Kulturdezernentin: "Auf Großzügigkeit von Spendern und Sponsoren angewiesen"

In seiner Sitzung am gestrigen Dienstag, 11. Juli 2017, nahm der Rat der Stadt Köln Schenkungen für das Museum Ludwig und das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) an.

Jedes Museum braucht Menschen, die sich für seine Sache begeistern. Auch die städtischen Museen in Köln sind in Anbetracht überschaubarer Ankaufetats auf die Großzügigkeit von Spendern und Sponsoren angewiesen, um ihre Sammlungen sinnvoll auszubauen und zu ergänzen,

betont Susanne Laugwitz-Aulbach, Kulturdezernentin der Stadt Köln.

Umso mehr freuen wir uns, dass es diese Menschen gibt, die sich den Museen der Stadt Köln und ihren großartigen Sammlungen eng verbunden fühlen und dies mit ihren großzügigen Schenkungen aufs Schönste zum Ausdruck bringen,

so Laugwitz-Aulbach weiter.  

Seit ihren ersten internationalen Ausstellungen 2013 gilt Avery Singer als junge Pionierin der Malerei, die vor allem für ein neuartiges Verfahren der Bildproduktion zwischen digital und analog, High Tech und Low Tech bekannt geworden ist. Repräsentativ für diesen Produktionsprozess steht beispielsweise das Bild "Anna Karina" (2014), das seit einer Schenkung der Sammlung Oehmen an die Kunststiftung im Museum Ludwig 2016 zum Bestand des Museum Ludwig zählt und im Rahmen der Jubiläumsausstellung "Wir nennen es Ludwig. Das Museum wird 40!" erstmalig im Museum Ludwig gezeigt wurde. Dank einer Schenkung durch OUTSET Germany_Switzerland zählt nun ein weiteres Werk der Künstlerin zur Sammlung Zeitgenössischer Kunst des Museum Ludwig. Die Arbeit "Untitled" von 2016 ist Teil einer neuen Werkserie der Künstlerin, die stilistisch mit ihren bisherigen Arbeiten bricht und anhand derer Singer das weite Feld der Abstraktion erkundet. Der Kaufwert des Werkes betrug 45.000 US-Dollar. Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, freut sich:

Diese wunderbare Arbeit von Avery Singer ergänzt sich auf hervorragende Weise mit dem Werk 'Anna Karina', das Avery Singer wenige Jahre zuvor geschaffen hat.  

Eine weitere Unterstützung erhält das Museum Ludwig von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West, die den Langen Donnerstag mit einer Spende von 35.000 Euro für das Jahr 2018 und 30.000 Euro für das Jahr 2019 fördern wird. Yilmaz Dziewior betont:

Ich bin dankbar, dass die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda Bank West dem Museum Ludwig treu verbunden bleiben wird und bis 2019 die Finanzierung des Langen Donnerstag ermöglicht. Denn gerade am Langen Donnerstag nutzen vor allem viele junge Leute unser vielfältiges Angebot in Form von Führungen, Vorträgen und Musikveranstaltungen.

Dr. Heliod Spiekermann schenkte dem Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) einen Armreif des Schweizer Schmuckkünstlers Bernhard Schobinger aus ihrem Privateigentum. Der so genannte "Vorhangschienenarmreif" von 1991 besteht aus einer zur Spirale gebogenen Vorhangschiene aus Kupfernickel mit 21 in silberne Zargen gefassten, runden Mondsteinen. Der Armreif des Schweizer Künstlers Bernhard Schobinger ist eine große inhaltliche Bereicherung des modernen Schmucks in der Sammlung des MAKK, insbesondere da Schobinger zu den namhaftesten zeitgenössischen Schmuckkünstlern zählt, dessen Arbeiten in zahlreichen internationalen Museumssammlungen vertreten sind (beispielsweise V&A London, Die Neue Sammlung – Design Museum München, Museum of Modern Art Boston). Der Wert des "Vorhangschienenarmreifes" beläuft sich auf 28.000 Euro.  

Das MAKK bewahrt eine der vielfältigsten Schmucksammlungen mit bedeutenden Beispielen unterschiedlicher Schmucktypen von der Antike, über die Renaissance, das 19. Jahrhundert und den Jugendstil bis hin zum 20. und 21. Jahrhundert. Elisabeth Treskow – die vielleicht renommierteste Goldschmiedin des 20. Jahrhunderts – stiftete dem Museum ihre Sammlung antiker Gemmen, aber auch ihr eigenes Werk ist im MAKK vertreten. Arbeiten anderer Meister des 20. Jahrhunderts wie Karl Gustav Hansen, Raymond Templier, Herbert Zeitner, Johann Michael Wilm, Hildegard Risch, Falko Marx, Friedrich Becker oder Peter Skubic sind in der Sammlung präsent.

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