Stadt plant Errichtung an zwei derzeitigen Realschulstandorten

Die Stadt Köln plant eine Gesamtschule für Lindenthal. Nachdem im Ausschuss Schule und Weiterbildung eingehend verschiedene Ansätze zur Realisierung einer Gesamtschule im Stadtbezirk Lindenthal diskutiert hat, zeichnet sich jetzt eine Lösung ab.

Die Verwaltung beabsichtigt, zum Schuljahr 2019/20 eine Gesamtschule an den Teilstandorten Berrenrather Straße in Sülz und Alter Militärring in Müngersdorf zu errichten. Darüber informiert die Verwaltung die politischen Gremien, eine entsprechende Mitteilung steht auf der Tagesordnung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am kommenden Montag, 11. Juni 2018. Ratsbeschluss und Genehmigung durch die Bezirksregierung Köln sollen unmittelbar nach der Sommerpause erfolgen auf der Grundlage sowohl von Schulkonferenzbeschlüssen als auch abschließenden Raumprüfungen, die noch eingeholt werden.

Vorbehaltlich positiver Beschlüsse könnte die neue Gesamtschule nach den Sommerferien 2019 mit vier Eingangsklassen in der 5. Klassenstufe am Schulstandort Berrenrather Straße starten. Die ersten Jahrgänge der Sekundarstufe I (etwa die 5. bis 7. Klassen) sollen dauerhaft am Standort Berrenrather Straße bleiben, die höheren Jahrgänge der Sekundarstufen I und II (die 8. bis 13. Klassen) am Alten Militärring.

Es ist vorgesehen, mit dem Start der Gesamtschule die Elsa-Brändström-Realschule, Berrenrather Straße, und die Ernst-Simons-Realschule, Alter Militärring, zum Schuljahr 2019/20 auslaufend zu schließen. Beide Schulen nehmen ab dem Schuljahr 2019/2020 keine Fünftklässler mehr auf. Für die verbleibenden Schülerinnen und Schüler der Realschulen werden Stadt Köln und Bezirksregierung Köln sicherstellen, dass sie den angestrebten Schulabschluss unter angemessenen Rahmenbedingungen absolvieren können.

Damit würde eine Gesamtschule im Stadtbezirk Lindenthal entstehen, die vierzehnte Gesamtschule stadtweit. Das geplante neue Gesamtschulangebot ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur bedarfsgerechten Entwicklung der Schullandschaft in Köln. Die Stadt reagiert damit auf die sehr hohe Nachfrage an Gesamtschulplätzen sowie auf die geringen Anmeldezahlen an den beiden betroffenen Realschulen. Vorbild ist die erfolgreiche Errichtung der Gesamtschule Innenstadt an den beiden Teilstandorten Frankstraße und Severinswall.

Die Elsa-Brändström-Realschule bleibt bis zur endgültigen schulrechtlichen Schließung im Verbund der "NRW-Sportschulen", kann aber keine neuen Kinder mehr in die Sportklassen aufnehmen. In Abstimmung mit der Schulleitung und Schulkonferenz der neuen Gesamtschule wird seitens der Stadt ein zeitnaher Beitritt in den Kölner Verbund "NRW-Sportschule" angestrebt. Die Ernst-Simons-Realschule arbeitet eng mit der unmittelbar benachbarten Anna-Freud-Schule des Landschaftsverbandes Rheinland zusammen. Die Fortsetzung der Kooperation mit der neuen Gesamtschule wird angestrebt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit