Leitungen aus den 1950er und 60er Jahren entsprechen nicht mehr den Hygiene-bestimmungen

Der Ausschuss für Umwelt und Grün hat in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag, 4. Mai 2017, beschlossen, in drei Kleingartenanlagen eine neue Wasserversorgung zu installieren. In der Anlage "Takufeld" zwischen der Äußeren Kanal- und der Rochusstraße stammen die bisherigen Leitungen aus den 1950er Jahren, in den Anlagen "An der Ling" in Longerich und "Scheibenstraße Ost" in Weidenpesch von 1960 und 1961.

Die damalige Bauweise mit Stegleitungen und Sammelzapfstellen ist völlig überaltert. Sie entspricht nicht mehr den aktuellen Hygienevorschriften, weil sich im stagnierenden Wasser Keime bilden können. In der Anlage Scheibenstraße Ost verlegten die Pächter in Eigenleistung Rohre zu den einzelnen Gärten. In diesen haben sich Verkrustungen gebildet, die den Wasserfluss behindern und immer häufiger zu Rohrbrüchen führen. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen lässt deshalb Ringwasserleitungen bauen, die jeden Garten einzeln mit Wasser versorgen. Diese Technik gewährleistet eine kontinuierliche Wasserbewegung und entspricht deshalb der Trinkwasserverordnung, die vorschreibt, dass Wasser für den Gebrauch von Menschen frei von Krankheitserregern, genusstauglich und rein sein muss.

Das Leitungsnetz erstellt die Stadt Köln, die Verbrauchskosten tragen die Pächterinnen und Pächter. Die Gesamtkosten für die neue Wasserversorgung betragen bei der Anlage "An der Ling" mit 144 Gärten 611.000 Euro, bei der Anlage "Takufeld" mit 82 Gärten 344.000 Euro und bei der Anlage "Scheibenstraße Ost" mit ebenfalls 82 Gärten 326.000 Euro. Die Pächterinnen und Pächter sind verpflichtet zur Übernahme der Erdarbeiten, die sie in Form von Eigenleistung oder Kostenübernahme erbringen können.

In Köln gibt es derzeit 192 Kleingartenanlagen, die von insgesamt rund 13.000 Pächterinnen oder Pächtern bewirtschaftet werden.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit