Anbringen von QR-Codes und Fahrradfahren künftig erlaubt

Zweieinhalb Jahre nach der letzten Änderung hat der Rat der Stadt Köln eine neue Friedhofssatzung beschlossen. Sie trägt dem Wandel der Bestattungs- und Friedhofskultur, dem veränderten Nachfrageverhalten, der gesellschaftlichen (Mobilitäts-) Entwicklung und dem fortschreitenden Leistungsportfolio der städtischen Friedhofslandschaft Rechnung.

Die wesentlichen Änderungen:

Die sogenannten Bestattungsbezirke fallen weg. Die Angehörigen bekommen dadurch mehr Möglichkeiten bei der Auswahl unter den insgesamt 55 städtischen Friedhöfen. Mit der neuen Satzung führt die Stadt Köln die neue Bestattungsform "Kolumbarium", (Gebäude zur Aufbewahrung von Urnen) ein, jedoch zunächst nur als grundsätzliche Möglichkeit, die konkrete Ausgestaltung muss die Friedhofsverwaltung noch ausarbeiten. Sie bevorzugt eine Zusammenarbeit mit Partnern zum Beispiel mit Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattern oder Floristen, und stellt die konkreten Pläne dann den Ratsausschüssen vor.

Die Friedhofsverwaltung schafft künftig weitere Baumgrabstätten. Bisher war diese Bestattungsform nur auf dem Ostfriedhof möglich. Wegen der starken Nachfrage kommt nun ein noch nicht festgelegter linksrheinischer Friedhof hinzu. Außerdem können künftig vier statt bisher zwei Urnenbestattungen unter einem Baum erfolgen. Dies macht zum Beispiel Familiengrabstätten möglich.

Bei der Gestaltung der Grabanlagen definiert die Satzung die verwendenden Materialien genauer, fragwürdige Werkstoffe wie Plastik sind damit künftig ausgeschlossen. Eine Handlungsempfehlung soll die Aufstellung von in Kinderarbeit entstandenen Grabsteinen aus Kinderhänden im Sinne einer entsprechenden Handlungsempfehlung verhindern. Ein Verbot ist derzeit mangels einer entsprechenden landesgesetzlichen Regelung nicht möglich. Die Hinterbliebenen können jetzt QR-Codes unter Beachtung bestimmter Auflagen (Bestandteil des üblichen Grabmalantrags, Angabe des Inhalts bei Antragsstellung, keine Kontrolle dazu seitens der Friedhofsverwaltung, Haftungsausschluss) als Grabinschrift anbringen.

Das bisherige Verbot des Fahrradfahrens auf Friedhöfen hebt die neue Satzung auf. Künftig ist das Radeln mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Kilometer pro Stunde erlaubt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit