Zuwendungen der Stiftung an das Museum Ludwig für weitere drei Jahre gesichert

© Raimond Spekking
Vertragsunterzeichnung zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung, der Stadt Köln und dem Museum Ludwig, Köln

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach, Dr. Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung, und Dr. Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig, unterzeichneten am heutigen Mittwoch, 20. Dezember 2017, den Vertrag zur Zusammenarbeit und weiteren Förderung der Peter und Irene Ludwig Stiftung mit der Stadt Köln.  

2018 jährt sich die Präsenz der Sammlung Ludwig in Köln zum 50. Mal. 1968 wurden erstmals Leihgaben der damals schockierenden Pop Art im Wallraf-Richartz-Museum vorgestellt und trafen auf ein offenes Kölner Publikum. Nach der Schenkung der Sammlung 1976 gründete die Stadt Köln das Museum Ludwig. Seitdem fördern Irene und Peter Ludwig und in ihrer Nachfolge die Peter und Irene Ludwig Stiftung das Museum auf mannigfaltige Weise. Neben 1.500 hochkarätigen Schenkungen und vielen Leihgaben wird "das Ludwig" bei Ankäufen und bei Ausstellungs- und Forschungsprojekten unterstützt, so zum Beispiel derzeit bei der umfangreichen Ausstellung von James Rosenquist.  

Erstmals sichert nun ein Vertrag für die nächsten drei Jahre weitere regelmäßige Finanzzuwendungen der Stiftung an das Museum und die Gegenleistungen der Stadt. Die Stiftung gewährt neben den sonstigen Förderungen in den Jahren 2018 bis 2020 einen jährlichen Betrag in Höhe von 500.000 Euro für Kunstankäufe und 125.000 Euro für Projekte des Museums. Letztere werden vom Museum hauptsächlich für Sonderausstellungen verwendet. Dazu erklärte Dr. Brigitte Franzen:

Unser Ziel ist es, dem Museum Ludwig die bestmögliche Ausgangssituation für seine erfolgreiche Arbeit zu bereiten. Wir freuen uns, den vor 50 Jahren eingeschlagenen Weg auch weiterhin mit der Stadt Köln gemeinsam zu gehen.  

Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt, jedes Jahr 500.000 Euro für Ankäufe und mindestens 255.000 Euro für Ausstellungen für das Museum Ludwig zur Verfügung zu stellen. Diese Gelder sind im Haushaltsplan der Stadt Köln veranschlagt. Eine Option, für die Zeit ab 2021 eine neue Vereinbarung zu treffen, ist ebenfalls benannt.   Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte:

Allein für 2018 steht ein Kulturetat von fast 200 Millionen Euro zur Verfügung – die Investitionen nicht eingerechnet. Aber das, was wir an öffentlichen Mitteln aufbringen können, kann niemals genug sein, um sich international als Kunst- und Kulturmetropole behaupten zu können. Unsere Museen brauchen daher, wie alle Museen dieser Welt auch, weiterhin großzügige Privatsammler und Stifter. Zum Glück haben wir diese.  

Der Vertrag bezieht sich im Weiteren auf die im Museum befindlichen Dauerleihgaben im Eigentum der Peter und Irene Ludwig Stiftung. Für die zahlreichen Leihgaben, die zum Bestand des Museums gehören, werden ihre konservatorische Betreuung und die Versicherungsbedingungen verabredet. Die Sammlung des Museums wird dadurch mit bedeutenden Werken unter anderen von Jo Baer, Louise Bougeois, Cai Guo-Qiang, Katsura Funakoshi, Barbara Kruger, Bruce Nauman, Joaquin Torres Garcia und Andy Warhol bereichert.  

Direktor Yilmaz Dziewior bedankte sich bei allen Beteiligten:

Ohne die Peter und Irene Ludwig Stiftung wären viele Ausstellungen und Ankäufe für uns schlichtweg nicht durchführbar. Wir sind der Stiftung daher für ihre kontinuierliche und langjährige Unterstützung und die damit verbundene Planungssicherheit sehr dankbar. Gleichsam freuen wir uns, über diese Initiative hinaus auch von städtischer Seite eine erweiterte Förderung für unsere Arbeit zu erhalten.

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