Stadt plant Weiterentwicklung und Ergänzung um stadtgestalterische Ebene

Im kommenden Jahr wird der städtebauliche Masterplan für Köln zehn Jahre alt. 2008 durch den Verein Unternehmer für die Region Köln e.V. beauftragt und in einem dialogischen Prozess gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft erarbeitet, hat ihn der Rat der Stadt Köln im Mai 2009 als grundsätzliche Handlungsempfehlung und strategische Zielausrichtung für die zukünftige Entwicklung der Kölner Innenstadt beschlossen.

Seitdem hat sich der Masterplan als wichtiges Kommunikationsinstrument und "Regiebuch" für die städtebaulichen Herausforderungen verstetigt. Rund 30 Maßnahmen befinden sich aktuell in der Umsetzung oder Planung, einige Projekte sind bereits realisiert.                                               

Die Verwaltung plant nun, dass der Stadtentwicklungsausschuss den Masterplan bestätigt und zugleich die Verwaltung damit beauftragen, ihn weiterzuentwickeln und im Hinblick auf vier erste konkrete "Lupenräume" planerisch zu präzisieren.

Als sinnvolle erste Lupenräume wurden folgende Bereiche definiert:
 - Via Culturalis,
- Bereich rund um den Westdeutschen Rundfunk und das Museum für Angewandte Kunst Köln,
- Komödienstraße sowie
- Ehrenstraße.  

Die Via Culturalis wird zurzeit bereits im Rahmen des Bundesförderprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" bearbeitet. Die Verwaltung soll nun für die Umsetzung Verfahrensvorschläge entwickeln.  

Die bisherige Arbeit mit dem Planwerk hat zunehmend deutlich gemacht, dass es sinnvoll ist, das eher grobe Raster des Masterplans und seine räumlich strategische Ausrichtung um eine zusätzliche detailliertere Maßstabsebene zu ergänzen und dabei den Blick auf Schlüsselorte des Stadtkörpers, die so genannten Lupenräume, zu richten. Der Beschluss des Stadtentwicklungsausschusses ist ein wichtiger Schritt, um die Kontinuität in der städtebaulichen Planung der Kölner Innenstadt zu sichern.      

Lenkungsgruppe und Einführung einer neuen Maßstabsebene – die Lupenräume
Um die Qualität bei der Umsetzung zu sichern, wurde mit dem Masterplan eine begleitende Lenkungsgruppe, bestehend aus Fachexperten, Politik und Verwaltung, eingerichtet. Im Rahmen der halbjährlichen Sitzungen werden aktuelle Themen im Zusammenhang mit dem Masterplan diskutiert und Lösungsansätze entwickelt.  

Neben der Begleitung aktueller Planungsprozess, wie beispielsweise das kooperative Verfahren Parkstadt Süd oder das Werkstattverfahren Deutzer Hafen, hat die Lenkungsgruppe Workshops zur Weiterentwicklung des Masterplans durchgeführt. Die Kernfrage lautete hierbei, auf welche Art der Masterplan fortgeschrieben werden muss, um die Aufwertung des Öffentlichen Raums - auch unter Einbindung privater Partner - noch stärker in den Fokus zu nehmen.  

Mit diesem Ziel einer stadträumlichen Aufwertung wurden daraufhin vergleichsweise kleinteilige Orte und Raumabfolgen definiert (Lupenräume), die vor dem Hintergrund funktionaler sowie gestalterischer Fragestellungen vertiefend behandelt werden sollen.  

Die Kontinuität des Masterplans sichern
Das Ergebnis der Auswertung und der Konzeptansatz zur Weiterentwicklung werden dem Stadtentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 21. September 2017 zur Beratung vorgelegt.

Beschlussvorlage Nr. 2358/2017 im Ratsinformationssystem Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit