Informationsveranstaltung für die Anwohnerinnen und Anwohner

Angesichts anhaltend hoher Zuweisungen von geflohenen Menschen durch das Land NRW wird die Stadt Köln, wie bereits angekündigt, in Kürze Flüchtlinge in der Turnhalle des Hans-Böckler-Berufskollegs in Köln-Deutz unterbringen. Dabei handelt es sich nicht um die bereits belegte Turnhalle im Reitweg 10, sondern um die Turnhalle in der Neuhöffer Straße. Bei einer Belegung der Halle mit Einzelbetten können in Deutz bis zu 72 Personen untergebracht werden. Das Deutsche Rote Kreuz als Träger wird die Flüchtlinge vor Ort betreuen und stellt die Betreuung und Beratung durch Sozialarbeiter sicher.  

Um die Anwohnerinnen und Anwohner über diese Notmaßnahme und die aktuelle Flüchtlingssituation in Köln zu informieren, lädt die Stadt am Montag, 7. März 2016, ab 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in die Aula des Gymnasiums Schaurtestraße 1, ein. Einlass ist ab 18.30 Uhr. 

Zurzeit leben mehr als 12.200 geflüchtete Personen in städtischen Einrichtungen. Für die Stadt Köln besteht eine gesetzliche Verpflichtung, die Menschen unterzubringen und sie zu versorgen, um andernfalls drohende Obdachlosigkeit zu vermeiden.  

Da die regulären städtischen Unterbringungskapazitäten voll ausgelastet sind, sind derzeit in 23 von insgesamt mehr als 270 Turnhallen im Kölner Stadtgebiet Geflüchtete untergebracht.  

Die Stadt arbeitet mit Nachdruck daran, weitere Leichtbauhallen zu errichten. Auf diese Weise soll zunächst eine Belegung weiterer Turnhallen nach Möglichkeit vermieden, mittelfristig eine Freigabe derzeit belegter Sport- und Turnhallen für den Schul- und Vereinssport schnellstmöglich erzielt werden.  

Der erste Leichtbauhallen-Standort ist in Ostheim in Betrieb gegangen. Ein weiterer am Luzerner Weg (Mülheim) wird derzeit für den Bau vorbereitet. Mit einer Fläche am Butzweilerhof (Ossendorf) ist bereits ein weiterer Standort identifiziert. An der Wilhelm-Schreiber Straße in Ossendorf sollen entgegen der ursprünglichen Planung Wohncontainer entstehen. Auch dort sollen so schnell wie möglich Leichtbauhallen errichtet werden. Aktuell prüft die Stadt Köln weitere Flächen auf ihre Eignung, um das Konzept fortzuschreiben.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit