Ausstellungen von Christoph Schlingensief und Anna & Bernhard Blume

Wie alle anderen städtische Museen verlängert auch das Museum Ludwig während des Weltjugendtags seine Öffnungszeiten. Vom 14. bis 21. August 2005 ist das Haus täglich - also auch montags - von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: am Donnerstag, 18. August, schließt das Museum wegen des Papstbesuchs schon um 17.30 Uhr und am Montag, 22. August, um 18 Uhr. Inhaber der Weltjugendtags-Card zahlen vom 14. bis 21. August wie in den anderen städtischen Museen nur einen Euro Eintritt. Der Museumsdienst bietet zahlreiche fremdsprachige Führungen an.

Mit zwei Ausstellungen zum Thema Religion und Kirche will das Museum Ludwig den Besuchern des Weltjugendtags künstlerische Anregungen und Stoff zum Nachdenken geben. Auf der Dachterrasse hat Christoph Schlingensief eine Holzkirche aufgebaut - die so genannte "Church of Fear". Der Regisseur und Aktionskünstler ruft damit zum Bekenntnis zur eigenen Angst auf.

Ab 16. August 2005 präsentiert das Museum im ehemaligen Dürer-Raum mit Blick zum Dom die Fotoarbeit "Kreuzweg" von Anna & Bernhard Blume. Die Künstler konfrontieren das urchristliche Motiv mit einigen Sätzen, die das rationale Erkennen des Göttlichen bestreiten und frei nach Clement Rosset formuliert sind. Die monumentalen Fotografien zeigen die Künstler im digitalen Foto-Comic inmitten von weißen Kuben. Diese Kuben und Balken, die die gesamte Fotoinstallation strukturieren, erinnern an Elemente der Konkreten Kunst der 1960 und 70er Jahre, aber auch an Formalismen der Moderne Anfang des 20. Jahrhunderts.

Seit etwa zehn Jahren arbeiten die Künstler an diesen und anderen Aspekten ihres "Transzendentalen Konstruktivismus". Im "Kreuzweg" vereinnahmen Anna & Bernhard Blume die Gebilde jener abstrakten Tradition nun ausdrücklich für den christlichen Kontext. Dabei greift das Künstlerpaar die ikonografischen Klischees der Darstellung von Jesus und Maria Magdalena als religiös tradierte Mann-Frau-Beziehung auf, um sie ironisch zu wenden.

Weitere Informationen von Anne Buchholtz, Museum Ludwig, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln, Telefon: +49 (0) 221 / 221 23491, Fax +49 (0) 221 / 221 24114.

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