispielsweise die Errichtung eines Einfamilienhauses. Einen Bauantrag müssen Sie schriftlich mit allen erforderlichen Unterlagen, den Bauvorlagen, bei uns einreichen.

Bauvorlagen müssen grundsätzlich von einer Entwurfsverfasserin oder einem Entwurfsverfasser gefertigt sein, also der Person, die das Bauvorhaben plant, die Bauvorlagen zusammenstellt und den Bauantrag stellt. In der Regel handelt es sich um Architektinnen und Architekten, Ingenieurinnen und Ingenieure, die eine Bauvorlagenberechtigung besitzen, den Nachweis der notwendigen Fachkompetenz. 

Einige Unterlagen müssen Sie zu jedem Antrag einreichen. Weitere können erforderlich sein, das ist abhängig vom jeweiligen Bauvorhaben. Unter "Benötigt werden" haben wir die Unterlagen aufgelistet, die Sie immer einreichen müssen. Informationen zu allen Bauvorlagen, auch den optionalen, sind auf der Seite "Hinweise zu den Unterlagen" zusammengestellt. Ein "Glossar" und "Häufige Fragen zur Baugenehmigung" soll Sie ebenfalls bei der Antragstellung unterstützen.

 

Benötigt werden

  • Antragsformular

    Gültig ist nur der vorgeschriebene Vordruck. Ist zum Beispiel eine Gesellschaft oder Firma Antragstellerin, müssen Sie immer eine natürliche Person mit vollem Namen als Vertreterin oder Vertreter angeben. Bitte geben Sie immer die vollständige Bezeichnung des Bauvorhabens an. Das Antragsformular muss von der antragstellenden oder bevollmächtigten Person unterzeichnet sein, außerdem von der Entwurfsverfasserin oder dem Entwurfsverfasser. Das Formular finden Sie auf der Seite "Hinweise zu den Unterlagen", der Link ist weiter unten auf dieser Seite.

  • Lageplan

    Dem Lageplan kommt sowohl bei der Beurteilung des Bauantrages als auch für die spätere Rechtssicherheit der Baugenehmigung eine bedeutende Rolle zu. Er stellt eine eigenständige Bauvorlage und die Gesamtzusammenhänge des Bauvorhabens dar. Es gibt Angaben, die oft in Bauzeichnungen bereits enthalten sind, die aber dennoch auch im Lageplan Pflicht sind.

  • Flurkarte oder Auszug aus dem Liegenschaftskataster

    Die Flurkarte, auch "Auszug aus dem Liegenschaftskataster", brauchen wir, wenn Sie keinen amtlichen Lageplan vorlegen. Ein Lageplan ist amtlich, wenn er von einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur (ÖBVI) erstellt wurde. Die Flurkarte darf nicht älter als sechs Monate sein. Sie erhalten diese beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster.

  • Bauzeichnungen

    Bitte reichen Sie Grundrisse aller Geschosse, Schnitte und Ansichten im Maßstab 1:100 ein. Weitere Angaben können je nach Vorhaben notwendig sein, ebenso Bestandspläne, wenn Sie zum Beispiel die Erweiterung vorhandener Gebäude planen. Bitte achten Sie unbedingt auf Übereinstimmung der Bauzeichnungen mit dem Lageplan.

  • Baubeschreibungsformular

    Auch hier gilt nur der vorgeschriebene Vordruck "Baubeschreibung", den Sie auf der Seite "Hinweise zu den Unterlagen" finden. Benötigen Sie mehr Platz, können Sie aber gerne ein Beiblatt oder mehrere als Anlage beifügen, das dann ebenfalls von der Entwurfsverfasserin oder dem Entwurfsverfasser unterschrieben sein muss.

  • Rechnerische Nachweise

    Hierzu zählen unter anderem die Berechnung der Wohn- und Nutzfläche, der Geschosse und, je nach Fall, außerdem des umbauten Raumes nach DIN 277 und/oder der voraussichtlichen Herstellungskosten. Weitere Nachweise werden bei Vorliegen eines Bebauungsplanes notwendig. Genauere Erläuterungen erhalten Sie auf der Seite "Hinweise zu den Unterlagen".

  • Stellplatzberechnung/Stellplatznachweis

    In jedem Fall müssen Sie eine Aussage zur Stellplatzsituation auf dem Grundstück treffen. Für fast alle Anträge ist eine Stellplatzberechnung erforderlich. Je nach Bauvorhaben müssen Stellplätze für Fahrzeuge, insbesondere für Personenkraftwagen (Pkw) und Fahrräder, auf dem Grundstück bereitgestellt und im Lageplan eingezeichnet werden.

  • Statistikbogen

    Den Erhebungsbogen für die Baustatistik erhalten Sie über den Server des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg. Sie werden am Bildschirm durch den Bogen geleitet, nach dem Ausfüllen wird eine PDF-Datei erzeugt, die Sie ausdrucken und dann dem Antrag beifügen. Den Link zum Online-Erhebungsbogen finden Sie auf unserer Seite "Hinweise zu den Unterlagen".

  • Prüfvermerk

    Der Prüfvermerk, oder auch "Auszug aus dem örtlichen Bau- und Planungsrecht", gibt detailliert Auskunft über ein Grundstück. Mit dem Auszug schaffen Entwurfsverfasserinnen und -verfasser die sichere Basis für die Grundlagenermittlung gemäß Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Er ist das Fundament der Planung. Er verschafft Klarheit, welche Ämter beteiligt oder ob Gutachten eingeholt werden müssen. Er bietet zu einem frühen Zeitpunkt bereits größtmöglichen Überblick über das Verfahren und damit Planungssicherheit. Auch wird die präzisere Kostenschätzung für das Bauvorhaben erleichtert. Sie sind nicht verpflichtet, uns einen Prüfvermerk vorzulegen, er gehört nicht zu den zwingend geforderten Bauvorlagen. Es beschleunigt aber das gesamte Verfahren, wenn er bereits dem Antrag beiliegt. Er sollte nicht älter als drei Monate sein. Sie erhalten ihn beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster.

  • Weitere Bauvorlagen

    Je nach Bauvorhaben muss eine Vielzahl weiterer Bauvorlagen zu Ihrem Antrag eingereicht werden. Bitte informieren Sie sich auf unserer Seite "Hinweise zu den Unterlagen".

Vorsprache

Eine verbindliche Klärung Ihres konkreten Bauvorhabens ist leider erst im Antragsverfahren möglich. Haben Sie vorher Fragen zum Planungsrecht, allgemeine Fragen oder zum Verfahrensablauf? Wir beraten Sie am Telefon, per E-Mail, während der Sprechzeiten der Bauberatung oder im persönlich vereinbarten Termin. Den Link zur Bürgerberatung Bauen finden Sie rechts oben auf dieser Seite unter Kontakt.

Gebühren

Die Höhe hängt vom Einzelfall ab und kann sich auch durch Zu- und Abschläge verändern, beträgt jedoch mindestens 50 Euro. Sie wird auf Basis der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (AVerwGebO NRW) errechnet und hängt unter anderem vom Rauminhalt und dem Rohbauwert Ihres Vorhabens ab. Bei Neuerrichtungen oder Erweiterungen wird folgende Formel angewendet:

Rohbauwert (Tabelle Z 201, Anlage 1) x umbauter Raum (Bruttorauminhalt in Kubikmeter) x sechs oder zehn Tausendstel (je nach Gebäudeart)

Baulasten, Befreiungen, Abweichungen, Beteiligung weiterer Ämter und Anderes werden gesondert berechnet. Einen Link zur AVerwGebO NRW finden Sie weiter unten, maßgeblich ist die Tarifstelle 02 (Teil I und II).

Rechtliche Voraussetzungen

Die Anforderungen an Bauvorlagen werden in der Verordnung über bautechnische Prüfungen geregelt (BauPrüfVO).

BauPrüfVO auf den Seiten des Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklunge und Verkehr Nordrhein-Westfalen Allgemeine Verwaltungsgebührenordnung Nordrhein-Westfalen
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Kontakt

Kontakt und Erreichbarkeit

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen

Stadtbahn-Linien 1 und 9 (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)
Stadtbahn-Linien 3 und 4 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
Bus-Linien 153 und 156 (Haltestelle Bahnhof Deutz/LANXESS arena)
S-Bahn Linien S 6, S 11, S 12, S 13 sowie Deutsche Bahn (Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe)

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