Wegwerfgeräte schädigen den Rasen in den Parks und sorgen für Müllberge

Sie erscheinen praktisch, preiswert und fast überall einsetzbar: Einweggrills, die für wenige Euro fix und fertig mit Kohle, Aluminiumschale und Grillrost angeboten werden. Das sind aber auch schon die Vorteile der Wegwerfgeräte, die Nachteile überwiegen bei Weitem. Das Problem bei solchen Grills ist der fehlende Abstand zwischen Grillschale und Rasen. Die von der glühenden Kohle ausgehende Hitze schädigt die Grasnarbe auf Jahre hinweg. Deshalb ist es verboten, Einweggrills in den Kölner Grünanlagen zu benutzen; Verstöße werden mit mindestens 35 Euro geahndet.

Dieses Jahr haben die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) aus 49 Kölner Parks schon mehr als 100 Tonnen Müll entsorgt. Allein an einem durchschnittlichen "Schönwetter-Wochenende" fallen bis zu zehn Tonnen Grill- und Picknick-Abfall an, darunter auch etliche Einweggrills. Hinzu kommt: Mit den Billiggeräten lässt sich kein optimaler Grillprozess erzielen, ihre Benutzung gefährdet möglicherweise sogar die Gesundheit. 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Amt für öffentliche Ordnung und die Grillscouts der AWB bekommen oft zu hören, dass Einweggrills einen Fuß hätten und deshalb die Natur nicht schädigen könnten. Der geringe Abstand reicht jedoch nicht aus, wie die zahlreichen kahlen Stellen in den Grünanlagen deutlich zeigen.

Deswegen erlaubt die Kölner Stadtordnung das Grillen nur mit geeigneten Geräten, die einen ausreichenden Abstand zum Boden gewährleisten. In einigen Grünanlagen wie im Botanischen Garten, Rheinpark, Finkens Garten und Stadtgarten ist das Grillen sogar gänzlich untersagt, weil es nicht mit der Nutzung der Anlagen vereinbar ist. Die Verwendung von Einweggrills verursacht enorme Kosten für die Entsorgung und den Austausch der Grasnarbe, die die Allgemeinheit tragen muss. So ein Billig-Produkt wird also unter dem Strich sehr teuer. Auch für den Nutzer, wenn er mindestens 35 Euro Strafe zahlen muss. Einfache Mehrweggrills sind dagegen schon ab zehn Euro erhältlich.

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