488.000 Euro Förderung fließen nach Köln

Um Kindern und Familien den Zugang zum Angebot der Kindertagesbetreuung zu erleichtern, nimmt Köln ab Herbst 2017 bis Ende 2020 am Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil. Nach erfolgreicher Bewerbung hat die Stadt die Zusage über rund 488.000 Euro Bundesmittel erhalten. Damit werden vier halbe Fachkraftstellen in Familienzentren in Chorweiler, Kalk, Mülheim und Meschenich gefördert sowie eine halbe Stelle für kommunale Koordinierung im Amt für Kinder, Jugend und Familie. In diesen vier Stadtteilen liegen Kinderarmuts- und Migrationsquoten vergleichsweise hoch.

Das Programm zielt darauf ab, Kindern und Familien in prekären Lebensverhältnissen oder mit Fluchterfahrung den Einstieg in das System zur frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu erleichtern. Ein Platz in einer Kindertageseinrichtung ist ein wichtiger Baustein in der Bildungsbiografie eines Kindes und die Basis für gute Start- und Bildungschancen. Trotz Rechtsanspruchs für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr besuchen Kinder aus benachteiligten Familien und Kinder mit Fluchterfahrung teilweise erst spät oder gar keine Kita oder Kindertagespflege. Grund dafür sind Sprachbarrieren, kulturelle Werte oder das den Familien unbekannte Bildungssystem. Im Rahmen des Bundesprogramms sollen Spielgruppen, Eltern-Kind-Gruppen und Elterncafés als niederschwellige Angebote helfen, den Familien den Zugang zum Regelangebot von Kita oder Kindertagespflege zu ebnen und so ihren Kindern den Zugang zur Bildungsteilhabe zu ermöglichen. "Kita-Einstieg" ist ein Mosaikstein im städtischen Programm "Starke Veedel - starkes Köln".

In Köln hat der bedarfsgerechte quantitative und qualitative Ausbau von Kindertagesbetreuung einen sehr hohen Stellenwert und wird angesichts stark steigender Geburten- und Kinderzahlen massiv vorangetrieben. Ein wichtiger Schritt ist die Realisierung der aktuell 62 projektierten neuen Kindertageseinrichtungen in Köln bis 2022/23 und der weiteren rund 30 Projekte in den Folgejahren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit