Alle 24 Löschgruppen verfügen nun über Wärmebildkameras

Die 24 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln, die neben der Berufsfeuerwehr den abwehrenden Brandschutz in der Stadt sicherstellen, sind nun auch mit Wärmebildkameras ausgestattet. Die Stadt investierte rund 111.000 Euro für die neuen Geräte. Damit ist ein weiterer Schritt zur notwendigen technischen Anpassung an die Berufsfeuerwehr Köln umgesetzt.

Alle 24 Einheiten wurden im Vorfeld mit der Wärmebildtechnik und den neuen Geräten vertraut gemacht. Am vergangenen Wochenende kam eine Wärmebildkamera bereits bei der Löschgruppe Porz-Libur zum Einsatz.

Der Direktor der Berufsfeuerwehr Köln, Johannes Feyrer, begrüßt diese längst erforderliche Anschaffung für die Freiwillige Feuerwehr Köln:

Eine wichtige Investition in die Sicherheit für die Bevölkerung, aber auch für unsere Einsatzkräfte. Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner müssen über die gleiche technische Ausstattung verfügen wie die Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr. Denn im Einsatz gibt es keinen Unterschied zwischen ehren- und hauptamtlichen Kräften. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten qualifizierte Hilfe, die gleichermaßen von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr geleistet wird.

Feyrer erinnert an einen Unfall in der Silvesternacht 2016, bei dem drei Angehörige der Feuerwehr Köln bei einem Brandeinsatz in einer Porzer Tiefgarage zum Teil schwer verletzt wurden.

Auch die Sicherheit für unsere Einsatzkräfte wird durch die neuen Wärmebildgeräte erhöht, da sie bei Verlust der Orientierung den Rückzugsweg zeigen

so Feyrer.

Der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Köln, Peter Christen, ergänzt:

Es ist sehr wichtig, dass auch die Freiwillige Feuerwehr gleichwertig ausgestattet ist. Oftmals sind die Löschgruppen, insbesondere in den eher ländlich geprägten Randbezirken, als Erste am Einsatzort und können dann bereits mit den Wärmebildkameras tätig werden.

Bereits seit 2002 werden bei der Berufsfeuerwehr Köln Wärmebildkameras auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführt. Mit ihnen können vermisste Personen insbesondere in solchen Bereichen gesucht werden, in denen dichter Brandrauch die Sicht erheblich einschränkt.

Die Wärmebildtechnik gehört heute zum Ausstattungsstandard der Feuerwehren. Bevor diese Technik zur Verfügung stand konnten Personen oft nur durch langwieriges Absuchen gefunden werden. Dass in solchen Situationen jede Sekunde zählt, erklärt sich von selbst. Durch die Wärmebildtechnik ist es möglich, Personen an ihrer Silhouette gut und umgehend zu erkennen, um dann eine gezielte Rettung einzuleiten. So können wichtige Sekunden - je nach Dimension der Einsatzstelle auch Minuten - gewonnen werden

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit