Oberbürgermeister Roters und Beigeordnete besuchten ehemaligen Nicolaus August Otto-Preisträger

Am 8. Juli 2011 besuchten Oberbürgermeister Jürgen Roters und Wirtschaftsdezernentin Ute Berg das Labor von Dr. Ralph M. Wirtz am Sankt Elisabeth-Krankenhaus in Köln-Hohenlind. Wirtz war 2008 erster Preisträger beim Nicolaus August Otto-Preis mit neuartigen Krebstest, die eine sicherere Diagnose und eine gezieltere Therapie ermöglichen sollen. 2010 gründete der Preisträger die Firma STRATIFYER Molecular Pathology GmbH mit Sitz in Köln. Mit Privatdozent Dr. Sebastian Eidt eröffnete er außerdem im Institut für Pathologie am Sankt Elisabeth-Krankenhaus in Köln-Hohenlind die erste molekularpathologische Abteilung Deutschlands, die diese RNA-basierten Krebstests in der Routinediagnostik anbietet.

Die molekularen Tests werden vollautomatisch mittels eines weltweit bisher einzigartigen Roboters durchgeführt. Dabei werden aus einem winzigen Stückchen Gewebe in mehreren Arbeitsschritten (unter anderem Auflösung des Gewebes, Magnetisierung, Waschen, Auswaschen) Nukleinsäure-Moleküle herausgetrennt und diese gemessen. Die Anzahl der Moleküle ist ein Indikator dafür, wie aggressiv der Krebs ist und auf welche Therapie er ansprechen wird. Das hat sich bei Brust- und Eierstockkrebs gezeigt, Untersuchungen legen das nun auch für Lungenkrebs nahe, die häufigste krebsbedingte Todesursache weltweit. Die genauere Diagnose und eine damit einhergehend gezieltere Therapie kann für eine Patientin oder einen Patienten unnötige Behandlungen (beispielsweise durch Chemotherapie) vermeiden, neue Therapiemöglichkeiten eröffnen und Kosten sparen helfen.

Diese neue Form der Krebstests wird inzwischen deutschlandweit angefragt und von den privaten Krankenkassen erstattet. Da sich die STRATIFYER Molecular Pathology GmbH im Bereich der klinischen Entwicklung neuer Medikamente und Krebstests engagiert, hat der Standort Köln mit der Gründung der Firma im Bereich der Biomedizin auch international zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Oberbürgermeister Jürgen Roters und Wirtschaftsdezernentin Ute Berg machten bei ihrem Laborbesuch darauf aufmerksam machen, welche innovativen Ideen am Wirtschaftsstandort Köln beheimatet sind und umgesetzt werden, was vielfach in der Öffentlichkeit noch nicht so bekannt ist. Beide waren sich einig, dass das Beispiel von Dr. Wirtz zeige, welche Möglichkeiten sich unter Umständen durch eine erfolgreiche Teilnahme am Nicolaus August Otto Preis eröffneten.

Die Stadt Köln lobt den Kölner Innovationspreis in diesem Jahr zum siebten Mal aus, zum zweiten Mal unter dem Namen "Nicolaus August Otto Preis der Stadt Köln für Innovation".

Die Bewerbungsfrist endet am 16. August 2011. Ausschreibungsunterlagen sind erhältlich bei:

Stadt Köln
Amt für Wirtschaftsförderung
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln

Telefon: (0221) 221-32937
Fax (0221) 221-26686

Die Unterlagen können auch im städtischen Internetauftritt als PDF-Datei heruntergeladen werden:

Ausschreibung 2011
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit