Ordnungs- und Verkehrsdienst zieht vorläufige Jahresbilanz

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst des Amtes für öffentliche Ordnung legt seine Statistik für das Jahr 2017 vor. Details zu den Zahlen können der zum download beiliegenden Statistik entnommen werden.

Die Statistik basiert auf den Fallzahlen bis zum 15. Dezember 2017. Die Zeilensummen sind für den Rest des Jahres linear prognostiziert und bereits in der Statistik eingerechnet.

Zu der Statistik gibt der Ordnungs- und Verkehrsdienst folgende Hinweise und Erläuterungen: 


Ordnungs- und Verkehrsdienst vielfältig im Einsatz

In 2017 waren die Kräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienstes wieder vielfältig im Einsatz. Bei Großereignissen wie den Karnevalstagen, den Kölner Lichtern, dem Köln-Marathon, dem Sessionsbeginn am Elften im Elften, Jeck im Sunnesching oder der NAV-DEM Kundgebung an der Deutzer Werft tagte der Koordinierungsstab unter der Leitung des Amtes für öffentliche Ordnung. Hier wurden alle Aktivitäten städtischer und externer Beteiligter gesteuert und koordiniert. Der Ordnungs- und Verkehrsdienst hat dabei weiterhin vorrangig die Aufgabe, Präsenz zu zeigen, Auffälligkeiten zu bemerken und zu melden, Ansprechpartner für den Bürger zu sein und damit insgesamt präventiv das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.

Im November 2017 wurde das "Zielbild Ordnungsdienst 2020" vorgestellt. Um den Ordnungsdienst für die Zukunft sicher aufzustellen, werden personelle, organisatorische und strukturelle Maßnahmen getroffen. Unter anderem soll zusätzliche Schutzausrüstung beschafft und die Zahl der Stellen auf 303 erweitert werden. 


Parkverstöße rückläufig

Auch 2017 sind die Fallzahlen für Parkverstöße im ruhenden Verkehr leicht zurückgegangen. Ursächlich sind der weiterhin konstant hohe Kontrolldruck und die zusätzlichen Zonen für Bewohnerparken. Dass die Sicherstellungen zugenommen haben, liegt daran, dass mehr dafür berechtigte Fachkräfte im Einsatz sind und dass konsequent bei Großveranstaltungen und Demonstrationen eingeschritten wird. Bei Großveranstaltungen wie dem Köln-Marathon, Silvester oder Karneval werden für bestimmte Bereiche temporäre Haltverbotszonen eingerichtet. Die Fahrzeuge, die trotz einer Vorabinformation an die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter noch aufgefunden werden, werden dann durch die Außendienstkräfte des Verkehrsdienstes sichergestellt. Für Demonstrationen, wie der AfD-Parteitag oder die NAV-DEM Kundgebung, werden Aufstellflächen im Rahmen der Amtshilfe für die Polizei freigeschleppt. 


Geschwindigkeitsüberwachung

Durch die Baustelle auf der Bundesautobahn 3 war der Standort auch 2017 viele Monate nicht in Betrieb. Mit Abschluss der Baumaßnahmen wurde die Messanlage im Frühjahr wieder in den regulären Betrieb gesetzt.

Im Laufe des Jahres wurden insgesamt fünf neue stationäre Standorte innerstädtisch in Betrieb genommen. Hervorzuheben ist die Anlage am Knotenpunkt Riehler Straße / Amsterdamer Straße / Elsa-Brändtström-Straße. Die erhebliche Zunahme an verzeichneten Rotlichtverstößen zeigt die Notwendigkeit und Wirksamkeit der ersten kombinierten Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage in Köln. 


Neuer Anlagentyp im Betrieb

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst hat 2017 erstmalig eine semistationäre Anlage zur Geschwindigkeitsüberwachung in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um einen Anhänger, der für einen bestimmten Zeitraum an vorher festgelegten Orten abgestellt wird. Die Anlage misst ganztätig die Geschwindigkeit, in jeweils beiden Fahrtrichtungen. Sie vereinbart dabei durch den 24-Stunden-Betrieb die Vorteile einer stationären Anlage mit denen einer mobilen Messeinheit. 


Ordnungsdienst stadtweit im Einsatz

Die Bilanz des Ordnungsdienstes basiert auf den Feststellungen der täglichen Arbeit und der Sonderdienste. Jugendschutzkontrollen werden weiterhin gezielt und intensiv bei Großveranstaltungen sowie begleitend bei der täglichen Arbeit durchgeführt. Die Anzahl der festgestellten Verstöße hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Weiter intensiviert wurden die Kontrollen der Spielplätze auf verbotenes Rauchen und Konsumieren von Alkohol. Auch hier ist die Anzahl der aufgenommenen Verstöße angestiegen. Gleichzeitig hat auch die Anzahl an angetroffenen sogenannten "Wildpinklern" wieder zugenommen. Besonders bei den Sonderdiensten, wie an den Karnevalstagen, wurden viele derartige Verstöße verzeichnet. In diesem Jahr gab es mehr Gewerbekontrollen. So fanden zwei mit dem Zoll und der Steuerfahndung durchgeführte Kontrollen im Taxi-Gewerbe sowie eine ebenfalls mit dem Zoll durchgeführte Kontrolle von Shisha-Bars statt. Zusätzlich stellen Konzessions- und Gewerbekontrollen im Auftrag der Gewerbeabteilung weiterhin einen wesentlichen Bestandteil der Arbeit des Ordnungsdienstes dar.

Die erfolgreiche Kooperation mit der Landespolizei im Projekt "Lärmwagen" wurde dieses Jahr erweitert. Mit einem weiteren Lärmwagen für den Bezirk Mülheim sind freitags und samstags vier kombinierte Streifen mit der Polizei im Einsatz. In 2017 wurden die Fallzahlen der Einsätze erstmalig in die Statistik mit aufgenommen. Der erhebliche Anstieg der Fallzahlen zeigt den großen Nutzen der Ordnungspartnerschaft zwischen dem Ordnungs- und Verkehrsdienst und der Landespolizei. Zurückgegangen sind die Feststellungen zu Techno-Partys im Stadtgebiet. Es liegt aber weiter der Fokus auf der Ahndung von Lärmbeschwerden und Verstößen gegen Naturschutzgesetze. 


Großveranstaltungen und Bombenfunde

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst legt weiterhin, gerade bei Großveranstaltungen, gesteigerten Wert auf sichtbare Präsenz in der Fläche und präventive Arbeit. Dafür ist ein hoher Personaleinsatz notwendig. Zu den Einsätzen in 2017 gehörten beispielsweise alle Karnevalstage, Summer Jam am Fühlinger See, Christopher Street Day, Kölner Lichter, Jeck im Sunnesching, Köln-Marathon und Weihnachtsmärkte. Mehrere Großdemonstrationen wurden an verschiedenen Wochenenden mit zusätzlichen Einsatzkräften des Verkehrsdienstes (Kontrolle von Parkverboten) und des Ordnungsdienstes (Fliegende Händler, Verteilung von Werbematerial) begleitet. Für die Europapokal- und Heimspiele des 1. FC Köln wurden ebenfalls Sonderdienste eingerichtet. Auch hier wurden Fliegende Händler kontrolliert, Schwarzmarkthandel unterbunden und das Glas- und Dosenverbot durchgesetzt. Die Evakuierungsmaßnahmen bei der Entschärfung von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfordern weiterhin einen hohen Personaleinsatz, um Beeinträchtigungen für Anwohner, Gewerbetreibende und Verkehrsteilnehmer so kurz und gering wie möglich zu halten. Im Jahr 2017 führte der Ordnungsdienst bei 15 Kampfmittelfunden eine Evakuierung durch.

Statistik des Ordnungs- und Verkehrsdienstes 2017
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Ordnungs- und Verkehrsdienst: Kontakt und Erreichbarkeit Zielbild 2020 zur Stärkung des städtischen Ordnungsdienstes
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit