Oberbürgermeisterin Henriette Reker begrüßte rund 170 Bürgerinnen und Bürger

Oberbürgermeisterin Henriette Reker war am gestrigen Mittwochabend, 22. November 2017, zu Gast im Porzer Rathaus. Dorthin hatte sie für die zweite Runde der Stadtgespräche eingeladen. Rund 170 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen.

© Stadt Köln

Wie wollen wir in Köln 2030 leben? Ich mache eine Runde durch alle Stadtbezirke und möchte heute Abend von Ihnen wissen, wie sich Köln entwickeln soll,

sagte Reker zu Beginn der Veranstaltung.

Sagen Sie uns, was Sie bewegt. Diese Info brauchen wir ganz dringend,

sagte die Oberbürgermeisterin. Unter den Porzer Bürgerinnen und Bürgern gab es anschließend an dem vorbereiteten Mitmachparcours viele lebhafte Diskussionen und kreative Auseinandersetzungen über ihren Bezirk.

Dann waren die Bürgerinnen und Bürger an den Stationen des Parcours am Zug. Dort konnten sie zu unterschiedlichen Fragestellungen aktiv mitarbeiten und ihre Erfahrungen und Ideen zu ihrem Bezirk einbringen. Schriftlich und mündlich. Aber auch spielerisch, zum Beispiel durch "3 Bälle für meinen Bezirk", bei dem unter anderem rote Bälle in acht Eimer geworfen werden konnten – jeder Eimer zeigte ein Entwicklungsfeld, das gewichtet werden konnte. Oder bei der Station "Mein Köln", wo sie auf eine A4-Karte schreiben konnten, was sie mit Porz besonders verbinden, um sich anschließend mit der Karte fotografieren zu lassen. Bei der "Kreativstation" wurden mit Kleber, Papier, Textmarkern und anderen Materialien viele Ideen für die Zukunft Kölns und des Bezirks Porz entwickelt. Außerdem konnten auf einer großen Karte von Porz mit roten Punkten die jeweiligen Lieblingsplätze markiert werden.

© Stadt Köln

Am Ende des Abends folgte bereits eine erste Auswertung. Bei "3 Bälle für meinen Bezirk" waren in den Eimer "Sicherheit" die meisten Bälle geworfen worden. Dann folgten "Mobilität" und "Wohnen". Im Bezirk Innenstadt, in dem die Auftaktveranstaltung im Oktober stattgefunden hatte, war die Reihenfolge umgekehrt: "Wohnen", "Mobilität" und "Sicherheit". Auf der Karte von Porz waren als Lieblingsorte die Groov in Zündorf, Porz-Mitte sowie Gut Leidenhausen markiert worden.

Diese Orte sind auch meine Lieblingsorte,

stellte die Oberbürgermeisterin fest.

Besonders aufgefallen war ihr, dass an den Stationen viele Bürgerinnen und Bürger die Wichtigkeit des "Dialogs" herausgestellt hatten.

Sicherheit und Dialog - das habe ich eben gelesen. Dialog scheint für viele sehr wichtig zu sein. Und dass Jugendliche beteiligt werden sollen, ist auch immer wieder aufgetaucht,

sagte Reker.

© Stadt Köln

Bei der Kreativwerkstatt hatten sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit oftmals sehr fantasievollen Arbeiten unter anderem "Mehr Platz für alles und jeden", "#Arbeitstattkriminalität" sowie einen "Ruf- und Shuttlebus für Senioren" gewünscht.

Nachdem noch einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer abschließenden Fragerunde über Themen wie die Spielhallen-Situation, Verkehrsanbindungen oder ein generationenverbindendes Quartier mit der Oberbürgermeisterin gesprochen hatten, verabschiedete sich Reker:

Danke für Ihr Lob und Ihre Kritik. Das ist sehr wichtig für mich. Ich möchte nah am Puls der Bürger sein. Auch im nächsten Jahr komme ich wieder nach Porz.

Bei den Kölner Perspektiven 2030 soll eine über alle Politikfelder abgestimmte Stadtstrategie entstehen. Die Aufgabe der in den kommenden zwei Jahren (2018 bis Ende 2019) entstehenden, themenübergreifenden Strategie, ist es, die einzelnen Verwaltungsfachbereiche mit ihren Teilstrategien zu vereinen und somit eine sichere Zukunftsperspektive für die Stadtgesellschaft und Politik sowie für die Verwaltung zu schaffen.

Diesen Prozess hat der Rat am 11. Juli 2017 beschlossen. Er wird durch umfassende Beteiligungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten begleitet. Daran beteiligt sind Politik, Verwaltung, Expertinnen und Experten und insbesondere alle Kölner Bürgerinnen und Bürger, die sich einbringen möchten.

Sämtliche Beiträge der Bürgerinnen und Bürger aus den Bezirken werden gesichtet und sorgfältig ausgewertet. Und sie werden am Ende der Öffentlichkeit, wie auch thematischen Teams (Urbanes, Vernetztes, Offenes und Produktives Köln), vorgestellt und zugänglich gemacht. Auf diese Weise fließen sie in den weiteren Prozess zur Erarbeitung des strategischen Stadtentwicklungskonzeptes "Kölner Perspektiven 2030" ein.

Das nächste Stadtgespräch findet am Dienstag, 30. Januar 2018, ab 18:30 Uhr im Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Köln-Sülz statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Mehr Informationen: 

Kölner Perspektiven 2030 Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit