Am 8. Mai, am Jahrestag des Zweiten Weltkrieges, veranstaltet die Rheinische Musikschule der Stadt Köln zusammen mit Martin Reinke das Konzert "Through Roses" von Marc Neikrug zum Gedenken der Opfer von Diktatur und Krieg. Oberbürgermeisterin Henriette Reker lädt für Montag, 8. Mai 2017, 19 bis 20 Uhr, zu einer Gedenkveranstaltung in die Piazzetta des Historischen Rathauses ein.

Zum Werk: Auf der Grundlage von Zitaten der abendländischen Literatur sowie Musik unter anderen von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert und Wagner erinnert sich ein Geiger, der das Konzentrationslager überlebt hat. Er erwacht um Mitternacht, ist verwirrt, weiß nicht, wo er ist und wie spät es ist. Nach und nach fügen sich aus dem Nebel seiner Verwirrtheit die Erinnerungen: an die Anfänge als hochtalentierter Geiger, an seine Geliebte, von der er hofft, dass sie sich nach Paris absetzen konnte, und an den Alltag im Vernichtungslager in Auschwitz. Seine Erinnerung steuert immer wieder auf den entsetzlichen Augenblick zu, in dem er gezwungen wird, dem Lagerkommandanten und dessen Gattin zum Nachmittagstee aufzuwarten, und durch die gepflegte Rosenhecke hindurch, die deren bürgerliche Terrasse vom Grauen des Lagerbetriebs trennt, mitansehen muss, wie seine Geliebte sterbend zum Krematorium geschleppt wird.

Mit der Aufführung dieses Werkes am Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs soll ein musikalisches Zeichen gegen Diktatur, Gewalt, Unmenschlichkeit und historischen Analphabetismus gesetzt werden.

Einlasskarten für das Konzert am 8. Mai 2017, 19 Uhr, sind ab Montag, 24. April 2017, 8 Uhr, kostenlos im Bürgerbüro der Stadt Köln, Laurenzplatz 4, Köln-Innenstadt, erhältlich.

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