Details zu den städtischen Sicherheits-Planungen

Die Stadt Köln hat gemeinsam mit der Polizei Köln, der Bundespolizei, den Kölner Verkehrs-Betrieben, RheinEnergie und der Deutschen Bahn seit Wochen in verschiedenen Arbeitsgruppen die sicherheitsrelevanten Aspekte für die bevorstehende Silvesternacht untersucht und Maßnahmen abgestimmt.  

Die Ergebnisse sind auch eingeflossen in das kommunale Sicherheitskonzept, das die Sicherheitskonzepte der Polizeibehörden ergänzt. Dazu hat die Stadt Köln eine Sachverständige für Crowdmanagement beauftragt, deren Arbeits-Ergebnisse in die vorliegende Planung eingegangen sind.  

Im Vergleich zu den Vorjahren wird es drei relevante Veränderungen in der Sicherheitsarchitektur geben: Rund um den Dom wird vom Silvestertag, 31. Dezember 2016, 17 Uhr, bis Neujahr 1. Januar 2017, 5 Uhr, eine "böllerfreie Zone" eingerichtet, in die keine Pyrotechnik mitgenommen und dementsprechend auch kein Feuerwerk abgebrannt werden darf. Stattdessen wird der Bereich Schauplatz der multimedialen Lichtinszenierung von Philipp Geist "Dein Wort für Köln". Aus der Analyse der Erfahrungen des vergangenen Jahres wurde gemeinsam entschieden, die Hohenzollernbrücke in diesem Jahr in beiden Richtungen ab 16 Uhr für den Fußgängerverkehr zu sperren. Es wird deutliche mehr Licht in den besonders frequentierten Bereichen geben und die Stadt Köln wird ihren Personaleinsatz deutlich erhöhen. Der Rheinboulevard wird im oberen Bereich geöffnet, die Sitzstufen bleiben bereits tagsüber am 31. Dezember 2016 geschlossen und bilden den Rahmen eines "Bengalischen Feuerwerks".  

Am Silvesterabend selbst wird die Umsetzung des Sicherheitskonzeptes aus einem Koordinierungsstab im Rathaus Spanischer Bau unter Leitung des Amtes für öffentliche Ordnung gesteuert. Hier sind neben den Vertretern der beteiligten Behörden, der Hilfsorganisationen auch Verbindungpersonen des privaten Ordnerdienstleisters vertreten.

Im Koordinierungsstab fließen alle relevanten Informationen zusammen, werden bewertet und es werden entsprechende Maßnahmen veranlasst. Die originären Zuständigkeiten der einzelnen Beteiligten bleiben davon unberührt. Der Koordinierungsstab wird jedoch über relevante Vorgänge informiert.  

Die Stadt Köln wird mit insgesamt rund 600 Kräften des Ordnungs- und Verkehrsdienstes der Stadt Köln sowie Mitarbeitern eines beauftragten, privaten Sicherheits- und Ordnungsdienstes in der Kölner Innenstadt vertreten sein. Die rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Köln übernehmen ordnungsrechtliche Aufgaben, sichern die gewählte Verkehrs- und Fußgängerlenkung, übernehmen die Kontrollen an den Eingangsbereichen zur „böllerfreien Zone“ und sind Ansprechpartner für Besucher, die sich mit einem Problem konfrontiert sehen. Sie werden unterstützt von privaten Sicherheits- und Ordnungsdiensten. Das Ausländeramt hat einen Sonderdienst in seinen Büroräumen eingerichtet.  

Die städtische Stelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern wird in Zusammenarbeit mit freien Trägern und Frauenprojekten ein "Beratungsmobil" als Anlaufstelle für Frauen und Mädchen auf dem Alter Markt einrichten. Von 21 bis 3 Uhr sind dort permanent erfahrene Fachkräfte erreichbar, die angesprochen werden können. Das Beratungsmobil ist unter der Rufnummer 0221 / 221-27777 ständig zu erreichen.  

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie setzt 20 Streetworker von 18 bis 2 Uhr ein mit einem Schutzangebot für hilfesuchende Jugendliche und junge Erwachsene. Sie sind vornehmlich am Dom sowie der Altstadt unterwegs, beobachten aber auch Randbereiche und sind flexibel einsetzbar.  

Neuralgische Bereiche werden durch Zusatzbeleuchtung erhellt. Hierzu zählen insbesondere der Bahnhofsvorplatz, der Breslauer Platz, das Domumfeld, der Rheingarten und die Zülpicher Straße.  

Zusätzlich wird die Stadt Köln an neuralgischen Standorten Toiletten aufstellen lassen. Dies sind Örtlichkeiten, an denen eine hohe Personenansammlung oder eine Vielzahl an Wildurinieren in dunklen, schwer einsehbaren Bereichen erwartet werden.  

Im Bereich Feuerwehr und Rettungsdienst werden insgesamt 438 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr der Hilfsorganisationen im Dienst sein. Das sind gegenüber der täglichen Grundvorhaltung 212 Kräfte mehr und damit fast doppelt so viel wie normal üblich.

Sperrungen am Dom
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Böllerfreie Zone
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Silvester in Köln - fröhlich und sicher feiern
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit