Ralph Erdenberger spricht mit dem Autor Christoph Türcke

Zunehmend häufiger sind Kinder von ständiger Unruhe getrieben und entwickeln sich in Schule, Familie und Jugendgruppen zu Störenfrieden. "Aufmerksamkeitsdefizit" oder "Hyperaktivität" lautet gemeinhin die ärztliche Diagnose für dieses vor 30 Jahren zum ersten Mal beschriebene Syndrom.

Doch ist nicht unsere gesamte Medien- und Informationsgesellschaft, mit dem Computer als Taktgeber, permanent in heller Aufregung? Und sind Kinder nicht nur diejenigen, bei denen das besonders auffällig wird? Was mit dem Film begann, hat durch das Fernsehen und dann den Computer eine ungeheure Steigerung erfahren. Statt unseren Kindern Ritalin zu verabreichen, um sie ruhig zu stellen, sollten wir besser etwas tun, um den Schwund an Fähigkeit zu ungeteilter Aufmerksamkeit aufzuhalten.

Diese Frage stellt sich Christoph Türcke, Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er diskutiert darüber am Donnerstag, 3. Mai 2012, um 20 Uhr in der Zentralbibliothek am Neumarkt, Josef-Haubrich-Hof 1, mit Ralph Erdenberger. Von Türcke sind unter anderem erschienen: "Erregte Gesellschaft. Philosophie der Sensation", "Vom Kainszeichen zum genetischen Code" und "Philosophie des Traums".

Ralph Erdenberger ist Autor, freier Journalist und Moderator von Kultur- und Wissenschaftssendungen vor allem bei WDR 5. Als klassischer Schauspieler verstärkt er außerdem das Ensemble der Neuen Bühne Darmstadt.

Die Diskussion zwischen Türke und Erdenberger ist Teil der Reihe "Wissenswert - Themen am Puls der Zeit". Der Eintritt kostet acht, ermäßigt sechs Euro.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit