Das Stadtentwicklungskonzept Wohnen umfasst das gesamte Feld der kommunalen Wohnungspolitik und zeigt einen Gesamtrahmen für deren aktuelle und zukünftige Ausrichtung.

Köln ist eine wachsende Stadt. Laut städtischer Bevölkerungsprognose wird die Domstadt bis zum Jahr 2020 rund 1.065.000 Einwohnerinnen und Einwohner haben, das sind 48.000 mehr als noch bei der Volkszählung im Mai 2011. Auch die Zahl der Haushalte wird in diesem Zeitraum deutlich wachsen. Das geht aus dem Stadtentwicklungskonzept Wohnen hervor, das der Rat am 11. Februar 2014 beschlossen hat.

Bis zum Jahr 2029 werden in Köln rund 52.000 zusätzliche Wohnungen benötigt. Ein Großteil davon bereits bis 2020, vor allem im Geschosswohnungsbau. Nach derzeitiger Berechnung fehlen in Köln planungsrechtlich qualifizierte Flächen für rund 13.300 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Eine zentrale Herausforderung für die Kölner Wohnungspolitik besteht also darin, in den Jahren bis 2020 möglichst viele Standorte für den Wohnungsbau zu mobilisieren, um die beschriebene Nachfrage zu befriedigen.

Das Stadtentwicklungskonzept enthält in den Handlungsfeldern "Baulandmanagement" und "Innentwicklung" mehrere Maßnahmenvorschläge, wie diese Flächen zeitnah und systematisch identifiziert und als Wohnbauland qualifiziert werden können.

Rat, Verwaltung und Kölner Wohnungswirtschaft sehen im prognostizierten Wachstum eine große Chance, Köln als dynamische, prosperierende und attraktive Metropole zu stärken. Damit ist aber auch die große Herausforderung und Aufgabe verbunden, die vorhandenen Wohnungen nicht nur zu sichern und zu erhalten, sondern sie auch schrittweise den Anforderungen durch den demographischen Wandel und den Klimaschutz anzupassen.

Das Stadtentwicklungskonzept Wohnen geht aber weit über den Bereich des Neubaus hinaus. Es umfasst das gesamte Feld der kommunalen Wohnungspolitik und zeigt damit einen Gesamtrahmen für deren aktuelle und zukünftige Ausrichtung.

© Stadt Köln
Einfamilienhaus in autofreier Siedlung

In mehreren Bereichen gibt es Maßnahmenvorschläge: in der sozialorientierten Wohnungspolitik mit dem Ziel der Sicherung und Schaffung bezahlbaren Wohnraums, im Bereich der energetischen Modernisierung, beim altengerechten und barrierefreien Wohnen sowie in der Quartiersentwicklung, der zukünftig eine zentrale Rolle in einer integrierten Stadtentwicklungspolitik zukommen wird.

Mit dem Beschluss zum Stadtentwicklungskonzept Wohnen wird die Weichenstellung für die zukünftige Kölner Wohnungspolitik vorgenommen. Die Verwaltung wird in der Folge konkrete Einzelvorlagen erarbeiten und Interventionsräume festlegen, in denen ein besonderes Handlungserfordernis besteht.

Bei Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik unter den Telefonnummern 0221 / 221-27060 und 0221 / 221-24696 gerne zur Verfügung.

Stadtentwicklung Köln - Stadtentwicklungskonzept Wohnen
PDF, 3748 kb

Wohnungsbauprogramm 2015

Auf der Grundlage des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen wird die Verwaltung das Wohnungsbauprogramm 2015 unter Berücksichtigung der neuen Schwerpunkte aktualisieren.

Das Wohnungsbauprogramm enthält die wohnungspolitischen Ziele sowie eine vollständige Darstellung der Flächenpotenziale.

Wohnungsbauprogramm 2015

Wohnungsbauforum Köln

Die Stadt Köln kann die Herausforderung, Köln als Wohnstandort zu stärken, nicht allein bewältigen. Sie ist auf dem Kölner Wohnungsmarkt eine Akteurin von vielen. Deshalb werden in einem eigenen Handlungsfeld "Kooperation" konkrete Handlungsvorschläge gemacht, wie die bereits im Kölner Wohnungsbauforum bestehende Kooperation ausgebaut und vertieft wird, vor allem durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Verwaltung und den Akteuren des Wohnungsmarktes. Das Wohnungsbauforum Köln ist ein Beratungsgremium zu aktuellen wohnungspolitischen Fragestellungen.

Informationen zum Kölner Wohnungsbauforum

Kooperatives Baulandmodell Köln

Das Kooperative Baulandmodell Köln ist ein weiterer wichtiger Baustein, um die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums in Köln zu fördern.

Mit der Anwendung dieses Modells werden Bauherren unter klar definierten Rahmenbedingungen verpflichtet, einen Anteil öffentlich geförderten Wohnraums zu realisieren.

Kooperatives Baulandmodell Köln