Köln bereitet sich auf bevorstehende Silvesternacht vor

Der Silvesterabend und der Jahreswechsel in das Jahr 2017 sollen für alle, die am Kölner Rheinufer stehen und am Dom und in der Altstadt unterwegs sind, ein beeindruckendes, ein sichereres und fröhliches Ereignis sein. Damit das gelingt und auch so wahrgenommen wird, haben Stadt Köln, Polizei Köln und die Bundespolizei in monatelanger Vorbereitungszeit ein neues Sicherheitskonzept für diesen Abend aufgelegt und deutlich ihre Präsenz in der Kölner Innenstadt verstärkt. Über 1.500 Polizeibeamte sind im Kölner Innenstadtgebiet im Einsatz, dazu kommen mehrere hundert Bundespolizisten, die auf Bahnhöfen und in Bahnen präsent sind sowie rund 600 Ordnungskräfte der Stadt Köln mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern privater Ordnungsdienste.  

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte wenige Tage nach dem Berliner Attentat:

Auch nach dem Anschlag von Berlin kann die Antwort der Gesellschaft nur sein, dass wir unseren Lebensstil nicht von Terroristen und Straftätern einschränken lassen werden. Auch nicht von den Tätern, die in der vergangenen Neujahrsnacht am Bahnhof in dieser Massivität und Form noch nicht erlebte Übergriffe und Straftaten vor allen Dingen gegenüber Mädchen und Frauen begangen haben. Die Polizeibehörden und die Stadt Köln haben ihre Konsequenzen aus diesen Vorgängen gezogen und vieles bereits umgesetzt, was nicht nur objektiv die Sicherheit, sondern auch das subjektiv empfundene Sicherheitsgefühl erhöht. Unsere Plätze gehören all denjenigen, die friedlich miteinander umgehen und sie im Sinne eines freiheitlichen, respektvollen Lebens nutzen wollen. Und ich werde meinerseits als Oberbürgermeisterin dieser Stadt alles dafür tun, dass das auch nach Silvester auf Dauer so bleibt. Plätze, Ereignisse oder Gebiete, die von vielen Menschen aus Angst heraus gemieden werden, kann und darf es in einer Stadt nicht geben. Köln soll wieder so erlebbar sein, wie es wirklich ist: friedlich, sicher, fröhlich und mit Gemeinschaftssinn.

Es werden wieder die privaten Silvesterfeiern von zigtausenden Kölnerinnen und Kölnern und Besuchern am Rheinufer, der Altstadt und in Deutz mit dem beeindruckenden Feuerwerk das Bild bestimmen. Wir ergänzen diese Feiern mit einer spektakulären multimedialen Lichtinszenierung des renommierten Künstlers Philipp Geist auf der Domplatte mit dem Titel "Dein Wort für Köln". Einer Inszenierung, an der sich jeder schon durch eigene Wortbeiträge beteiligen konnte und auch am Silvesterabend  noch mit seinem Besuch auf dem Roncalliplatz beteiligen kann. Je nachdem, wo man auf diesem "Wortteppich" steht, wird man zur Projektionsfläche für diese Begriffe. Wichtig war uns, dass die Menschen selbst zum Teil der Inszenierung auf dem Platz werden und nicht nur passive Zuschauer. Dieser  Zielsetzung dient auch das Mitmachkonzert des Chors "Gospelcologne", der mit dem Auftritt des Chores "Grenzenlos" oberhalb der Domtreppe und dem Bengalischen Feuer auf dem neuen Rheinboulevard das kommunale Veranstaltungsprogramm abrundet,

erläuterte Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Grundzüge des Sicherheitskonzepts sowie das Programm der Stadt Köln für den Silvesterabend.  

Ergänzend zu den Sicherheitskonzepten der Polizei Köln und der Bundesbahndirektion wird die Stadt Köln ihre Präsenz mit Ordnungs- und Verkehrsdienst und privaten Sicherheitsdiensten am Silvesterabend deutlich verstärken. Rund 600 Kräfte werden insgesamt im Innenstadtbereich im Einsatz sein. Die Hohenzollernbrücke wird für den Fußgängerverkehr gesperrt, verschiedene Innenstadtplätze zusätzlich ausgeleuchtet. Das von der "Kölner Initiative gegen sexualisierte Gewalt" initiierte Beratungsmobil als Anlaufstelle für Frauen und Mädchen wird in der Kölner Innenstadt am Alter Markt positioniert und ist bis 3 Uhr nachts erreichbar, Telefon 0221 / 221-27777. Streetworker kümmern sich um hilfebedürftige Jugendliche und junge Erwachsene. Wie üblich verdoppelt die Berufsfeuerwehr, unterstützt von Freiwilligen Feuerwehren wieder ihre Personalstärke auf über 400 Kräfte.  

Bereits in den vergangenen Monaten hat die Stadt Köln mit verschiedenen Maßnahmen ihre Sicherheitsarchitektur weiter gestärkt. 

  • Auf Initiative der Oberbürgermeisterin wurde die Sicherheitskonferenz der in Köln Verantwortung tragenden Behörden neu belebt und verstetigt.
  • Für den Ordnungsdienst wurden 100 zusätzliche Stellen bereitgestellt, die derzeit besetzt werden.
  • Für Großveranstaltungen, die von keinem speziellen Veranstalter organisiert und mit einem Sicherheitskonzept begleitet werden, tritt die Stadt Köln in die Veranstalterrolle.
  • Ein interdisziplinär besetzter Koordinierungsstab unter der Leitung des Amtes für öffentliche Ordnung sorgt für abgestimmte und schnelle Entscheidungen und schnellen Informationsaustausch.
  • Die Kölner Stadtordnung wird derzeit überarbeitet.
  • Analog zu dem erfolgreichen "Haus des Jugendrechts" haben Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadt Köln gerade die Kooperationsvereinbarung unterschrieben für eine neue Sondergruppe, die sich speziell Serientätern widmet.
  • Stadt Köln und Polizei Köln unterhalten gemeinsam ein Sicherheitsmobil und sorgen mit gemeinsamen Streifengängen im Bahnhofs- und Dombereich für ein zusätzliches Plus an Sicherheit.

Das begleitende Silvester-Programm der Stadt Köln  

Der Silvesterabend zieht seit Jahrzehnten zigtausende von Besucherinnen und Besuchern an das Kölner Rheinufer, die dort gemeinsam in das neue Jahr feiern, begleitet von beeindruckendem Feuerwerk.  

In diesem Jahr ergänzt die Stadt Köln diese privat organisierten Feiern mit einer besonderen Inszenierung auf dem Roncalliplatz und der Westseite des Domes. Der renommierte Berliner Lichtkünstler Philipp Geist startet dort um 17 Uhr seine multimediale Lichtinstallation "Dein Wort für Köln", begleitet von Ambient-Klängen. Die Projektion greift dabei auch Zusendungen von Kölnerinnen und Kölnern auf, die eigene Wortvorschläge oder Begriffe eingesandt haben, das selbst gewählte „Wort für Köln“. Diese Lichtinszenierung setzt bewusst nicht den Kölner Dom in den Mittelpunkt, sondern die Fläche und die Menschen, die sich auf ihr bewegen. Sie werden zum Teil der Inszenierung, werden auf mehrfache Weise einbezogen.

Um das Mitmachen geht es auch beim Konzert des Chors "Gospelcologne", der ab 22:30 Uhr auf dem Roncalliplatz Gospellieder singt und zum Mitsingen einlädt. Den Start in den Abend gestaltet um 17 Uhr oberhalb der Domtreppe der Chor "Grenzenlos", ein Zusammenschluss von Mitgliedern des Jugendchors Sankt Stephan, der "Lucky Kids" und jungen Flüchtlingen im Alter von 14 bis 25 Jahren. Sie werden begleitet von Henning Krautmacher, der dieses Chorprojekt mit initiiert hat und weiterhin unterstützt.    

Um Mitternacht wird dann das festliche Geläut des Kölner Domes mit dem unverkennbar tiefen Ton der 24.000 Kilogramm schweren Glocke "Dicker Pitter" akustisch alle Feiern übertönen. Der "Decke Pitter", wie er auf Kölsch heißt, ist die weltweit größte schwingend geläutete Glocke der Welt.

Silvester in Köln
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit