Stadt schlägt dem Stadtentwicklungsausschuss die neue Gestaltung vor

Der Kurt-Hackenberg-Platz soll in Erinnerung an den einstigen Bischofsgarten in der Nachbarschaft zu einem neuen, grünen Stadtraum mit eigenem Charakter und hoher Aufenthaltsqualität entwickelt werden. Dies sieht das Ergebnis eines Werkstattverfahrens vor, das die Stadt Köln dem Stadtentwicklungsausschuss in seiner heutigen Sitzung (6. November 2014) präsentiert.  

Der Platz am Fuße des Kölner Doms war während der Zeit des Nord-Süd-Stadtbahnbaus eher ein Durchgangsraum, ein Ort mit wenig Attraktivität ohne Anziehungskraft. Ständig wechselnde Verkehrsführungen, ein ausgeprägter Auto- und Busverkehr und viele eingezäunte Baustellenbereiche bestimmten jahrelang das Bild. Nach Beendigung der Arbeiten für die Stadtbahn und dem damit verbundenen Verzicht auf die zuvor dort verkehrende Buslinie hat sich für die Freifläche zwischen Philharmonie, Museum Ludwig, Römisch-Germanischem Museum und dem Hotel Mondial die Chance für eine Neugestaltung geboten. Das Büro des Landschaftsarchitekten Professor Günther Vogt hat im Auftrag der Stadt Köln ein Gestaltungskonzept für den Platz entwickelt. Anlieger, Fachplaner und Vertreter der Gremien des Rates sowie der Bezirksvertretung waren an dem Verfahren beteiligt.                      

Das zentrale Element des Entwurfs ist ein etwa 500 Quadratmeter großer, gekiester "urbaner Garten", der sich aus der Tradition Kölner Stadtgärten ableitet und den Platz in drei Bereiche gliedert. Der "Garten" lädt zum Flanieren, Sitzen und Entspannen unter einem aufgelockerten Baumdach aus Sophoren ein. Die Bäume verdichten sich entlang der Straße und verbinden die beiden Platzhälften optisch miteinander. Und: Der Straßenraum wird in die Platzgestaltung integriert, womit gezielte Blicke auf den Ostchor des Doms freigegeben werden.  

Der Platz wird außerdem von zwei etwa 20 Meter langen Bankelementen bestimmt. Der Bereich vor dem Hotel kann mit Stühlen, Tischen und Schirmen zur Außenbewirtschaftung ausgestattet werden. Die Fläche aus Pflastersteinen und Platten soll handwerklich so bearbeitet werden, dass die Oberfläche je nach Witterung eine besondere Wirkung erzielt.  

Das Gestaltungskonzept von Günther Vogt und seinem Team zeugt von einer intensiven Beschäftigung mit dem Ort, von großer planerischer Präzision und einem sicheren Gespür für die Wechselbeziehung von Freiraum, Architektur und Grün,

so Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr.  

Nach der Präsentation im Stadtentwicklungsausschuss wird der Vorschlag der Verwaltung in diesem Jahr noch weiteren Fachausschüssen sowie der Bezirksvertretung Innenstadt zur weiteren Beratung vorgelegt. Die Umsetzung mit Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe könnte dann in 2015 starten. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2016 vorgesehen. Die Kosten werden nach einer ersten Schätzung bei rund 1,92 Millionen Euro liegen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit