Neuer Veranstaltungsort und Ausflugsziel entsteht

In seiner Sitzung am 23. Juni 2015 hat der Rat die Weichen für die Sanierung des historischen Bahnhofs Belvedere gestellt. Die Stadt wird demnach ein Erbbaurecht und damit ein "Eigentum auf Zeit" an den Förderkreis Bahnhof Belvedere e.V. vergeben. Oberbürgermeister Jürgen Roters:

Der Bahnhof Belvedere ist ein gelungenes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements. Gerne habe ich 2011 für das Projekt die Schirmherrschaft übernommen. Ich danke dem Förderkreis für sein außerordentliches Engagement. Hier wird mit großem Einsatz der Beteiligten ein attraktives neues Angebot in unserer Stadt entstehen.

Der Förderkreis setzt sich seit seiner Gründung 2010 für den Erhalt und eine öffentliche Nutzung des denkmal-geschützten Gebäudes ein. Zu einem symbolischen Erbbauzins von 1 Euro soll der Erbbauvertrag 2018 in Kraft treten. Die Baukosten für die erforderliche Sanierung werden mit rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt.  

Nach den Planungen soll im historischen Gemäuer ein Ort der Bildung, Kunst und Kultur und für Feiern und Veranstaltungen im Kölner Westen entstehen. Die Sanierungsmaßnahmen sollen voraussichtlich 2017 abgeschlossen sein. Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernentin Ute Berg:

Mit dem Bahnhof Belvedere haben wir in Köln ein bundesweit einmaliges Denkmal, das ein spannendes Zeugnis auch der Wirtschaftsgeschichte unserer Stadt ablegt. Ich freue mich sehr, dass es in Partnerschaft mit dem Förderkreis gelungen ist, den Erhalt und die Nutzung dieses besonderen historischen Gebäudes für alle Kölnerinnen und Kölner zu sichern.  

Für private Unterstützer hat der Förderkreis unter dem Online-Portal www.spendentool-bahnhof-belvedere.de ein Spendentool eingerichtet. Dort wird um weitere finanzielle Unterstützung geworben. Für Sebastian Engelhardt, Vorsitzender des Förderkreises Bahnhof Belvedere zeigt der Ratsbeschluss,

dass sich ausdauerndes Engagement lohnt und gewürdigt wird. Wir freuen uns, dass dieses Bürgerprojekt nun Fahrt aufnehmen kann. 

Das älteste erhaltene Empfangsgebäude in Deutschland und die erste Station der weltweit ersten grenzüberschreitenden Eisenbahnstrecke zwischen Köln und Antwerpen wurde im Jahr 1839 eingeweiht und befindet sich seit etwa 1892 in städtischem Besitz. Das historische Gebäude in Köln-Müngersdorf ist ein herausragendes Beispiel früher Industriekultur, mit dem die Entwicklung Kölns zum Verkehrskreuz des Westens ihren Anfang nahm.  

Der Förderkreis hat bereits seit 2013 die Sanierung des Daches und eine Grundsicherung des Gebäudes mit städtischen Mitteln und finanzieller Unterstützung durch Bund und Land realisiert, die Fenstersanierung wurde bereits in Angriff genommen. Für weitere Maßnahmen hat der Förderkreis erhebliche Bundes- und Stiftungszuwendungen von rund 500.000 Euro eingeworben.

Zum Spendentool des Bahnhof Belvedere Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit